Individuell verbessert hat sich André Gasteiger unter den Eintracht-Coaches Sebastian Stangl und Jochen Jaschke.
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Individuell verbessert hat sich André Gasteiger unter den Eintracht-Coaches Sebastian Stangl und Jochen Jaschke.

Eintracht-Trainer Stangl sieht Transfers seiner Spieler in höhere Ligen als Bestätigung

TSV Eintracht Karlsfeld: „Gasteigers Wechsel ist ein Kompliment“

  • vonMoritz Stalter
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André Gasteiger wird den TSV Eintracht Karlsfeld nach dieser Saison verlassen. Den Wechsel zum FC Pipinsried sieht sein Trainer als das Ergebnis guter Arbeit.

Wann der Fußball seine Corona-Pause beendet, ist nicht absehbar. Mit jeder Woche, die ohne Training und Spiele vergeht, steigt aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Saison abgebrochen wird – und André Gasteiger nicht mehr im Trikot des TSV Eintracht Karlsfeld auflaufen wird. Der Offensivspieler wechselt zur kommenden Saison zum FC Pipinsried (wir berichteten).

„Für uns ist es wichtig, dass Andrés Abgang kein Einzelfall bleibt“, sagt Eintracht-Trainer Stangl. Kein Einzelfall? Richtig gelesen. Denn so sehr der Abgang schmerzt, Stangl, sein Trainerkollege Jochen Jaschke sowie der Verein werten den Verlust ihres besten Torjägers als Auszeichnung. „Wenn sich die Spieler bei uns so gut entwickeln, dass sie für höherklassige Vereine interessant sind, haben wir alles richtig gemacht“, erklärt Stangl. Und Gasteiger hat sich prächtig entwickelt.

Gasteiger kam vom SV Lohhof

Der 23-Jährige kickte bis vor wenigen Jahren in seiner Heimat in Südtirol. „Ich habe dort in der Ober- und Landesliga gespielt“, sagt Gasteiger. Seine erste Station in Deutschland war der SV Lohhof. In eineinhalb Jahren für den SVL brachte er es auf zwölf Tore. In Sommer 2018 folgte der Wechsel zur Karlsfelder Eintracht, die gerade in die Landesliga aufgestiegen war.

Dort setzten die Trainer Stangl und Jaschke von Beginn an auf den schnellen Angreifer. In seiner ersten Saison für die Eintracht erzielte Gasteiger sechs Tore, sein Potenzial schöpfte er aber nicht vollständig aus. Auch, weil er sich schwächere Spiele zu sehr zu Herzen nahm. Stangl und Jaschke bauten ihn auf. „Unsere beiden Trainer sind super Typen. Sie haben mit immer das Vertrauen gegeben. Vor jedem Spiel motivieren sie mich, ein Tor zu schießen und meine Leistung abzurufen“, so Gasteiger. Dann fügte er an: „Und individuell haben sie mich auch verbessert.“

Gasteiger hat sich zu einem der besten Stürmer der Liga entwickelt

Das Ergebnis sind Gasteigers Leistungen in der laufenden Saison: In 23 Spielern erzielte er zwölf Tore, in der Landesliga Südost traf nur Rosenheims Marko Dukic (14 Treffer) häufiger als der Toptorschütze des Tabellenführers aus Karlsfeld.

„André hat sich in den letzten beiden Jahren zu einem der besten Stürmer der Liga entwickelt – nicht nur wegen seiner Tore, auch wegen seiner Assists“, sagt Trainer Stangl. Denn zu den zwölf Treffern kommen elf Torvorlagen, die den Offensivspieler zum besten Scorer der Landesliga Südost machen.

Der Wechsel Gasteigers nach Pipinsried ist für Trainer Stangl der logische nächste Schritt. „Pipi bekommt einen super Spieler“, so Stangl. Und weiter: „Andrés Wechsel in die Regionalliga macht absolut Sinn.“

Aufstieg des FC Pipinsried noch nicht gewiss

Ob der FC Pipinsried dort in der nächsten Saison spielen wird, ist noch nicht gewiss. Sportlich deutet bei 21 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Wasserburg alles auf die Bayernliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg hin. Doch wer weiß heute, ob die Saison zu Ende gespielt wird und falls nicht, wie sie gewertet wird?

Sicher ist, dass Gasteiger der Eintracht-Offensive fehlen wird – aber das nehmen die beiden Trainer Stangl und Jaschke gerne in Kauf. „Wenn jedes Jahr Spieler nach oben wechseln, bedeutet das, das wir einiges richtig gemacht haben“, erklärt Stangl. „Wir werden immer zurückstecken, wenn wir denken, dass sich unsere Spieler bei ihren neuen Vereinen durchsetzen können“, so der Coach weiter. Bei Gasteiger ist das der Fall. 

MORITZ STALTER

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