Bis zum ersten Aufreger dauerte es nur fünf Minuten

Zwei rote Karten und ein spannendes Spiel zwischen dem TSV Eching und der SpVgg Kammerberg

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In der Schlussphase hat das Derby zwischen dem TSV Eching und der SpVgg Kammerberg noch einmal Fahrt aufgenommen.

Am Ende gingen die Gäste von der Dachauer Landkreisgrenze leer aus, sie unterlagen den Hausherren mit 1:3. „Eching war aggressiver und hat die Zweikämpfe im Mittelfeld gewonnen“, konstatierte Kammerbergs Teammanager Gerhard Güntner nach dem Schlusspfiff.

 Bis zum ersten Aufreger dauerte es nur fünf Minuten. Nach einem Zweikampf zwischen Kammerbergs Benjamin Hofmann und Echings Ante Basic entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für die Gastgeber. Basic hatte sich den Ball zurechtgelegt, zur Ausführung kam es jedoch nicht. Der Schiedsrichter revidierte seine Entscheidung und entschied nach einem Gespräch mit seinem Linienrichter auf Freistoß knapp außerhalb des Strafraums. „Wenn er in dieser Situation auf Foul entscheidet, muss er Elfmeter geben, denn die Aktion war im Strafraum. Meiner Meinung war es aber kein Foul“, so SpVgg-Teammanager Güntner. Danach wurde Fußball gespielt – und das gelang den Echinger Zebras besser als den Kammerbergern. Jan Strehlow köpfte den Gastgeber nach einem Eckball in Führung (23.). „Bei uns machen gerade die kleineren Spieler die Kopfballtore. Jan ist knapp über 1,70 Meter“, freute sich Echings Trainer Dennis Magro. Zehn Minuten später bestaunte er eine beeindruckende Einzelleistung von Julien Santana-Mielke. Der Echinger setzte sich auf links gegen einen Gegenspieler durch und schlenzte den Ball ins lange Kreuzeck. Da GästeGoalgetter Sebastian Waas kurz darauf im Echinger Strafraum direkt abzog und den Anschlusstreffer erzielte, blieb es eng (35.).Kurz vor der Pause hatte Willhelm Ampenberger den 2:2-Ausgleichstreffer auf dem Kopf, er köpfte die Kugel nach einer Waas-Flanke aus fünf Metern aber am Tor vorbei (43.). Im direkten Gegenzug schoss Phil Schuler nach einem Steckpass knapp über das Kammerberger Tor.

 Nach dem Seitenwechsel verflachte das Derby über weite Strecken. „Das Niveau war mäßig“, bestätigt Güntner. Eching hatte keine großen Probleme, den Vorsprung bis in die Schlussphase zu verteidigen, der TSV verpasste es aber auch, seine Konter gut auszuspielen. Nachdem Innenverteidiger Thomas Ertl wegen Reklamierens die Ampelkarte gesehen hatte (88.), mussten die Hausherren noch einmal zittern. In der Schlussminute grätschte Maxi Schaar auf Höhe der Mittellinie von hinten in einen Echinger. Der Schiedsrichter zeigte dem Täter ohne zu zögern die rote Karte. Kurz darauf erzielte Alex Beer den dritten Echinger Treffer (90.+2). „Wir haben die Partie heute in der ersten Halbzeit verloren. Es war ein gebrauchter Tag, der Echinger Sieg geht in Ordnung“, sagte Kammerbergs Güntner. stm 

Stenogramm 

TSV Eching - SpV Kammerberg 3:1 (2:1)

 TSV Eching: Alexander Strecke, Jan Strehlow, Maximilian Beer, Jose Maximiliano Andrade Ceballos (86. Marvin Frehe), Florian Höltl, Philipp Schuler (67. Manuel Joos), Thomas Niggl, Julien Santana-Mielke (77. Alexander Beer), Ante Basic, Maximilian Völke, Thomas Ertl 

SpVgg Kammerberg: Stefan Fängewisch, Tim Bürchner, Maximilian Schaar, Kevin Streit (74. Niklas Kiermeier), Benjamin Hofmann, Thomas Eichenseer, Willhelm Ampenberger, Raffael Dirrigl (46. Thomas Nefzger), Sebastian Waas, Maximilian Held (46. Lukas Schmitt), Robin Streit 

Schiedsrichter: Wolfgang Widl 

Zuschauer: 90 

Gelb-Rote Karte: Thomas Ertl (89.) Rote Karte: Maximilian Schaar (90.) Tore: 1:0 (23.) – Julien Santana-Mielke. 2:0 (33.) – Julien Santana-Mielke. 2:1 (35.) – Sebastian Waas

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