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Aufmerksam agierte 65-Keeper Max Mayer, er bewahrte sein Team in der 57. Minute vor dem 0:1.

Dachauer überstehen erste Englische Woche ohne Niederlage

Taktisch geprägtes Spiel zwischen 1865 Dachau und TSV Nördlingen endet 0:0

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Der TSV 1865 Dachau hat die erste von zwei vorösterlichen englischen Wochen ungeschlagen überstanden. Nach dem 1:0-Sieg über Vilzing und dem 1:1-Unentschieden in Schwabmünchen erreichten die Bayernligakicker von der Jahnstraße ein 0:0 in Nördlingen.

Die Lage für die Lamotte-Elf in Sachen Regionalliga-Qualifikation hat sich in den zurückliegenden acht Tagen nicht entscheidend verändert. Der TSV Dachau kann sein Ziel immer noch aus eigener Kraft erreichen, aber die Zahl der Mitstreiter im Kampf um den Platz an der Sonne ist größer geworden. So sitzen jetzt sechs Vereine mit 43 oder 42 Punkten im Quali-Boot, neben Dachau sind dies der SSV Jahn Regensburg II, der TSV Rain, die DJK Vilzing, der TSV Kottern und der SV Kirchanschöring.

Der TSV 1865 Dachau ist mittlerweile seit sieben Spielen ungeschlagen, was nervt sind die vielen Punkteteilungen, die das Vorpreschtempo doch sehr beeinträchtigen. Auffallend ist dabei, dass die Lamotte-Elf in den jüngsten Spielen defensiv einen prächtigen Eindruck hinterlassen hat, was allerdings offenbar zu Lasten der Offensivaktionen geht. Aber wie sagte einst Nationalspieler Rainer Bonhof: „Spiele werden in der Offensive gewonnen, Meisterschaften in der Defensive.“

Die erste Halbzeit war für jene Zuschauer, die flotten Fußball sehen wollten, kein Hingucker, es war ein von Taktik geprägtes Spiel. Über weite Strecken stand Nördlingen mit allen Feldspielern am eigenen Strafraum, man ließ die Gäste aus Dachau gewähren, die den Ball in der Viererkette kreiseln ließen und auf hofften, dass sich eine Lücke auftun würde, in die man dann stoßen kann.

Doch dies geschah nicht. Somit blieben u.a. die beiden Außenspieler Nickoy Ricter und Sebastian Brey ohne Wirkung. Nördlingen hatte keine einzige Torchance – ja: nicht einmal einen versuchten Torabschluss. Die Lamotte-Elf machte es aber auch nicht viel besser. So gab es nur einen gut getretenen Freistoß von Alex Weiser in der 30. Minute, der vom Nördlinger Keeper Daniel Martin grandios gehalten wurde. Der Rest war Ballgeschiebe vor einer lebenden Nördlinger Wand, die sich zwar seitlich verschob aber nur ganz selten die eigene Spielfeldhälfte verließ.

Dachaus Sportchef Ugur Alkan meinte zur Halbzeit: „Schön anzusehen ist das nicht, aber ich habe die Hoffnung, dass wir diese Abwehrwand müde spielen und uns der Lucky Punch gelingt, aber das wird heute verdammt schwer.“ Er sollte mal wieder recht behalten.

Ihre fast schon destruktive Defensivhaltung gaben die Nörrdlinger nach dem Seitenwechsel zumindest phasenweise auf, nun tat sich auch mal was vor dem Kasten des Dachauer Keepers Max Mayer. So versuchte es Daniel Holzmann mit einem Schuss, der von Goalgetter Alex Schröter fast ins Netz weitergeleitet wurde. Und Philipp Buser tauchte in der 57. Minute vollkommen frei vor dem 65-Gehäuse auf, er scheiterte an Max Mayer.

Auch die Lamotte-Elf kam nun zu Chancen. In der 66. Minute setzte Merlin Höckendorff einen Kopfball an, dieser wurde vom Heim-Torwart Daniel Martin entschärft.

Ugur Alkan brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Das Remis war gerecht, obwohl wir am Ende den Sieg etwas mehr wollten als der Gegner. Wir haben heute keine Offensivlösungen gefunden, das war schon das Problem am Mittwoch in Schwabmünchen. Die Defensive ist im Moment unser Faustpfand, da wackelt nichts und wir hatten in Nördlingen sicherlich 70 Prozent Ballbesitz. So sind alle Kandidaten wieder dichter zusammengerückt, aber wir haben es selbst in der Hand, unser Ziel zu erreichen.“

TSV 1861 Nördlingen - TSV 1865 Dachau 0:0

TSV 1861 Nördlingen: Daniel Martin, Felix Käser, Daniel Holzmann, Philipp Buser, Jonas Halbmeyer, Florian Lamprecht, Patrick Michel (61. Manuel Meyer), Alexander Schröter (88. Julian Bosch), Nicolai Geiß, Nico Schmidt, Jakob Mayer

TSV 1865 Dachau: Maximilian Mayer, Fabian Lamotte, Alexander Weiser, Merlin Höckendorff (90.+3 Thomas Ettenberger), Nickoy Ricter (70. Mario Maric), Dominik Schäffer, Nikolaus Grotz, Sebastian Brey, Stefan Vötter, Christian Doll, Vendim Sinani

Schiedsrichter: Benedikt Öllinger

Zuschauer: 310

Tor: Fehlanzeige

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