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Nicht zu stoppen sind Stefan Vötter & Co. in der Landesliga, der ASV ist das Team der Stunde im Südosten.

Eiskalter Auftritt im Schmelztiegel des SB

Unglaublicher ASV: Dachau überrollt den Chiemgauer Sportbund

Der ASV Dachau eilt in der Fußball-Landesliga weiter von Erfolg zu Erfolg. Das Team vom Stadtwald ließ sich auch von der Hitze und der großen Kulisse beim SB Chiemgau Traunstein – 710zahlendenZuschauer – nicht einschüchtern, der Gast gewann die Begegnung nach einer torlosen ersten Halbzeit noch klar

Die Dachauer haben beim Aufsteiger aus Traunstein dort weitergemacht, wo sie gegen Deisenhofen eine Woche zuvor aufgehört hatten. Seitdem die Mannschaft läuferisch in jedem Spiel an der Leistungsgrenze kratzt, ist sie nicht mehr aufzuhalten. Auch offiziell 710 Zuschauer brachten die Dachauer nicht aus der Ruhe. Sie verteidigten erneut diszipliniert und pressten so früh auf die gegnerischen Spieler, dass diese gar nicht dazu kamen, ihre Angriffe konstruktiv aufzubauen.

Und so ganz nebenbei verhinderten die Dachauer durch dieses resolute Auftreten ein Hochkochen der Stimmung im gut gefüllten Stadion. „Meiner Meinung nach waren das sogar mindestens 800 Leute. Ich will gar nicht wissen, was da los gewesen wäre, wenn die Hausherren ein Tor geschossen hätten“, staunte ASV-Coach Frank Peuker. Nur einmal musste sein junger Schlussmann Artem Bykanov bei einem 20-MeterSchuss aus zentraler Position eingreifen, ansonsten war vor dem Gästekasten wenig los. Die Dachauer klopften vor dem Wechsel zweimal bei den Traunsteinern an.

Lukas Schmitt scheiterte zunächst bei einem Schuss von der Strafraumgrenze und dann – nach einem Pass von Maximilian Bergner – freistehend vor SB-Keeper Issa Ndiaye. Zu mehr reichte es zunächst trotz spielerischer Überlegenheit nicht, da die ASV-Spieler den letzten Pass meist zu unsauber spielten. Im Stile einer Spitzenmannschaft ließen sie sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen, wohl wissend, dass sie mit zunehmender Spieldauer weitere Chancen bekommen würden. Nach dem Wechsel störten die Gäste noch früher, und auch der Ball in die Spitze kam nun häufiger an. Während die Hausherren nur einen gefährlichen Angriff über außen initiierten, bei dem allerdings der Abnehmer in der Mitte fehlte, wurden die Gäste von Minute zu Minute stärker und zwingender.

In der 68. Minute war es mal wieder Philipp Schmidt, der mit seinem Treffer die Gäste auf die Siegerstraße brachte. Die Vorentscheidung fiel elf Minuten später: Nach einem zu kurzen Rückpass der Hausherren setzte ASV-Neuzugang Pirmin Lechthaler den heraus geeilten SB-Keeper Ndiaye unter Druck, er zwang ihn so zu einem unkontrollierten Befreiungsschlag. Dimitrios Papadopoulos stand goldrichtig, riskierte aus 45 Metern einen Sonntagsschuss aufs leere Tor – und hatte Erfolg.

Beim Rettungsversuch prallte Ndiaye mit einem Mitspieler so heftig zusammen, dass er sich schwer verletzte. Nach der zehnminütigen Spielunterbrechung ging bei den Traunsteinern nichts mehr, der Schock saß offenbar zu tief. Maximilian Bergner (89.) und der lange verletzte Dennis Bergmann (90.) erhöhten in der Schlussphase noch auf 4:0. „Der Sieg war hochverdient, auch wenn er vom Ergebnis her etwas zu hoch ausgefallen ist“, meinte ASVCoach Frank Peuker nach dem Schlusspfiff. „Das Zusammenspiel aller Mannschaftsteile funktioniert gerade sehr gut, auch läuferisch war das wieder eine starke Leistung. Trotzdem wollen wir uns noch weiter entwickeln“, so Peuker nach dem sechsten Sieg in Folge.

Quelle: fussball-vorort.de

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