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TSV Jetzendorf: „Extrem bitter“ - Schäffler hadert mit Weißenburgs Last-Minute-Ausgleich

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Alexander Schäffler, Spielertrainer des TSV Jetzendorf, im Gespräch mit seiner Mannschaft.
Alexander Schäffler, Spielertrainer des TSV Jetzendorf, im Gespräch mit seiner Mannschaft. © HAB

Bittere Pille für den TSV Jetzendorf: In Weißenburg wähnte sich die Schäffler-Elf lange auf der Siegerstraße, doch in letzter Sekunde kassierte sie den Ausgleich.

Jetzendorf – Beim Blick auf die Live-Tabelle hätten sich die Jetzendorfer Fußballer wohl die Augen reiben, hätten Sie Zeit dazu gehabt: Zwischenzeitlich führten sie die Tabelle der Landesliga Südwest an. Ein Gegentreffer in der Nachspielzeit erdete den Aufsteiger. Doch so enttäuschend der späte 2:2-Ausgleich beim TSV 1860 Weißenburg auch war – die Grün-Weißen konnten sich mit etwas Abstand über den Punkt freuen.

„Weißenburg ist eine sehr gute Landesligamannschaft. Wir mussten alles reinwerfen, am Ende ist uns aber die Kraft ausgegangen“, sagte der Jetzendorfer Spielertrainer Alexander Schäffler.

Die Gäste waren mit dem Ziel angereist, erstmals in ihrer Landesliga-Historie drei Spiele in Folge zu gewinnen – und damit die Englische Woche mit der Maximalpunktzahl abzuschließen. Die Schäffler-Elf startete selbstbewusst und machte dort weiter, wo sie gegen Gersthofen aufgehört hatte. Dominic Reisner legte mit dem Kopf ab, und Max Kreitmair knallte den Ball aus 16 Metern volley in die Maschen (5.). Ein besonderer Moment für die Grün-Weißen, denn die kletterten durch die Führung in der Blitztabelle auf Rang eins.

Weißenburg entpuppte sich aber bereits in der Anfangsphase als harter Widersacher. Nur vier Minuten nach der TSV-Führung erzielte Jonas Ochsenkiel das 1:1 und nahm den Jetzendorfern erst einmal den Wind aus den Segeln. Die Tabellenführung war ebenfalls dahin. Die Gäste erspielten sich in der Folge keine gefährlichen Toraktionen. In der 28. Minute bekamen sie aber einen Freistoß in aussichtsreicher Position. Diesen verwandelte Reisner mit seinem starken linken Fuß zum 2:1. So stand es auch nach 45 Minuten.

TSV Jetzendorf trotz Remis in Weißenburg mit starker Englischer Woche - sieben Punkte aus drei Spielen

Weißenburg brauchte eine Reaktion – und die Heimelf lieferte ab. Für die Jetzendorfer wurde es nun ungemütlich, denn der Druck auf die Defensive wurde immer größer. Immer wieder tauchten die Gastgeber gefährlich vor dem Tor von Jeremy Manhard auf. Nach einer Stunde kassierte dann auch noch Josef Keimel eine Zehn-Minuten-Strafe. Die Unterzahl zog den Gästen endgültig den Stecker.

„Die Jungs sind noch mal über sich hinausgewachsen, aber hinten raus hatten wir kaum noch Entlastung. Und dann ist’s passiert“, so Schäffler. In der 96. Minute, also in letzter Sekunde, erzielte Lukas Siol den Ausgleichstreffer zum 2:2-Endstand. „So spät ist natürlich extrem bitter“, sagte der Jetzendorfer Coach, der es sportlich nahm: „Klar, im ersten Moment fühlt es sich wie eine Niederlage an. Aber das Unentschieden geht in Ordnung. Weißenburg hat es sich aufgrund der zweiten Halbzeit verdient.“

Dennoch war Schäffler mit der Englischen Woche sehr zufrieden. Jetzendorf holte sieben Punkte aus drei Spielen und gehört aktuell zu den erfolgreichsten Teams der Liga. Die Entwicklung gegenüber der ersten Landesliga-Saison 2019/21, die mit dem Abstieg änderte, ist deutlich zu sehen. Können die Jetzendorfer ihre Form halten, haben sie sehr gute Chancen auf den Klassenerhalt. (stm)

Stenogramm

TSV 1860 Weißenburg - TSV Jetzendorf 2:2 (1:2)

TSV 1860 Weißenburg: Jonas Herter, Johannes Meyer, Marco Jäger, Lukas Siol, Philipp Meier, Ferat Nitaj, Jonas Ochsenkiel, Daniel Hofrichter, Robin Renner, Tom Vierke, Zijad Eco – Max Pfann, Maik Wnendt, Philipp Schwarz, Fabian Häßler

TSV Jetzendorf: Jeremy Manhard, Florian Radlmeier, Ferdinand Els, Leon Grauvogl, Josef Keimel, Maximilian Kreitmair, Markus Pöllner, Alexander Schäffler, Luis Sarisakal, Dominic Reisner, Wlad Beiz – Lorenz Kirmair, Dominik Liebl, David Raabe, Marc Peukert

Zuschauer: 150

Tore: 0:1 (5.) – Maximilian Kreitmair. 1:1 (9.) – Jonas Ochsenkiel. 1:2 (28.) – Dominic Reisner. 2:2 (90.+6) – Lukas Siol

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