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Ugur Alkan über „Herzensangelegenheit“ TSV Karlsfeld: „Versuchen, attraktiven Fußball zu spielen“

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Von: Vinzent Fischer

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Freut sich auf seinen neue Aufgabe: Ugur „Jay“ Alkan.
Freut sich auf seinen neue Aufgabe: Ugur „Jay“ Alkan. © RO

Der TSV Eintracht Karlsfeld wird in der kommenden Saison bekanntlich von einem anderen Trainer-Duo gecoacht. Der neue Cheftrainer Ugur „Jay“ Alkan ist exklusiv im Interview.

Der TSV Eintracht Karlsfeld wird in der kommenden Saison von Ugur „Jay“ Alkan trainiert. Zur Seite stehen wird ihm dabei Niki Schäffer, er wird als spielender Co-Trainer als Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer fungieren. Die letzten vier Jahre war der 39-Jährige beim TSV 1865 Dachau als Sportlicher Leiter aktiv. In der vergangenen Saison lief es gar nicht gut, am Ende konnte man in der Abstiegs-Relegation der Bayernliga das Schlimmste verhindern - auch in der kommenden Saison spielen die Dachauer in der fünften Liga. Genau dahin will Alkan mit seinem Verein, dem TSV Eintracht Karlsfeld. In der letzten Saison war man als Tabellenvierter davon nicht weit entfernt. Ob‘s direkt in seiner Debüt-Saison klappt? Eins ist sicher: „Jay“ Alkan ist heiß auf seine Aufgabe als Trainer. Im Interview mit spricht er über seine zuletzt schwierige Zeit in Dachau, seinen Respekt vor seinen Vorgängern in Karlsfeld, über seine persönlichen Motivationen und Vieles mehr.

Was hast du dir für deine neue Aufgabe als Coach des TSV Eintracht Karlsfeld vorgenommen?

Als erstes freue ich mich, dass ich als Trainer bei meinem Heimatverein coachen darf. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit. Ich hatte sehr interessante Angebote, aber beim ersten Gespräch mit den Verantwortlichen von Karlsfeld habe ich gemeint ‚wenn ihr wollt, lass ich alles andere liegen‘. Dann ging es schnell. Wenn ich mir die Spielertypen von Karlsfeld anschaue, will jeder viel mit dem Ball spielen. Deswegen werden wir versuchen, einen attraktiven Fußball zu spielen. An der Spielidee werden wir von Anfang an trainieren.

Nach vier Jahren beim TSV 1865 Dachau übernimmst du wieder einen Trainer-Posten. Welcher der beiden Jobs gefällt dir besser?

Mir gefällt beides grundsätzlich. Nur als Sportlicher Leiter ist man halt nicht intensiv an der Mannschaft oder an taktischen Sachen dran und das hat mir total gefehlt. Deswegen wollte ich als Trainer wieder coachen und dass es jetzt bei Karlsfeld ist, ist halt genial.

Am Schluss gab es einfach deutlich unterschiedliche Meinungen bezüglich Verständnis und Strategie.

Ugur Alkan über die Trennung mit TSV 1865 Dachau

Dein Rückzug als Abteilungsleiter bei 65 verlief nicht gerade geräuschlos. "Es sind einige Dinge in der Abteilung passiert, die mir nicht gefallen haben. Ich konnte mein Ding nicht mehr so durchziehen wie ich es mir vorgestellt hatte", hast du damals erklärt. Was genau ist vorgefallen?

Ich hatte eine sehr schöne und vor allem wertvolle Zeit bei Dachau. Ich habe in der Fußball-Abteilung sehr tolle Spieler und Trainer sowohl in der Jugend als auch bei den Herren kennenlernen dürfen. Dafür bedanke ich mich sehr. Als dann die Fußball-Abteilung plötzlich ohne Abteilungsleiter da stand, habe ich meine Unterstützung angeboten, dass die Abteilung einen Halt hat. Am Schluss gab es einfach deutlich unterschiedliche Meinungen bezüglich Verständnis und Strategie. Deswegen hat es einfach nicht mehr geklappt. Jetzt bin ich froh, dass ich eine neue Herausforderung mit einer neuen Zielsetzung habe.

Wie erklärst du dir, dass der Verein in den letzten beiden Spielzeiten so stark hinter den Erwartungen zurückblieb?

Da habe ich eine ganz klare Meinung, aber das bleibt intern.

Nach vier Jahren TSV 1865 Dachau: Neue Herausforderung bei TSV Eintracht Karlsfeld

Der TSV Dachau ist dem Abstieg in der Landesliga gerade so entgangen, die Eintracht aus Karlsfeld tritt auch in der kommenden Saison dort an. Nach einer starken Hinrunde fehlte in der Rückrunde die Konstanz für den Aufstieg. Was willst du in der kommenden Spielzeit anders als bislang machen?

Erstmal haben der Jogi und der Sebi (ehemaliges Trainer-Duo von Eintracht Karlsfeld, Anm. d. Red.) es in den letzten Jahren überragend gemacht. Auch die Übergabe war sehr stark. Wir werden die Philosophie vom Verein weiterführen. Taktisch werden wir nicht alles auf den Kopf stellen, aber jeder Trainer hat eine andere Spielidee.

Wie wird die Zusammenarbeit mit Niki Schäffer aussehen?

Hervorragend, dass es geklappt hat. Am Anfang hätte ich nie gedacht, dass er auf den Trainer-Job Bock hätte. Dann haben wir telefoniert und es stellte sich heraus, dass er Lust hätte. Da war das Thema für mich durch. Der Niki - so nett wie er privat ist, so aggressiv ist er auf dem Platz. Seine Impulse werden mega wichtig sein für unser Spiel. Bei Karlsfeld allgemein sind immer bis zu 20 Spieler im Training. Deswegen werden wir die Aufgaben/ Übungen verteilen. Als 3. Trainer steht auch noch Mohamed Ouaad zu Verfügung, der zuletzt ein Praktikum bei der Ersten von Dachau 65 absolviert hat. Flo Beutelhauser, der Coach der Zweiten, wird uns in der Vorbereitung auch unterstützen. Er ist auch ein sehr wichtiger Mann im Verein.“

Das Gespräch führte Vinzent Fischer.

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