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Der TSV Jetzendorf hat gegen den SV Egg einen wichtigen Sieg eingefahren 

Drei Tage nach Frautag auch auf dem Platz erfolgreich

TSV Jetzendorf siegt im Charaktertest gegen den SV Egg

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Am Donnerstag hatten die Spieler des TSV Jetzendorf den Frautag gefeiert. Drei Tage später stand der Charaktertest gegen den SV Egg an der Günz an.

Denn: Wer feiern kann, muss sich auch bei hohen Temperaturen quälen können. Das ist den Jetzendorfern eindrucksvoll gelungen. Sie haben den davor dreimal in Folge siegreichen SV Egg mit 2:1 bezwungen. Die Belohnung: In der Tabelle stehen die erstmals seit dem ersten Spieltag wieder über den Abstiegsrelegationsplätzen. 

Bei den Jetzendorfern gab Martin Öttl sein Comeback. Der Außenverteidiger hatte aufgrund von Rückenproblemen seit dem dritten Spieltag nicht mehr gespielt, gegen den SV Egg führte er sein Team als Kapitän aufs Feld. Die Klubs aus den ligaweit kleinsten Gemeinden – in Jetzendorf leben rund 3 000 Menschen, in Egg an der Günz sogar nur 1 100 – lieferten sich ein Duell auf gutem Landesliga-Niveau. Die erste Chance hatten die Gäste aus dem Unterallgäu bei einem Freistoß, der einen halben Meter über die Latte segelte. 

Der SV Egg zeigte, dass er spielerisch zu den guten Teams der Liga gehört. „Sie haben variabel und schnell nach vorne gespielt“, sagte Jetzendorfs Spielleiter Manfred Zeindl. Das Tor schoss aber der TSV. Nach einer Flanke von Martin Öttl erzielte Martin Schröder die Führung für den Aufsteiger (21.). Wenig später hatten die Gäste die Riesenchance auf den Ausgleich, der ihnen aus äußerst kuriosen Umständen verwehrt blieb. Nach einem Schuss trudelte der Ball auf die Torlinie des Jetzendorfer Tores zu, Torhüter Dennis Pöllner war bereits geschlagen. Auf der Linie lag ein Spieler der Gäste, der sich gerade aufrichten wollte und dabei mit der Hand den sicheren Treffer seiner Mannschaft verhinderte. „Da haben wir wirklich Glück gehabt“, sagte Zeindl. 

Glück hatten die Jetzendorfer auch im direkten Gegenzug, denn Rene Hamanns Schuss aus 18 Metern wirkte nicht unhaltbar – und landete dennoch im Tor (30.). „Wir haben kämpferisch dagegengehalten und auch spielerisch überzeugt, die Führung zur Halbzeit war aber dennoch glücklich“, so Zeindl in der Pause. Dann fügte er an: „Das Ding ist noch nicht durch. Die Mannschaft, die den Sieg mehr will, wird ihn holen.“ Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild wie in der ersten Halbzeit: Egg spielte stark, Jetzendorf investierte viel – und hatte ebenfalls Möglichkeiten. In der 56. Minute lief Marc Peuker auf das Tor der Gäste zu, Maximilian Heinle stoppte den Angreifer und kassierte zurecht wegen seiner Notbremse die rote Karte. „Das 3:0 wäre die Entscheidung gewesen“, sagte Zeindl. 

Ein 2:0 und ein Spieler mehr auf dem Platz ist ebenfalls eine gute Ausgangslage – aber auch gefährlich. Die Gäste gingen nun volles Risiko, die Jetzendorfer bekamen dadurch Räume. Bis auf einen Lattenschuss von Spielertrainer Alexander Schäffler nutzten die Jetzendorfer den Platz aber nicht (71.). „Ihr Risikospiel hat uns Räume gebracht, die haben wir aber nicht genutzt“, sagte Zeindl. Und dann wurde es spannend: Torhüter Dennis Pöllner foulte einen Spieler der Gäste. Michael Seidel verwandelte den Elfmeter (80.). Jetzendorf wackelte. Wenig später zog Eggs David Schropp ab, sein Schuss aus 20 Metern landete an der Latte. 

Der TSV sehnte den Abpfiff herbei – und der kam beim Stand von 2:1. „Am Ende war es ein glücklicher Sieg“, so Zeindl. 

Stenogramm 

TSV Jetzendorf: Dennis Pöllner, Martin Öttl, Leon Grauvogl, Josef Keimel (61. Alexander Schäffler), Benedict Geuenich, Marc Peuker (68. Felix Ertl), Martin Schröder (73. Ivan Rakonic), Rene Hamann, Fabian Busl, Stefan Kellner, Christos Papadopoulos.

SV Egg: Patrick Drexel, Michael Seidel, Julian Singer, Christian Mayer, Maximilian Heinle, Simon Schropp, Joshua Steck (76. Alexander Heiligsetzer), Christian Jehle, David Schropp, Thomas Hölzle (68. Christoph Kees), Sebastian Egger. 

Schiedsrichter: Alexander Schkarlat. 

Zuschauer: 310. Rote Karte: Maximilian Heinle (57.). 

Tore: 1:0 (22.) – Martin Schröder. 2:0 (28.) – Rene Hamann. 2:1 (80.) – Michael Seidel (Elfmeter).

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