65 verpasst den achten Heimsieg nur knapp

Weil der Hauptplatz des TSV 1865 Dachau auf der einen Seite durch die angrenzende Jahnhalle und auf der anderen Seite durch hohe Bäume weitestgehend windgeschützt ist, konnte die Bezirksliga-Partie am Samstag trotz eines böigen Sturmes wie geplant angepfiffen werden.

"Unangenehmer als der Wind war die nasse Kälte", bestätigt 65-Trainer Herbert Richter. "Aber auf dem Nebenplatz, auf dem wir uns warmgespielt haben, hätte nicht gespielt werden können, das wäre irregulär gewesen, so wie der Wind da geblasen hat."

Dass der um den Titel in der Gruppe Nord mitspielende TSV 1865 Dachau gegen das Mittelfeldteam aus Oberhaunstadt über ein Unentschieden nicht hinausgekommen ist, hat er sich allerdings selbst zuzuschreiben. Stefan Keller, Martin Handel & Co. vergaben im Verlauf der abwechslungsreichen 90 Minuten mindestens ein halbes Dutzend ausgezeichneter Torchancen.

Beinahe hätte einer von Sebastian Zichs berühmten Geniestreichen die Partie zu Gunsten des Gastgebers entschieden. Der mit allen Wassern gewaschene Allrounder hatte bereits im Hinspiel für Furore gesorgt, als er einen Freistoß blitzschnell ausführte und seinen Mitspieler Martin Handel bediente, der dann keine Mühe hatte, sein Team mit 1:0 in Führung zu bringen. Diesmal erkannte Zich, beim Stande von 1:1, dass die Abwehr des Gastes nach einem Freistoßpfiff noch damit beschäftigt war, die Mauer zu stellen, als Schiedsrichterin Iris Spitaler den Ball frei gab. Diesmal versuchte es Zich nicht mit einer Flanke, er zog direkt ab. Der Ball flog allerdings genau in die Tormitte, wo der Oberhaunstädter Keeper Klaus Honetschläger auf dem Posten war und den Ball parierte. "Das war schade, hätte Sebastian die Kugel ein klein wenig platzierter geschossen, wäre das das 2:1 für uns gewesen", trauerte Richter der vergebenen Großchance nach.

Der kurzfristig auch noch ohne den an Grippe erkrankten Markus Purkhardt angetretene TSV 1865 Dachau hatte Probleme, die vielen Ausfälle zu kompensieren. Riesenpech hatte Markus Humennyj. Er, der wegen einer Verletzung des Syndesmosebandes im Sprunggelenk eine achtwöchige Pause hatte einlegen müssen, musste gleich bei seinem ersten Saisoneinsatz im Dachauer Bezirksligateam nach einer Stunde wieder ausgewechselt werden. "Ich fürchte, es ist wieder das gleiche wie vor zwei Monaten", stöhnte der Ober-Pechvogel, nachdem er das Spielfeld verlassen hatte. "Die Symptome sind auf jeden Fall genau die gleichen wie damals."

Trotz des mageres Remis' zog Richter nach dem letzten Heimspiel im Jahr 2007 eine positive Zwischenbilanz: "Wir haben von unseren neun Heimspielen sieben gewonnen und nur eines verloren. Wenn wir nächstes Jahr so weiter machen, bleiben wir oben dran."

TSV 1865 Dachau - TSV Oberhaunstadt 1:1 (1:1) 1865 Dachau: Klement, Woye, Neff, Humennyj (63. Vogt), Fischer, Tundo, Zich, Emonts (85. Weigl), Handel (73. Ugur), Keller, Rost Oberhaunstadt: Honetschläger, Gensberger (81. Wieczorek), Hofmeier, Ries, G. Müller (79. Rosing), Finkenzeller, Mayer, M. Müller (72. Eck), Richter, Miholic Schiedsrichterin: Iris Spitaler (Moosburg) Zuschauer: 50 Tore: 1:0 (25.) - Thomas Finkenzeller befördert das Spielgerät nach einem Rückpass des auf der linken Außenbahn bis an die Grundlinie vorgestoßenen Sebastian Zich vor dem einschussbereiten Martin Handel ins Netz des eigenen Tores. 1:1 (45.) - Martin Handel lässt Michael Müller nach vorne entwischen. Der Oberhaunstädter bedient Thomas Hofmeier, dessen Kopfball aus kurzer Entfernung von 65-Keeper Franz Klement in meisterlicher Manier parier werden kann. Doch lange kann sich der Dachauer Torwart über diese Glanztat nicht freuen, denn der Ball landet genau auf der Stirn von Robert Miholic, der natürlich keine Mühe hat, die Kugel ins leere Tor zu befördern.

Rolf Gercke

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