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Sebastian Stangl will mit Karlsfeld wieder punkten.

Auswärtsspiel bei Unterföhring

Nach zwei Niederlagen in Folge: Tabellenführer Karlsfeld will Re-Start-Bilanz verbessern

  • vonMoritz Stalter
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Tabellenführer TSV E. Karlsfeld steckt nach zwei Niederlagen in Folge in einer „Mini-Krise“. Gegen Unterföhring will das Stangl-Team wieder punkten. 

FC Unterföhring – TSV E. Karlsfeld

Samstag, 17.30 Uhr:Für den TSV Eintracht Karlsfeld lief es in der laufenden Landesliga-Saison lange wie am Schnürchen. Im Kalenderjahr 2020 ist der Tabellenführer jedoch sieglos, am vergangenen Wochenende kassierte er beim 1:2 gegen Landshut die zweite Niederlage in Folge - eine unschöne Premiere in dieser Spielzeit. „Was die Punkteausbeute betrifft, war es ein verkorkster Re-Start“, sagt Trainer Sebastian Stangl, der am heutigen Samstag beim FC Unterföhring beide Serien auf einen Schlag beenden möchte.

Stangls Zusatz „was die Punkteausbeute betrifft“ bedeutet aber auch, dass der Trainer nicht nur schlechtes von seiner Mannschaft gesehen hat. Spielerisch stimmte die Leistung am vergangenen Wochenende gegen Landshut in den ersten 45 Minuten, doch die Karlsfelder ließen vor der Pause eine Reihe guter Chancen aus. „Unsere Stürmer haben gerade eine Abschlussschwäche“, stellte Stangl fest. An der arbeitete die er mit seinen Spielern unter der Woche.

Im Gastspiel beim FC Unterföhring fordert Stangl von seinen Spielern, dass sie sich „an die Grundwerte zurückerinnern“. Er sagt: „In der Vorrunde haben wir die engen Spiele gewonnen, weil wir an unser Maximum gekommen sind. Da müssen wir wieder hin.“ Das Hinspiel gegen Unterföhring gehörte demnach zu Ausnahmen. Im September 2019 hatte die Eintracht im eigenen Stadion mit 0:2 den Kürzeren gezogen. „Die Unterföhringer waren spielerisch stark. Wir haben damals berechtigt verloren“, erinnert sich Stangl.

Unterföhring hat Qualität im Kader und in allen Mannschaftsteilen Spieler, die bereits höherklassig Erfahrungen sammelten: Kapitän Alexander Faber, Michael Marinkovic und Maximilian Lüftl sind nur einige der starken FCU-Einzelspieler, die in der Regionalliga oder sogar dritten Liga auf dem Platz gestanden hatten. Dennoch hängt der Absteiger im Tabellenmittelfeld fest. Ein Grund ist die Flut an Platzverweisen - teilweise durch Undiszipliniertheiten verursacht.

Vor dem Nachholspiel am vergangenen Dienstag hatte sich Trainer Zlatan Simikic deshalb gewünscht, „dass wir dieses Spiel mit elf Mann beenden werden“. Seine Worte kamen offenbar nicht an, denn Tayfun Arkadas holte sich nach einer Stunde wegen wiederholten Reklamierens die Ampelkarte ab. Es war die zehnte Herunterstellung in dieser Saison (sechsmal Gelb-Rot, viermal glatt Rot). Am Ende unterlag Unterföhring deutlich mit 1:4. Anstatt auf den fünften Platz zu springen, blieb der FCU im Niemandsland der Tabelle auf Rang acht.

Karlsfelds Trainer Stangl hat die Situation beim Gegner verfolgt, möchte sich aber auf sein Team konzentrieren. Die Perspektivspieler, die gelegentlich bei der ersten Mannschaft mitmachen dürfen, trainierten in dieser Woche bei der zweiten Mannschaft. „Wir fokussieren uns auf den Kernkader“, so Stangl. Bis auf die verletzten Marko Juric und Fabio Palermo kann er in Unterföhring die bestmögliche Elf aufbieten. Und die soll die Wende schaffen. „Zwei Niederlagen in Folge waren ungewohnt. Wir lassen uns davon aber nicht verunsichern und werden selbstbewusst ins Spiel gehen“, sagt Stangl. (stm)

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