Sergen Retzep verwandelte einen Freistoß zum 5:4-Siegtreffer.
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Sergen Retzep verwandelte einen Freistoß zum 5:4-Siegtreffer.

Nach der Pause ging es hoch her

Wahnsinns-Aufholjagd: SV Sulzemoos dreht 0:4-Rückstand

  • vonMoritz Stalter
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Mit einem scheinbar unaufholbaren Rückstand ging es für Sulezmoos gegen den TSV Gersthofen in die Kabine. Dort appellierte der Coach an die Ehre seiner Spieler.

Bei der 2:5-Niederlage des SV Sulzemoos gegen den ASV Dachau hatte die Leistung nach der Halbzeitpause nicht gestimmt, beim 5:4-Sieg gegen den TSV Gersthofen hakte es in der ersten Halbzeit. Was der SVS im Spiel gegen Tabellenführer der Bezirksliga Schwaben Nord nach der Pause ablieferte, war ein rekordverdächtiges Comeback.

SV Sulzemoos: Zu viele Gegentore

Vier, drei, zwei, fünf – die Anzahl der Gegentore in den vergangenen vier Spielen waren nicht das, was sich SVS-Trainer Peter Held vorgestellt hatte. „Wir sind mit dem Ziel ins Spiel gegangen, weniger Gegentore zu kassieren“, sagte Teammanager Markus Wagenpfeil deshalb. Und in den ersten 25 Minuten sah es noch gut aus. Die Sulzemooser hielten gegen starke Gersthofer gut mit, konnten sich aber auch bei ihrem Torhüter Max Kronschnabl bedanken, dass es 0:0 stand. In der Viertelstunde vor der Pause brachen dann hinten alle Dämme: Viermal schlug es im Kasten Kronschnabls ein, mit 0:4 ging es in die Kabine. „Wir haben an die Ehre der Spieler appelliert“, sagte Wagenpfeil.

Nach der Pause legte Sulzemoos los

Und die kamen wie verändert auf den Platz zurück. Tobias Schöler köpfte nach einer Ecke sehenswert zum Anschlusstreffer ein (50.). Die Sulzemooser pressten, Gersthofen hatte kaum noch Aktionen. Dennoch deutete alles auf eine hohe Niederlage des SVS hin. Dann erzielte Kristian Paluca einen Doppelpack (75./76.). Die Partie stand auf der Kippe – und die Sulzemooser belohnten sich in der Schlussphase für ihre Energieleistung. Erst glich Korbinian Wildgruber aus (86.), dann erzielte Sergen Retzep per Freistoß sogar den 5:4-Siegtreffer. So platziert war Retzeps Ball nicht einmal, doch vielleicht sollte der SVS für seine Aufholjagd belohnt werden.

„Fünf Tore in einer Halbzeit – das muss man erst einmal machen. Die Jungs haben gezeigt, dass sie Charakter haben. Unser Trainer Peter Held war stolz auf sie“, berichtete Wagenpfeil nach 90 Minuten mit zwei gänzlich unterschiedlichen Spielhälften.  (Moritz Stalter)

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