Klare Angelegenheit für die Gundelfinger (schwarz).
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Klare Angelegenheit für die Gundelfinger (schwarz).

„Da muss man schon sagen: Hut ab, Gundelfingen!“

Klatsche für den TSV Jetzendorf - Resultat spiegelt Spielanteile nicht wieder

  • vonMoritz Stalter
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Die Jetzendorfer mussten sich mit 0:6 gegen Gundelfingen geschlagen geben. Jedoch spielte das Resultat, die Anstrengungen des TSV und die Spielanteile nicht wieder.

Jetzendorf - Nichts zu holen gab es für den TSV Jetzendorf im ersten Heimspiel nach der Corona-Pause. Gegen den Spitzenreiter FC Gundelfingen kassierten die Grün-Weißen eine 0:6-Klatsche. So deutlich, wie es das Ergebnis ausdrückte, lagen beide Teams in dieser Begegnung aber nicht auseinander.

TSV-Spielertrainer Alexander Schäffler war vor der Partie beeindruckt davon, wie gut organisiert und souverän die Gundelfinger in dieser Saison auftreten. Die Gäste nehmen das Motto „Die Null muss stehen!“ ernst, sie kassierten in dieser Saison erst zehn Gegentore und bieten damit die mit Abstand beste Defensive der Liga auf. Die Offensive hat ebenfalls viel Qualität, Sachlichkeit geht beim FCG aber über Show.

TSV Jetzendorf: Erster Gegentreffer nach gerade einmal elf Minuten

Einen Rückstand wollten die Jetzendorfer gegen das Gundelfinger Bollwerk vermeiden, doch nach nur elf Minuten und dem Abstaubertor von Sandro Caravetta musste der TSV einem Rückstand hinterherlaufen. Maximilian Kreitmair (16.) und Stefan Nefzger (18.) hatten zwei gute Chancen auf den Ausgleich, doch Gästetorhüter Dominik Derwein war zur Stelle. Eine weitere Qualität der Gundelfinger ist, dem Gegner wehzutun – nicht körperlich, sondern psychisch. Das gelang den Gästen vor der Halbzeit perfekt, denn innerhalb weniger Sekunden bauten Jonas Schneider per Kopf (44.) und Manuel Müller aus kurzer Distanz (45.) den Vorsprung der Gäste auf drei Tore aus.

Die Chancen der Jetzendorfer auf Punkte sanken damit gen Null, denn Gundelfingen hatte im bisherigen Saisonverlauf nur einmal drei Gegentore kassiert, dafür aber 16-mal in 23 Spielen den Kasten sauber gehalten. Das Heimteam gab aber nicht auf und erspielte sich gute Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer. Schäffler hatte nach einer Stunde zwei Kopfballchancen, brachte den Ball aber nicht über die Linie. Auch Kreitmair hatte zwei weitere gute Chancen. Es hätte auch 3:3 stehen können, blieb aber beim 0:3.

TSV Jetztendorf ließ Chancen unverwertet

In der Folge gingen die Jetzendorfer ins Risiko, was den Gundelfingern Räume brachte. Die nutzten die Gäste, genauer: Philipp Schmid, eiskalt aus. Der Co-Spielertrainer tauchte dreimal frei vor Stephan Kunert auf und ließ Jetzendorfs Schlussmann keine Chance. Die Treffer in der 64., 66. und 82. Minute bedeuteten für Schmid einen lupenreinen Hattrick, das Endergebnis von 0:6 für die Jetzendorfer die höchste Landesliga-Geschichte der Vereinsgeschichte.

Dennoch müssen sich die Jetzendorfer nicht schämen. „Auch wenn es sich komisch anhört und du nach einem 0:6 keine Argumente hast: Eigentlich haben wir gut mitgespielt und erstaunlich viele Chancen gehabt, sie sind aber eiskalt“, resümierte TSV-Spielleiter Manfred Zeindl. So sah es auch Spielertrainer Schäffler: „Das tut schon weh. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir in einem Landesliga-Spiel mal so viele Chancen von dieser Qualität hatten.“ Wie beide Teams damit umgingen, sei der große Unterschied gewesen. „Da muss man schon sagen: Hut ab, Gundelfingen!“, so Schäffler weiter.                                                                 stm

TSV Jetzendorf - FC Grundelfingen 0:6 (0:3)

TSV Jetzendorf: Stephan Kuntert, Martin Öttl, Simon Oberhauser, Benedict Geuenich (61. Ludwig Dietrich), Martin Schröder (69. Leon Grauvogl), Alexander Schäffler (69. Dominik Liebl), Stefan Nefzger, Fabian Busl, Felix Ertl (69. Wlad Beiz), Maximilian Kreitmair (80. Ivan Rakonic), Christos Papadopoulos

FC Grundelfingen: Dominik Dewein, Michael Grötzinger (69. Dennis Lechner), Tiemo Reutter, Jan-Luca Fink, Jonas Schneider (61. Julian Elze), Fabio Kühn, Maximilian Braun, Sandro Carvetta (61. Benedikt Ost), Manuel Müller (69. Johannes Hauf), Janik Noller (37. Philipp Schmid), Marius Brugger

Schiedsrichter: Michael Hochrinner

Zuschauer: 125

Tore: 0:1 (11.) – Sandro Caravetta. 0:2 (44.) – Jonas Schneider. 0:3 (45.) – Manuel Müller. 0:4 (64.) – Philipp Schmid. 0:5 (66.) – Philipp Schmid. 0:6 (82.) – Philipp Schmid.

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