Spielertrainer Alexander Schäffler hat um ein weiteres Jahr verlängert.
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Spielertrainer Alexander Schäffler hat um ein weiteres Jahr verlängert.

Um ein weiteres Jahr verlängert

Alexander Schäffler bleibt Jetzendorf treu

  • vonMoritz Stalter
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Wenig überraschend verlängert der TSV Jetzendorf den Vertrag mit Alexander Schäffler um ein Jahr. Der Spielertrainer führte den Verein in der vergangenen Saison in die Landesliga.

Jetzendorf - Der Amateurfußball pausiert, untätig sind die Vereine aber auch in Zeiten von Corona nicht. Der TSV Jetzendorf verlängerte vorzeitig den Vertrag mit Spielertrainer Alexander Schäffler um ein Jahr bis zum Ende der Saison 2021/2022. Und dies, obwohl die Grün-Weißen in der Landesliga Südwest auf einem Abstiegsplatz stehen. Ein größerer Vertrauensbeweis ist kaum möglich.

TSV Jetzendorf: „Zu 100 Prozent zufrieden“

„Es war unser absoluter Wunsch, die Zusammenarbeit mit Xandi auch in der nächsten Saison weiterzuführen. Wir sind mit der Arbeit von ihm zu 100 Prozent zufrieden – sei es die Trainingsgestaltung, der Umgang und die Führung der Mannschaft oder die Spielvorbereitung und Einstellung auf die Gegner“, sagt Fabian Leimberger, der dritte Abteilungsleiter des TSV. Doch während sich für den Klub das Ende der Zusammenarbeit nach dieser Saison keine Option darstellte, war es Schäffler, der zögerte. „Erst der Aufstieg, nun diese schwere Saison, an deren Ende wir wieder absteigen könnten. Das macht schon etwas mit einem“, erklärt Schäffler. „Ich habe mir ein paar Tage Zeit genommen und mich gefragt, ob die Energie im nächsten Jahr noch da sein wird“, so der 31-Jährige weiter. Am Ende sei es dann aber doch eine „unglaublich einfache Entscheidung“ gewesen. „Und jetzt ist alles in trockenen Tüchern und das Foto gemacht“, sagt der Spielertrainer.

Alexander Schäffler: Seit mehr als zehn Jahren in Jetzendorf

Seit mehr als zehn Jahren schnürt der Mittelfeldspieler und junge Trainer seine Fußballschuhe für die Grün-Weißen. In der Bezirksliga schnitt er mit dem TSV nie schlechter als Platz fünf ab, in der Saison 2013/14 wurde er mit 30 Toren in 28 Partien Torschützenkönig. Dreimal schrammte er in der Relegation haarscharf vorbei am Landesliga-Aufstieg. Der gelang ihm in der vergangenen Saison, seiner ersten als Spielertrainer. Nach Siegen in der Aufstiegsrelegation gegen den FC Moosinning und den SV Neuperlach durften die Jetzendorfer erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in der Landesliga antreten.

Schäffler: „Ein riesen Abenteuer“

„Ich glaube ich habe noch nie eine Mannschaft so aufopferungsvoll kämpfen sehen wie unsere Jungs. Die Zeit war endlich gekommen, das Ding nach Jetzendorf zu holen“, schrieb Schäffler in einem emotionalen Statement auf der Klub-Homepage. Dann blickte er voraus: „Das neue Jahr wird ein riesen Abenteuer! Eine Liga, die keiner kennt. Stadien, die wir noch nie gesehen haben. Eine extrem junge Truppe, die jedes Training und Spiel genießen wird. Es wird eine große Herausforderung, aber wir freuen uns darauf!“

Dieses Landesliga-Abenteuer könnte aber nach nur einer Saison vorbei sein. Zwar steigerten sich die Jetzendorfer von Spiel zu Spiel, dennoch belegen sie in der Südost-Staffel nach 27 von 34 Spielen den vorletzten Platz. Wäre die Saison in diesem Moment zu Ende, würde der TSV absteigen. Die Vereinsführung hatte aber eine steinige Saison einkalkuliert und ist weiterhin vollkommen überzeugt von Schäffler.

„Ich bin Jetzendorfer durch und durch“

„Xandi ist im kompletten Vereinsumfeld eine enorm geschätzte Person. Aus diesen Gründen war es für uns auch selbstverständlich, dass die Verlängerung unabhängig der Ligazugehörigkeit gilt“ so Leimberger. Und weiter: „Noch dazu erlebt der Xandi sowas wie seinen zweiten Frühling auf dem Platz. Wir sind froh, dass diese wichtige Personalie schon so früh geklärt ist und er auch über diese kräftezehrende Corona-Saison hinaus unser Cheftrainer bleibt.“ Und Schäffler? Der freut sich auf die kommenden Aufgaben mit dem TSV, egal, wie knifflig diese werden: „Ich bin ein Jetzendorfer durch und durch. Der TSV ist mein Verein.“ Jetzendorf und Schäffler – das passt! (Moritz Stalter)

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