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Fabian Lamotte führte den TSV 1865 Dachau als Spielertrainer auf den fünften Platz der Bayernliga Süd.

Der Spielertrainer im Vorort-Interview

1865 Dachaus Lamotte: „Schielen mit halbem Auge auf den Relegationsplatz“

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Der TSV 1865 Dachau ist überraschender Fünfter der Bayernliga Süd. Spielertrainer Fabian Lamotte spricht über die Möglichkeit eines Aufstiegs und damit verbundene Hürden.

Fabian Lamotte spielt seine siebte Saison für den TSV 1865 Dachau, seit vier Jahren zieht er als spielender Trainer des Bayernligisten die Fäden. Der ehemalige Profi lief schon im Trikot des FC Schalke, TSV 1860 München und Sturm Graz auf. Jetzt steht er mit den Dachauern plötzlich auf dem fünften Platz der Bayernliga Süd. Im Vorort-Interview spricht er über die amüsanten Umstände seines Wechsels, Dachaus Flirt mit dem Aufstieg und das „Prestigeduell“ gegen den FC Ismaning.

Dachau findet sich dank eines fulminanten Starts in die Restrunde auf dem fünften Platz wieder. Schielt ihr in Anbetracht des Abstands von nur drei Punkten auf den Relegationsplatz?

In erster Linie sind wir froh, uns ein komfortables Polster nach unten erarbeitet zu haben. Die Tabelle sieht freilich ganz gut aus. Nach oben sind es nicht viele Punkte, das ist uns bewusst. Ich würde sagen, wir schielen mit einem halben Auge auf den Relegationsplatz. Zu Träumen dürfen wir jetzt allerdings nicht anfangen, bis zum Saisonende wird es nochmal ein hartes Stück Arbeit. Für uns zählt allen voran das nächste Spiel und darauf konzentrieren wir uns.

Wäre ein Aufstieg eigentlich möglich?

Das wäre die nächste Frage. Für den Verein wäre es sicherlich ein Kraftakt und wir müssten schauen, ob es denn überhaupt machbar und sinnvoll wäre.

A-Lizenz bis zum Saisonstart „nicht machbar“

Besitzt du die nötigen Lizenzen, um in der Regionalliga weiterhin Trainer bleiben zu können?

Zuerst muss ich die Elite-Jugend-Lizenz erwerben, danach ginge es an die A-Lizenz. Bis zum Saisonstart der Regionalliga wäre das allerdings nicht machbar. Darüber mache ich mir aber noch keinerlei Gedanken, dafür ist das zu weit weg. Noch ist ja auch überhaupt nichts sicher.

Vor der Saison war euer ausgeschriebenes Ziel der Klassenerhalt. Konntet ihr euch so einen Erfolg überhaupt vorstellen?

Nein, damit haben wir definitiv nicht gerechnet. Es ist natürlich sehr erfreulich, dass wir jetzt so gut abschneiden. Das beweist unser gutes Auge für Zugänge. Die Entwicklung der Spieler ist äußerst positiv und die Jungs haben einen sehr guten, willigen Charakter.

Welche Rolle spielt euer Topscorer Christian Doll für euren Erfolg?

Eine große, es ist immer hilfreich einen Stürmer zu haben, der regelmäßig ins Tor trifft. Auf ihn können wir uns verlassen. Auf und neben dem Platz verhält er sich sehr vorbildlich, insbesondere im Umgang mit den jungen Spielern. Wir sind sehr froh, ihn in unserer Mannschaft zu haben.

Match gegen den FC Ismaning ist „ein kleines Prestigeduell“

Was hat dich damals zu deinem Wechsel nach Dachau bewegt?

Der Kontakt zum TSV kam über Beziehungen zustande. Das ist eine witzige Geschichte. Der Bruder des Ehemanns einer Freundin meiner Frau spielte damals für Dachau. So sind wir ins Gespräch gekommen. Eigentlich war es nicht geplant, dass ich irgendwann in den Niederungen des Amateurfußballs kicke. Heute bin ich heilfroh, dass der Wechsel damals geklappt hat.

Euer nächster Gegner ist der FC Ismaning. Welche Erwartungen habt ihr, insbesondere nach den letzten zwei Siegen gegen die direkten Ligakonkurrenten TSV Kottern und SV Pullach?

Von den Ergebnissen lassen wir uns nicht blenden. Klar, Ismaning ist derzeit unten drin. Grundsätzlich haben sie aber einen qualitativ hochwertigen Kader mit vielen starken Einzelspielern. Es ist auch ein kleines Prestigeduell, da sich viele Spieler untereinander kennen. Wir dürfen nach den beiden letzten Erfolgen keinen Sieg erwarten. Nichtsdestotrotz erhoffen wir uns natürlich viel - allen voran drei Punkte.

Interview: Roman Schwaiger

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