Klaus Kirschner (Abteilungsleiter vom SV Ampermoching) spricht sich gegen die BFV-Beschlüsse aus

Stimmen aus den Vereinen zu den Plänen des bayerischen Fußballverbands

SV Ampermoching: klar für Abbruch der aktuellen Saison - Neustart im September

  • vonRobert Ohl
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Thomas Schwaiger (Abteilungsleiter des TSV Schwabmünchen) und Klaus Kirschner (Abteilungsleiter SV Ampermoching) reagieren unterschiedlich auf die BFV-Beschlüsse.

Stimmen aus den Vereinen zu den Plänen des bayerischen Fußballverbands:

Streichung der Saison 2020/21 wohl vernünftigste Alternative

Thomas Schwaiger (33), Abteilungsleiter TSV Schwabhausen Kreisklasse: „In der jetzigen Zeit, steht natürlich die Gesundheit der Spieler, Trainer und Betreuer an oberster Stelle. Es ist deshalb auch richtig, die aktuelle Saison zu unterbrechen und hoffentlich ab September fortzuführen. Die Entscheidungen sollen auf sportlicher Ebene fallen. Aufgrund des zeitlichen Mangels gibt es wohl keine vernünftigere Alternative, als die Saison 2020/21 ausfallen zu lassen. Es sind noch einige Spiele der aktuellen Saison zu spielen. Für einige Teams fallen zudem noch Relegations- und Entscheidungsspiele an. Die Spiele können nicht zusätzlich unter der Woche stattfinden, da die Spieler berufstätig sind. Wir wissen auch nicht, wie sich die aktuelle Covid-19-Situation weiterentwickeln wird, daher ist es sinnvoll, auch wegen der Termine flexibel zu bleiben.“

„Die Petition zum Abbruch unterstützen wir“

Klaus Kirschner (39), Abteilungsleiter SV Ampermoching, A- Klasse: „Wir sind klar für einen Abbruch der Saison 2019/2020 und einen Beginn der Saison 2020/2021 am 1. September. Die Petition zum Abbruch unterstützten wir. Bei einem Saisonabbruch könnten wir auch die Wechselperiode im Sommer mit geregelten Ablösesummen beibehalten und die nächste Saison vernünftig planen. Wenn die nächsten beiden Wechselzeiträume mit frei verhandelbaren Ablösesummen kommen, wird es nur extrem hohe Ablösesummen geben, die Vereine in den unteren Ligen kaum bezahlen können. Oder es wird eben keine Wechsel geben, weil die Spieler ansonsten sechs Monate gesperrt werden. So wie es jetzt beschlossen ist, ist es keine Hilfe für die Vereine, sondern es erschwert nur, neue Spieler zu verpflichten und die eigenen Spielerbei Laune zu halten für die noch ausstehenden elf Spiele in dieser Saison. Dass diese Situation und die Entscheidung für den BFV schwierig ist, steht außer Frage, allerdings ist diese Saison durch die lange Pause sowieso schon zerstört. Ein Neubeginn im September, auch mit dem Risiko, dass man wieder unterbrechen muss, erscheint uns als die bessere Lösung.“

ROBERT OHL

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