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„Ein Traum für jeden Amateurfußballer“: TSV 1865 Dachau freut sich auf Hexenkessel in Memmingen

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Woran hakt’s? 65-Trainer Alexander Weiser ist ratlos.
65-Trainer Alexander Weiser freut sich auf den FC Memmingen. © Nico Bauer

Der TSV 1865 Dachau ist am Freitagabend zu Gast beim FC Memmingen. Im schwäbischen Hexenkessel will die Weiser-Elf an ihre Top-Leistungen anknüpfen.

Dachau – Nach einer Top-Leistung im Heimspiel gegen Hallbergmoos und einem 3:0- Sieg steht für den Fußball-Bayernligisten TSV Dachau 1865 heute der nächste Kracher auf dem Programm: mit dem Spiel bei Regionalliga-Absteiger FC Memmingen (19.30 Uhr).

Aufgrund der bisher gezeigten Leistungen, die zwar noch nicht ganz mit den Ergebnissen übereinstimmen, dürfte ein Punktgewinn für das Weiser-Team nicht utopisch sein. Wieder mit an Bord ist nach seinem Urlaub Top-Torjäger Sebastiano Nappo, der unter der Woche im Sparkassenpokalspiel gegen den TSV Schwabhausen viermal einnetzte und sich damit schon einmal für die Bayernliga warm schoss. Bisher erzielte der vom Regionalligisten SV Heimstetten an die Jahnstraße gewechselte Stürmer in vier Spielen drei Tore. „Für uns gilt es, an das Spiel gegen Hallbergmoos anzuknüpfen, bei dem wir uns nach einem guten Spiel endlich belohnt haben“, sagt Dachaus Fußball-Chef Marcel Richter.

Der FC Memmingen war eine Institution in der Regionalliga Bayern. Zwölf Spielzeiten gehörte er der höchsten Amateurliga Bayerns an und galt als unabsteigbar. Doch selbst die Trainerlegende Esad Kahric konnte den Fall in die Bayernliga nicht verhindern. Der neue Trainer heißt Stephan Baierl, der an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist.

TSV 1865 Dachau: Gegner FC Memmingen nach Regionalliga-Abstieg noch nicht in der Spur

Bisher haben die Memminger aber in der Bayernliga noch keine Bäume ausgerissen. Mit elf Punkten sind sie in Schlagweite für die Dachauer (8 Punkte). Bester Torschütze für den FCM ist Pascal Maier mit vier Toren. Bisher gab es nur zwei Testspiele der Dachauer gegen den FCM. Dies war 2017, beide Spiele wurden mit 1:4 verloren. Aber damals waren die Voraussetzungen andere, denn da hieß es: arrivierter Regionalligist gegen Bayernligist.

Die Elf von 65-Trainer Weiser zeigte in der laufenden Saison eigentlich immer gute Leistungen, wenn man vom Spiel gegen Ingolstadt absieht. Die Defensivschwäche konnte ausgemerzt werden. Dass dies gelang, ist auch ein Verdienst von Arijanit Kelmendi. Der spielende Co-Trainer wurde durch seine körperliche Fitness immer öfter zum Chef im Abwehrverbund. Dazu passte im letzten Spiel auch noch der aus der eigenen Jugend stammende Niclas Groß, ein Innenverteidiger, der mit seiner Zweikampfstärke und Ballsicherheit positiv auffiel.

Den größten Sprung seit Saisonbeginn machte aber sicherlich Marcel Kosuch, der mit seiner Spielweise und Einsatzbereitschaft allen so richtig Freude bereitet. Fraglich ist der Einsatz von Mario Maric, Florian Mayer fehlt immer noch verletzt. Vendim Sinani ist hingegen wieder mit dabei. „Das Auswärtsspiel in Memmingen ist ein absolutes Highlight und ein Spiel, auf das wir uns richtig freuen“, sagt 65-Trainer Alexander Weiser. „Freitagabend, Flutlicht und viele Zuschauer, das ist ein Traum für jeden Amateurfußballer.“

„Das Auswärtsspiel in Memmingen ist ein absolutes Highlight und ein Spiel, auf das wir uns richtig freuen.“

65-Trainer Alexander Weiser

Auch wenn Memmingen bislang noch nicht überzeugen konnte ist sich Weiser sicher: „Wenn sie ihr Potenzial abrufen, zählen sie zu den stärksten Mannschaften der Liga. Nach der 1:5-Niederlage gegen Schalding gehe ich davon aus, dass die Memminger absolut motiviert sind, um das Ergebnis schnellstmöglich vergessen zu machen.“ Aber Weiser gibt sich optimistisch: „Den Rückenwind nach unserem Sieg gegen Hallbergmoos nehmen wir mit auf die Reise. Wenn wir mit der richtigen Einstellung weiterhin mutig Fußball spielen und es schaffen, Fehler zu vermeiden, werden wir auch aus Memmingen mit etwas Zählbarem nach Hause fahren.“ (Robert Ohl)

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