Eintracht Karlsfeld möchte die Tabellenführung bestätigen. Die Gäste vom ASV Dachau stehen auf einem direkten Abstiegsplatz und brauchen dringend Punkte für den Klassenerhalt.
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Eintracht Karlsfeld möchte die Tabellenführung bestätigen. Die Gäste vom ASV Dachau stehen auf einem direkten Abstiegsplatz und brauchen dringend Punkte für den Klassenerhalt.

Holt der Tabellenführer den zweiten Derbysieg? 

Eintracht Karlsfeld Favorit - ASV Dachau kommt mit Selbstvertrauen

  • vonMoritz Stalter
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Zum Schluss das Derby: Der TSV Eintracht Karlsfeld empfängt in seinem letzten Landesliga-Spiel des Jahres den ASV Dachau.

Beide Teams haben eines gemein: sie müssen unbedingt punkten – besser noch: gewinnen. Tabellenführer Karlsfeld will im Rennen um den Aufstieg bleiben, der Tabellenvorletzte Dachau den Kampf um den Klassenerhalt erfolgreich bestreiten.

„Wir wollen den Schwung aus der zweiten Halbzeit von Unterföhring mitnehmen“, sagt Eintracht-Trainer Sebastian Stangl. Dass er die zweite Halbzeit explizit erwähnt, hat einen Grund: Sie war überragend. Denn wäre die Partie nach 45 Minuten beendet gewesen, hätte die Eintracht nicht 5:2 gewonnen sondern 0:2 verloren – und wäre so im fünften Ligaspiel in Folge sieglos geblieben. Doch in der Halbzeitpause erinnerten sich die Karlsfelder Spieler, was sie im bisherigen Saisonverlauf an die Tabellenspitze gebracht hatte. „Wir sind die nötigen Meter gegangen“, sagt Stangl.

Dominik Pöhlmann im Hinspiel Matchwinner für Eintracht Karlsfeld

Der entscheidende Spieler auf Karlsfelder Seite war Joker Martin Schön. Stangl und sein Trainerkollege Jochen Jaschke hatten den Angreifer zunächst draußen gelassen und sich für Michael Dietl als einzige Spitze entschieden. Zur zweiten Halbzeit kam Schön ins Spiel. Mit einem Hattrick innerhalb von sieben Minuten drehte er die Partie und brachte sein Team auf die Siegerstraße. Auch wenn die Startaufstellung der Karlsfelder gegen den ASV noch nicht steht, ist es schwer vorstellbar, dass Schön den Spielbeginn erneut von der Bank verfolgen wird.

Bei Karlsfelds 3:1-Auswärtssieg am Dachauer Stadtwald in der Hinrunde war Dominik Pöhlmann der Matchwinner. Der Mittelfeldspieler erzielte den ersten Doppelpack für die Eintracht seit seinem Wechsel im Sommer 2018. Obwohl der 29-Jährige für die Ordnung im Spiel des Tabellenführers zuständig ist und nicht an seinen Treffern gemessen wird, belegt er mit fünf Toren in der teaminternen Liste hinter Schön (zehn Treffer) den zweiten Rang. Unerreicht sind unter den Eintracht-Feldspielern Pöhlmanns 2130 Einsatzminuten. Diese Statistik wird er gegen den ASV ausbauen. Der einzige Spieler, der den Karlsfeldern fehlt, ist der weiterhin verletzte Fabio Palermo.

ASV Dachau: Bergner, Roth und Kobilarov fehlen gegen Eintracht Karlsfeld

Vorteil Karlsfeld, denn den Gästen aus Dachauer fehlen mehrere wichtige Spieler: Maximilian Bergner ist im Urlaub, Andreas Roth noch zwei Spiele gesperrt, Milos Kobilarov verletzt und der zuletzt angeschlagene Zvonimir Kulic laut Aussage von Trainer Bernhard Ahammer maximal eine Option für die Bank. Auch David Dworsky droht auszufallen. Ahammer möchte aber nicht klagen, sondern die positive Entwicklung seiner Mannschaft in den Vordergrund stellen.

„Die Stimmung ist nach sieben Punkten aus den drei Spielen nach der Corona-Pause gut“, so der ASV-Trainer. Vom 1:1 gegen den TSV Ampfing am vergangenen Wochenende, bei dem der Tabellennachbar am Ende nur noch acht Spieler auf dem Feld hatte, lassen sich die Dachauer den Trend nicht zerstören. „Wir hängen das nicht zu hoch. Viel wichtiger ist mir, wie wir uns präsentieren. Auch nach Fehlern pushen sich die Jungs, anstatt zu kritisieren. Der Wille und die Einstellung stimmen“, berichtet Ahammer.

Ahammer: „Wir brauchen Punkte, egal gegen wen“

Die Dachauer wissen bei aktuell drei Punkten Rückstand auf die Relegationsplätze aber auch, dass sie nicht nach Karlsfeld fahren können nach dem Motto: Wir fahren hin und schauen, was passiert. „Wir brauchen Punkte – egal, gegen wen, also auch gegen die Topteams“, fordert Ahammer, der die Eintracht in diese Kategorie einstuft. „Die Karlsfelder stehen verdient da oben. Wie hoch ihre Qualität ist, haben wir im Hinspiel gesehen. Das wird schwierig für uns“, so der ASV-Coach weiter.

Die Dachauer rechnen sich dennoch Chancen aus – und das absolut berechtigt: Sie sind seit fünf Spielen ungeschlagen und holten dabei elf Punkte. In der Rückrundentabelle liegen sie nur zwei Punkte hinter der Eintracht, obwohl die zwei Spiele mehr absolviert hat. Viel spricht für ein spannendes Derby.

(Moritz Stalter)

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