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Spielertrainer Fabian Lamotte in Aktion, hier gegen 1860-Regisseur Efkan Bekiroglu.

Spielertrainer vor dem Derby gegen Pipinsried im Interview

Lamotte:“Wir werden uns nicht hinten reinstellen“

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Fabian Lamotte ist Spielertrainer des TSV 1865 Dachau. Im Interview spricht der Ex-Bundesliga-Profi über das Derby gegen Pipinsried und seinen Ex-Verein, den TSV 1860 München.

  • Der TSV 1865 Dachau empfängt am Samstag den ungeschlagenen Tabellenführer FC Pipinsried zum Derby
  • Im Hinspiel holte Spielertrainer Fabian Lamotte mit seiner Mannschaft beim 2:2 einen Punkt gegen den Regionalliga-Absteiger
  • Er träumt von einer Karriere im Profi-Berieich

Servus Fabian, nach Rang sechs im Vorjahr steht ihr im Moment nur auf dem elftem Platz. Was sind die Gründe?

Mit Stefan Vötter ist ein wichtiger Spieler seit längerer Zeit verletzt. Einige andere Jungs, wie zum Beispiel Nikolaus Grotz, fehlen uns immer wieder berufsbedingt. Das macht uns natürlich nicht gerade stärker. Außerdem sind die Unterschiede zur Vorsaison gar nicht so enorm. Die Liga ist dieses Jahr viel ausgeglichener. Trotzdem gibt es immer wieder Phasen, in denen wir zu wenig Punkte holen.

Am Samstag steigt das Derby gegen Spitzenreiter FC Pipinsried. Wie groß ist eure Vorfreude?

Sehr groß. Vor allem zu Hause ist das natürlich ein besonderes Spiel. Wir hoffen, dass wir Pipinsried ärgern können. 

Wie sieht der Plan deiner Mannschaft aus, um gegen den Tabellenführer zu punkten?

Das Wichtigste wird sein, dass wir selber Ballbesitzphasen und Offensivakzente haben. Wir werden uns nicht hinten reinstellen, das bringt gegen so eine Mannschaft nichts. 

Lamotte von Krautschneider beeindruckt

Welchen Spieler des FC Pipinsried hättest du lieber in deinen Reihen, anstatt gegen ihn spielen zu müssen?

Die Anzahl an Scorerpunkten von Steffen Krautschneider ist für einen Mittelfeldspieler sehr beeindruckend. Mit Amar Cekic habe ich ja selber noch zusammengespielt, ein Klassespieler. Pablo Pigl trifft auch sehr oft in dieser Spielzeit. 

Wie siehst du den starken Aufsteiger TSV 1880 Wasserburg bislang? Hättest du mit so einer Saison der Mannschaft gerechnet?

In der Vorrunde dachte man, dass sie das kaum so gut durchziehen können. Nun sieht es so aus, als konnten sie es sehr wohl. Wasserburg steht nicht zu Unrecht da oben. Für einen Aufsteiger ist das sehr beeindruckend.

Du bist 36 Jahre alt. Wie lange wirst du noch als Spieler und Trainer in Personalunion in Dachau tätig sein?

Es gibt da keinen konkreten Zeitplan, aktuell fühle ich mich fit. Dennoch ist der Gedanke, dass meine Spielzeit Stück für Stück abnehmen soll. Wenn nicht in dieser, dann auf jeden Fall in der nächsten Saison. Es gibt gute, neue Spieler, die meine Aufgaben übernehmen werden.

Fabian Lamotte hat Mitleid mit seinem Ex-Verein TSV 1860

Wie weit willst Du als Trainer nach oben? 

Irgendwann einmal eine Profimannschaft zu trainieren, wäre natürlich cool. Allerdings mache ich mir darüber im Moment keinerlei Gedanken. Außerdem fehlen mir für diese Ligen auch noch einige Trainerscheine. 

Sie waren Profi bei den Löwen. Ihr Kollege Daniel Bierofka war nicht zu beneiden, oder?

Trainer bei 1860 sind in diesen Punkten sicher nicht zu beneiden. Das ist ein Vorteil an Dachau und der Bayernliga. Auch wenn ich ehemaliger Löwe bin, habe ich keine großen Berührungspunkte mit dem Verein. Es ist sehr schade, dass so ein großer Verein leider nie in ruhige Fahrwasser zu kommen scheint. Nun ist es so, dass die einzige Person, die den Verein zusammen hält, die Schnauze voll hat.

Interview: Marco Blanco Ucles

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