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Nicht zu stoppen sind derzeit die Bayernliga-Kicker des TSV 1865 Dachau (im Bild am Ball Nikolaus Grotz). 

Knapper Sieg beim TSV Kottern

1865 Dachau - Superjoker Mario Maric sticht auch auf Kunstrasen

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Der TSV 1865 Dachau hat seinen Siegeszug gegen die Top-Teams der Bayernliga in Kottern fortgesetzt. Acht Tage nach dem fulminanten 3:0-Heimsieg über den SV Pullach gewannen die Mannen um Fabian Lamotte beim Tabellendritten TSV Kottern mit 2:1.

Es war ein hochverdienter Erfolg der Dachauer bei einer der heimstärksten Mannschaften der Süd-Gruppe.

Dabei mussten die 65-Kicker auf einem ungewohnt kleinen Kunstrasenplatz ran, der eher einem U 13-Kleinfeld glich denn einem Bayernligageläuf. Doch bei widrigen Wetterverhältnissen zogen sich die Dachauer ausgezeichnet aus der Affäre.

Mit optimalen sechs Punkten aus zwei Spielen verbesserte sich Dachau auf Platz vier in der Tabelle, mit 37 Punkten liegt man nun auf Schlagdistanz zum Regionalliga-Aufstiegsrelegationsplatz. 65-Fußballboss Ugur Alkan ist nach wie vor bemüht, den Ball flach zu halten: „Unser Ziel sind 45 Punkte – basta!

In der ersten Hälfte bekamen die 250 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel zu sehen, mit leichten spielerischen Vorteilen für Dachau. In der 10. Minute schloss Sezer Yazir aus spitzem Winkel gut ab, doch Dachaus Keeper Max Mayer war auf dem Posten. Nur drei Minuten später vergab Matthias Jocham eine weitere gute Chance für die Hausherren, als er nach einer Flanke von Marco Miller den Ball knapp neben das Tor setzte. Das Duell Sezer Yazir gegen Max Mayer setzte sich in der 19. Minute fort, als der Kotterner am Keeper hängen blieb.

Doch auch Dachau kam im ersten Durchgang zu Chancen, so traf in der 20. Minute Christian Doll nach einem schnellen Angriff nur das Außennetz des Kotterner Tores.

In der 29. Minute dann die kalte Dusche für die Gäste, Kotterns Roland Fichtl brachte den Gastgeber mit seinem siebten Saisontreffer mit 1:0 in Führung. Klasse auch die Vorarbeit von Marco Miller.

Postwendend hatte 65-Spielertrainer Fabian Lamotte nach einem schnell ausgeführten Freistoß durch Christian Doll den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, er verzog aber knapp aus 15 Metern.

In der 41. Minute folgte die nächste Sequenz des Duells Sezer gegen Mayer – und auch diesmal blieb der Dachauer Keeper der souveräne Sieger. Kurz vor dem Pausenpfiff verwehrte Schiedsrichter Elias Tiedecken dem Gast nach einem klaren Foul von Kotterns Roland Fichtl an Sebastian Brey einen glasklaren Foulelfmeter.

Jay Alkan meinte zur Pause: „Auf diesem kleinen Kunstrasenplatz sind wir spielerisch besser als die Gastgeber, aber leider haben wir kein Tor erzielt. Ich hoffe, dass wir so weiter spielen; wir müssen diesen Gegner über die Außenpositionen knacken und unsere Chancen nutzen.“

Nach einer intensiven und konstruktiven Halbzeitansprache des Trainerduos Lamotte/Weiser kamen die Dachauer fokussiert aus der Kabine, sie kamen bereits in der 53. Minute zu einer guten Ausgleichschance. Der Kopfball von Christian Doll strich knapp über das Kotterner Tor.

Danach wogte das Spiel hin und her, es gab einige sogenannte Halbchancen auf beiden Seiten. Die Gastgeber igelten sich in bewährter Kahric-Manier am eigenen Sechzehner ein, sie hofften auf Dachauer Ballverluste und daraus resultierende Konter.

Doch sie hatten die Rechnung ohne den TSV 1865 gemacht, die bärenstarken Kicker von der Jahnstraße ließen vor dem eigenen Kasten überhaupt nichts zu und schnürten die Hausherren wie eine Handballmannschaft am eigenen Strafraum ein. So segelte eine Flanke nach der anderen vor das Kotterner Tor.

Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie immer ruppiger, Kotterns Maximilian Moll (57.) und Dachaus Fabian Lamotte (70.) sahen jeweils die Ampelkarte.

Das längst überfällige 1:1 erzielte in der 74. Minute der Dachauer Thomas Ettenberger; seine als Flanke gedachte Hereingabe senkte sich zur Überraschung aller ins Netz des Kotterner Kastens.

Und die Wende perfekt machte kurz vor dem Schlusspfiff 1865-Superjoker Mario Maric, der nach seiner Einwechslung, wie schon eine Woche zuvor im Spiel gegen Pullach, groß aufspielte. Nach einer abgefangenen Ecke für Kottern und den daraus resultierenden Konter netzte er mustergültig zum hochverdienten Siegtreffer ein.

Ugur Alkan meinte freudestrahlend nach dem Schlusspfiff: „Das war eine tolle Mannschaftsleistung von uns. Der Schlüssel zum Erfolg war sicherlich die Geduld, die man in Kottern braucht, um dort zu bestehen. Ein extra dickes Lob geht an den Siegtorschützen Mario Maric, der super trainiert und sich eigentlich einen Platz in der Startelf erhofft hat. Wie schon gegen Pullach hat er das Spiel mit seinem Treffer entschieden.“

Dachaus Trainer Fabian Lamotte war ebenfalls happy: „Das war wirklich eine Top-Leistung. Wir knüpften nahtlos an das Pullach-Spiel an, haben uns trotz eines starken Gegners, widriger Wetterverhältnisse und eines komischen Platzes durchgesetzt. So kann’s weiter gehen.“

Stenogramm

TSV 1874 Kottern - TSV 1865 Dachau 1:2 (1:0)

TSV 1874 Kottern: Tobias Heiland, Tom Liebherr, Tobias Hänsle, Matthias Jocham, Roland Fichtl (88. Drazen Jelic) , David Mihajlovic, Jörg Redle, Julian Feneberg (46. Mirhan Kaya), Marco Miller, Maximilian Moll (75. Achim Speiser), Sezer Yazir

TSV 1865 Dachau: Maximilian Mayer, Thomas Ettenberger, Fabian Lamotte, Alexander Weiser, Nickoy Ricter (76. Mario Maric ), Onur Korkmaz, Dominik Schäffer, Nikolaus Grotz, Sebastian Brey, Christian Doll (84. Leander Lask), Burhan Bytyqi

Schiedsrichter: Elias Tiedeken

Zuschauer: 212

Tore:1:0 (29.) – Roland Fichtl. 1:1 (74.) – Onur Korkmaz. 1:2 (90.) – Mario Maric.

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