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Schockmoment für den TSV Eintracht Karlsfeld: Stürmer Kubilay Celik bricht zweimal zusammen

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Gut gespielt, trotzdem verloren: Ivan Ivanovic (Karlsfeld, links) im Zweikampf mit dem Eggenfeldener Goran Sujic.
Gut gespielt, trotzdem verloren: Ivan Ivanovic (Karlsfeld, links) im Zweikampf mit dem Eggenfeldener Goran Sujic. © hab

In der Partie zwischen dem TSV Eintracht Karlsfeld und dem SSV Eggenfelden rückte das Sportliche nach dem Zusammenbruch von Kulibay Celik in den Hintergrund.

Karlsfeld – Die kleine Erfolgsserie ist gestoppt: Der TSV Eintracht Karlsfeld hat nach drei Siegen am Stück mal wieder ein Spiel in der Landesliga Südost verloren. Bei der 1:3-Heimniederlage im Topduell gegen den SSV Eggenfelden fehlten der Eintracht im letzten Drittel die Ideen. Doch das interessierte nach Spielende erst einmal niemanden. Wichtiger war, dass Kubilay Celik wohlauf ist.

Celik war in den Schlussminuten zusammengebrochen. Sein Kreislauf spielte nicht mehr mit – doch dies wusste zu diesem Zeitpunkt niemand. Erinnerungen an die Europameisterschaft und Christian Eriksen wurden wach. Der dänische Nationalspieler hatte damals einen Herzstillstand. Celik war allerdings ansprechbar. Als der Eintracht-Knipser nach einer kurzen Behandlungsphase von den Betreuern vom Platz geführt wurde, brach er noch einmal zusammen. Das Spiel war lange unterbrochen und wurde erst fortgesetzt, als Celik bei Bewusstsein ins Krankenhaus abtransportiert worden war.

„Kubi war den ganzen Tag über nicht auf der Höhe“, sagt Trainer „Jay“ Alkan. Doch dass das Spiel für ihn so enden würde, dachte er natürlich nicht. Und auch während der Partie hatte der Offensivmann seine Aktionen. Nach einer Viertelstunde setzte er den Ball knapp über die Latte des Eggenfeldener Tores. Dominik Schäffer und Lukas Paunert hatten weitere gute Möglichkeiten.

Den Treffer erzielten aber die Gäste, denn einmal passten die Karlsfelder nicht auf. Nachdem ein Pass aus der Tiefe die Eintracht-Abwehr ausgehebelt hatte, umkurvte Alexander Gordok TSV-Keeper Dominik Krüger und schob aus spitzem Winkel ein (37.).

Alkan konnte seiner Mannschaft trotz des Rückstands zur Halbzeitpause nicht viel vorwerfen. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten die Kontrolle, viel Ballbesitz und gute Gelegenheiten. Hinten haben wir wenig zugelassen.“ Nur das Tor fehlte.

Kubilay Celik greift mit dem TSV Eintracht Karlsfeld den SB Chiemgau Traunstein an.
Das Wichtigste: Kubilay Celik ist wieder wohlauf. Zweimal war der Karlsfelder Stürmer kollabiert. © hab

Nach dem Seitenwechsel wollte die Heimelf den Ausgleich. Mit zunehmender Spielzeit gingen ihr aber die Ideen im vorderen Drittel aus. Vielleicht auch, weil Celik angeschlagen war. Hinzu kam, dass die Gäste konzentriert verteidigten. „Wir wollten mit Wechseln noch einmal neue Impulse bringen, es ist aber nicht besser geworden“, so Alkan.

Ab der 89. Minute und mit Celiks Zusammenbruch rückte das Sportliche ohnehin in den Hintergrund. „Wir haben alle Angst bekommen“, berichtet Alkan. Als Celik in stabilem Zustand abtransportiert worden war, mussten die Karlsfelder das Spiel zu zehnt fortsetzen. Sie hatten bereits fünfmal gewechselt. Am Spielstand änderte sich nichts mehr.

Viel wichtiger war, dass Celik noch am Abend ein Foto aus dem Krankenhaus schickte. Im Bett, aber mit beiden Daumen hoch. Eine gute Nachricht gab es am Tag darauf nach weiteren Untersuchungen. „Alle Werte sind okay. Der Arzt meinte, dass eventuell zu wenig Wasser und zu viel Stress die Ursache gewesen sein könnte“, so Alkan. Und diese Nachricht war wichtiger als das Ergebnis gegen Eggenfelden. (stm)

Stenogramm

TSV Eintracht Karlsfeld - SSV Eggenfelden 0:1 (0:1)

TSV Eintracht Karlsfeld: Dominik Krüger, Ivan Ivanovic, Dominik Pöhlmann, Fitim Raqi, Lukas Paunert, Leon Ritter, Dominik Schäffer, Jonas Eicher, Marco Schlittmeier, Kubilay Celik, Abdul Bangura – Peter Wuthe, Fabian Schäffer, Osman Akbulut, Sebastian Schneyer, Simon Huber

SSV Eggenfelden: Marius Koskowski, Johannes Rudlof, Tobias Huber, Raphael Schmidhuber, Thomas Wohlmannstetter, Timo Schmidhuber, Manasse Francisco, Paul Angermeier, Alexander Gordok, Nico Daffner, Goran Sujic – Lukas Hochstetter, Dominik Schäffler, Maximilian Grötzinger, Jakob Reichholf

Zuschauer: 200

Tor: 0:1 (37.) – Alexander Gordok

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