Am Ende siegten die Landshuter (weiß) über die Karlsfelder (blau) mit 2:1.
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Am Ende siegten die Landshuter (weiß) über die Karlsfelder (blau) mit 2:1.

Noch immer kein Sieg im Jahr 2020 für die Eintracht

TSV Eintracht Karlsfeld weiterhin sieglos - Landshut gewinnt dank spätem Doppelschlag

  • vonMoritz Stalter
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Die Karlsfelder konnte auch ihr drittes Ligaspiel nach dem Re-Start nicht gewinnen. Zehn Minuten vor Schluss sorgten die Tore von Sattelberger und Faye für die Niederlage des Tabellenersten.

Karlsfeld - Die Landesliga-Fußballer des TSV Eintracht Karlsfeld spüren es gerade, was es heißt, Tabellenführer zu sein. Die Gegner sind hochmotiviert und ziehen sich an Kleinigkeiten hoch. Die 1:2-Niederlage gegen die SpVgg Landshut ist ein Paradebeispiel dafür gewesen. Obwohl die Eintracht alles in der Hand hatte, blieb sie auch im vierten Spiel des Kalenderjahres 2020 sieglos. Trainer Sebastian Stangl stellte fest: „Wir verlieren Spiele, die wir im letzten Jahr noch gewonnen haben.“

TSV Eintracht Karlsfeld verzweifelt an Landshut-Keeper Johannes Huber

Die Rollenverteilung war vor der Partie klar: Karlsfeld ging als Spitzenreiter in die Partie, Landshut startete von Abstiegsrelegationsplatz 15 ins Match. Allerdings reiste die „Spiele“ nach drei Siegen in Folge mit Selbstvertrauen an.

Die erste Aktion hatten dann auch die Gäste durch Stefan Alschinger, der den Ball in der zweiten Minute an die Querlatte nagelte. Danach übernahm die Eintracht die Kontrolle. Burkibar Cisse, der nach einem Traumpass von Pascal Sattelberger durch brach, schaffte es nicht, den Ball im Tor zu versenken; er vergab die erste von vielen Eintracht-Chancen in der ersten Halbzeit. Landshuts Torhüter Johannes Huber hatte viel zu tun, er reagierte aber mehrfach ausgezeichnet und verhinderte die Karlsfelder Führung. Stangl haderte mit der Chancenverwertung seiner Spieler: „Unsere Stürmer haben gerade eine Abschlussschwäche. Das ist ein Problem, denn eine Führung würde uns mal wieder guttun.“

SpVgg Landshut mit harter Gangart

Die Gäste setzten auf Konter und hatten ebenfalls Möglichkeiten, blieben aber bis zur Pause torlos. Und noch etwas stand im von Trainer Georg Sewald ausgetüftelten Spielplan der Landshuter: Härte. Mit insgesamt sechs gelben Karten war die Zentrale der „Spiele“ am Spielende verwarnt. „Das sagte viel über ihre Gangart aus. Wir haben es aber nicht geschafft, einen Platzverweis zu provozieren“, sagte Stangl. Es passte aber ins Bild, dass die Eintracht-Führung nach einem Foul der Gäste fiel: In der 56. Minute rutschte eine Freistoßflanke von Sattelberger durch und schlug zum 1:0 ein. Da war sie, die Führung, die sich Stangl so sehr gewünscht hatte.

In der Folge wurden der Wind und der Regen im Karlsfelder Stadion stärker, doch das Spiel verflachte zusehends. Dann wechselte Gästecoach Sewald seine Offensivkräfte Vincent Ketzer, Florentin Seferi und Jerome Faye ein. Die Joker brachten Energie ins Landshuter Spiel und hatten einen großen Anteil daran, dass sich das Blatt wendete. In der 81. Minute fiel der Ball nach einer Ecke vor die Füße Seferis, der aus kurzer Distanz zum 1:1 traf. Und in der 90. Minute war es Faye, der einen Konter zum 1:2 abschloss. Davon erholte sich die Eintracht nicht mehr, das Spiel hatte die Heimelf aber vor der Pause verloren. „In der ersten Halbzeit hätten wir eine unserer Chancen nutzen müssen.“, fordert Stangl. „Jetzt gilt es, alles auf Null zu drehen und das Beste aus der Situation zu machen“, so der Eintracht-Trainer weiter.                                              stm

TSV Eintracht Karlsfeld - SpVgg Landshut 1:2 (0:0)

TSV Eintracht Karlsfeld: Dominik Krüger, Robert Zott (63. Marko Juric), Dominik Pöhlmann, Fabian Schaeffer, Fitim Raqi (63. Ivan Ivanovic (88. Paolo Albanese), Markus Huber, Lukas Paunert, Burkibar Cisse, Martin Schön (74. Lennart Sieburg), Kubilay Celik (74. Philip Lorber), Pascal Sattelberger

SpVgg Landshut: Johannes Huber, Robin Oswald (73. Valmir Alili), Robin Justvan, Kenneth Sigl (78. Florentin Seferi), Tobias Steer, Burim Zekaj, Patrick Sudol (78. Jerome Faye), Marcus Plomer, Johannes Zettl (64. Vincent Ketzer), Alexander Hagl, Stefan Alschinger

Schiedsrichter: Tobias Heuberger

Zuschauer: 80

Rote Karte: Tobias Steer (90.+4)

Tore: 1:0 (56.) – Pascal Sattelberger. 1:1 (81.) – Florentin Seferi. 1:2 (90.) – Jerome Faye.

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