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Die SpVgg Kammerberg durfte gegen den SV Dornach fünf Treffer bejubeln.

Siegesserie mit 0:5 gerissen

Tabellenführer SpVgg Kammerberg kommt gegen SV Dornach unter die Räder

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Dass die Siegesserie der SpVgg Kammerberg irgendwann enden wird, das war klar. Dass es mit einem solchen Knall geschehen würde, überraschte dann aber doch.

Beim SV Dornach ist der Tabellenführer böse unter die Räder gekommen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit brach der Gast von der Dachauer Landkreisgrenze komplett ein, er fuhr mit einer 0:5-Niederlage im Gepäck nach Hause. „Das war enttäuschend“, sagte SpVgg-Teammanager Gerhard Güntner. Und weiter: „Am Ende haben wir uns fast der Lächerlichkeit preisgegeben.“

Kammerbergs Trainer Matthias Koston schickte exakt die Elf ins Spiel, die am vergangenen Wochenende mit 9:0 gegen den Türkischen SV Ingolstadt gewonnen hatte. Da die Kammerberger auch in den anderen Ligaspielen jeweils mindestens drei Tore erzielt hatten, gingen sie nicht nur mit den maximal möglichen zwölf Punkten, sondern auch mit der besten Offensive der Liga (19 Tore) in die Partie.

Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Kammerberger ab der zweiten Minute einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Nachdem die Gäste einen Angriff der Dornacher von der Seite zu kurz geklärt hatten, zog Markus Buck aus 16 Metern ab und traf unhaltbar ins Eck. In der achten Minute hatte Robin Streit den Ausgleich auf dem Fuß, der mit acht Saisontoren treffsicherste Spieler der Bezirksliga Nord ließ sich aber abtreiben, so dass der Winkel zu schlecht wurde.

Auf der Gegenseite hätte Dornach die Führung nach einer schönen Kombination verdoppeln können (30.). Zwei Minuten vor der Pause schloss Robin Streit nach einem Pass seines Bruders Kevin aus elf Metern zu zentral ab. „Wir hatten viele Ecken, konnten sie aber nicht nutzen. Dornach ist vorne gefährlich, hinten aber verwundbar. Vielleicht geht noch was“, sagte Güntner nach den ersten 45 Minuten.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Kammerberger jedoch fast alles vermissen. „Wir waren geistig und körperlich nicht da“, erkannte Güntner. In der 54. Minute hatte Dornach nach einem Ball ins Zentrum die Riesenchance auf den zweiten Treffer, drei Minuten später stellte Noah Soheili in einer fast identischen Situation auf 0:2. Es war der Anfang vom Untergang der Spielvereinigung. Wenig später wechselte SpVgg-Trainer Koston dreifach, die Wechsel verpufften aber schnell.

In der 68. Minute erhöhte Dennis Agidigbi auf 0:3. Nachdem Tim Bürchner und Patrick Sturm die einzigen Chancen der Kammerberger in Halbzeit zwei vergaben, besiegelten Manuel Ring per Foulelfmeter (79.) und Noah Soheili (84.) mit ihren Treffern die 0:5-Pleite und damit die erste Niederlage der Spielvereinigung in dieser Saison. „Das ist heftig, aber auch in dieser Höhe völlig verdient. Heute haben wir eine saubere Abreibung erhalten“, sagte Güntner nach dem Schlusspfiff. 

Stenogramm

SV Dornach - SpVgg Kammerberg 5:0 (1:0)

SV Dornach: Dominik Bertic, Felix Borrmann, Dominik Goßner, Manuel Ring, Markus Buck (63. Patrick Held), Dennis Agidigbi (85. Alexander Stöckl), Daniel Mosig, Noah Soheili, Manuel Wagatha, Markus Hanusch, Johannes Wanzinger (83. Christoph Glas).

SV Kammerberg: Michael Zachskorn, Tim Bürchner, Maximilian Schaar, Kevin Streit (64. Alexander Nefzger), Benjamin Hofmann, Thomas Eichenseer, Niklas Kiermeier (64. Patrick Sturm), Thomas Nefzger, Sebastian Waas, Maximilian Held (64. Mathias Treffer), Robin Streit.

Schiedsrichter: Michael Schmid.

Zuschauer: 50.

Tore: 1:0 (2.) – Markus Buck. 2:0 (57.) – Noah Soheili. 3:0 (68.) – Dennis Agidigbi. 4:0 (79.) – Manuel Ring (Elfmeter). 5:0 (84.) – Noah Soheili.

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