Sebastian Stangl (r.) freut sich über den Punktgewinn in Passau.
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Sebastian Stangl (r.) freut sich über den Punktgewinn in Passau.

TSV Eintracht Karlsfeld kommt nach 0:2-Rückstand in Passau zurück

Sebastian Stangl: „Der Punkt kann sehr wertvoll werden“

  • vonMoritz Stalter
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Der TSV Eintracht Karlsfeld gastierte zum Restrundenauftakt beim 1. FC Passau. Nach einem Rückstand zur Pause kam die Stangl-Elf in der zweiten Hälfte zurück.

Landesliga Südost: 1. FC Passau 2:2 TSV E. Karlsfeld

Um am Saisonende in die Bayernliga aufzusteigen, müssen die Fußballer des TSV Eintracht Karlsfeld den Vorsprung auf die Verfolger verteidigen – und dazu die eigenen Spiele gewinnen. Das wissen Spieler wie Trainer. Warum Sebastian Stangl auch mit dem 2:2-Unentschieden seiner Mannschaft beim 1. FC Passau zufrieden gewesen ist, lag am Spielverlauf und an den äußeren Umständen.

Die Eintracht reiste mit fünf Punkten Vorsprung auf Hallbergmoos nach Passau. „Es ist klar, dass jeder Gegner versuchen wird, den Tabellenführer zu schlagen“, hatte Stangl vor der Partie gesagt. „Wir müssen dagegenhalten. Die Einstellung und mentale Stärke werden sehr wichtig sein.“ Die Partie in Passau sollte zum großen Prüfstein werden. Sie wurde nicht im Stadion, sondern auf einem engen Kunstrasenplatz ausgetragen. Es wurde schnell klar, dass der gepflegte Ball, den die Karlsfelder spielen möchten, auf dem engen Platz nicht möglich war.

Karlsfeld lag früh in Rückstand

Die Passauer wussten, was zu tun ist. Sie spielten lang nach vorne und versuchten, die zweiten Bälle zu erobern. Die Zuschauer, die auf hart umkämpfte Zweikämpfe stehen, kamen voll auf ihre Kosten – der Rest eher nicht. „Gefühlt gab es alle 15 Sekunden eine Unterbrechung wegen eines Fouls oder weil der Ball im Aus war. Schön war das nicht“, so Stangl.

Ab der zweiten Minute liefen die Karlsfelder einem Rückstand hinterher. Nach einem Freistoß klärten die Gäste zu kurz und Johannes Woyke traf. Die Karlsfelder Offensivabteilung um Andre Gasteiger, Fitim Raqi, Michael Dietl, Martin Schön und Kubilay Celik hatte es in der Folge schwer, den Ball laufen zu lassen. Schön hatte in der 36. Minute die einzige gute Eintracht-Chance in Halbzeit eins, FC-Torhüter Stefan Schulz hielt aber gut.

Das 2:0 fiel kurz vor der Pause 

Kurz vor der Pause kam es noch dicker für den Spitzenreiter. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau zog ein Passauer ab, Eintracht-Torhüter Dominik Krüger ließ abklatschen und Elias Hönig schob zum 2:0 für Passau ein (45.).

In der Pause hatten Eintracht-Trainer Stangl und Jochen Jaschke Zeit für eine größere Systemkorrektur. „Wir wollten mehr Druck auf das vordere Spieldrittel bekommen“, so Stangl. Er musste Schön auswechseln, da der einen Schlag auf das Ohr bekommen hatte. Winterzugang Pascal Sattelberger kam für die zweiten 45 Minuten aufs Feld.

Joker Sattelberger traf zum Ausgleich

Die Eintracht war nach dem Wiederbeginn deutlich besser im Spiel und schaffte es immer häufiger, die Passauer Defensive vor Probleme zu stellen. In der 57. Minute kamen die Gäste zurück ins Spiel, weil Dominik Pöhlmann nach einer Ecke aus kurzer Distanz traf. Die Karlsfelder nahmen die Härte an, erarbeiteten sich weitere Chancen und glichen in der 75. Minute durch Joker Sattelberger aus. Der Mittelfeldspieler traf nach einem Pass Gasteigers sehenswert von der Strafraumgrenze. „Wir wussten, dass er eine sehr gute Schusstechnik hat, den hat er perfekt getroffen“, staunte Stangl.

Danach wurde es noch ruppiger. In der 82. Minute sah Passaus Noah Aklassou die Ampelkarte. Vor den beiden Toren passierte nichts mehr, so dass es beim 2:2 blieb. Mit dem Punkt konnten die Karlsfelder leben. „Wir haben den Kampf angenommen und bewiesen, dass wir nicht nur übers Spielerische kommen können“, sagte Stangl. „Wir freuen uns deshalb über den Punkt, der kann sehr wertvoll werden“, so der Eintracht-Trainer weiter.

Stenogramm

1. FC Passau - TSV Eintracht Karlsfeld 2:2 (2:0)

1. FC Passau: Stefan Schulz, Benedikt Buchinger, Andreas Gerlsberger, Ibrahim Yildirim (67. Noah Aklassou), Niklas Schröder (62. Thomas Raster), Christoph Wimmer, Johannes Woyke, Elias Höng, Sebastian List, Maximilian Schiller, Sebastian Tholl (81. Alexander Moser)

TSV Eintracht Karlsfeld: Dominik Krüger, Ivan Ivanovic, Dominik Pöhlmann, Philip Lorber, Fitim Raqi, Michael Dietl, Lukas Paunert, Martin Schön (46. Pascal Sattelberger), Andre Gasteiger (84. Lennart Sieburg), Kubilay Celik (55. Robert Zott), Lukas Regman

Schiedsrichter: Tobias Späth

Zuschauer: 150

Gelb-Rote Karte: Noah Aklassou (82.)

Tore: 1:0 (2.) – Johannes Woyke. 2:0 (45.) – Elias Hönig. 2:1 (57.) – Dominik Pöhlmann. 2:2 (75.) – Pascal Sattelberger.

Text: Moritz Stalter

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