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Deutschlandweit protestierten die Fans wie hier beim Spiel zwischen den Löwen und Zwickau gegen die geplante 3.Liga-Reform des DFB. 

„Das ist eine isolierte Aktion“

Regionalligisten ärgern sich über Protestaktion der 3. Liga

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Christoph Heckl (FC Ingolstadt 04 II) und Markus Clemens (SV Schalding-Heining), die Sprecher der Regionalliga Bayern, kritisieren den Fan-Boykott und erinnern die bayerischen Drittligisten an die Vergangenheit. 

Die Vereinsvertreter der Regionalliga Bayern haben die für den laufenden Spieltag angekündigte Protestaktion aller 20 Vereine in der 3. Liga im Zuge der aktuellen, kontroversen Diskussion um die Regionalliga-Reform mit Befremden zur Kenntnis genommen. Dass der Ball bei allen Drittliga-Partien vom zurückliegenden Freitag an bis zum heutigen Montag in der ersten Minute des jeweiligen Spiels nach Anpfiff nicht rollen soll und die Klubs auf die schnellstmögliche Rückkehr zu drei Absteigern und einer alternativlosen Erhaltung der Drittliga-Eingleisigkeit pochen, sehen Christoph Heckl (FC Ingolstadt 04 II) und Markus Clemens (SV Schalding-Heining), die Sprecher der Regionalliga Bayern, als vollkommen falsches Signal: „Das ist eine isolierte Aktion, die einzig und alleine auf die Belange der Drittligisten aufmerksam machen soll. Das hebelt das Gemeinschaftsgefüge aus, isoliert die Regionalligisten und konterkariert den Solidaritätsgedanken. Der momentan laufende Protest und das Verhalten der Drittligisten tut der Gesamtsituation alles andere als gut.“

„Bis vor kurzem noch ihre Heimat in der Regionalliga“

Heckl, der auch bayerischer Regionalligavertreter in der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingesetzten Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform ist, betont dabei, ebenso wie sein Mitstreiter Clemens, dass es bei allen relevanten Themen rund um die Regionalliga Bayern sowie deren Zukunft in punkto einer Reduzierung auf vier Ligen stets die bayerischen Drittligisten aus Würzburg, Unterhaching und des TSV 1860 München mit eingebunden waren.

Christoph Heckl (49), der in der Saison 1991/1992 für den damaligen Landesligisten und jetzigen Regionalligisten FC Pipinsried gespielt hat, betont in einer Presseerklärung: „Mit uns hat kein bayerischer Drittligist Verbindung aufgenommen und uns auch jetzt nicht wenigstens von den Protestplänen in Kenntnis gesetzt. Die Vertreter der Regionalliga Bayern und der Bayerische Fußball-Verband haben die bayerischen Drittligisten in alle Prozesse fortwährend eingebunden. Bis heute ist uns weder aus Würzburg, noch aus Unterhaching oder von den Löwen auch nur im Ansatz ein Vorschlag bekannt, wie sie sich die Umsetzung der Reform vorstellen. Stattdessen vertreten sie jetzt einzig und alleine die Interessen der Drittligisten. Wir sollten nicht vergessen, dass alle drei aktuellen bayerischen Drittliga-Klubs bis vor kurzem noch ihre Heimat in der Regionalliga Bayern hatten. Diese Vereine müssten daher nur zu gut wissen, dass es einen Schulterschluss braucht, um Ziele gemeinsam zu erreichen. Für unser Dafürhalten ist dieser Alleingang in Form der Protestaktion – nicht nur aus bayerischer Sicht – kontraproduktiv. Trotzdem wird die Regionalliga Bayern weiterhin die bayerischen Drittliga-Vertreter einladen, die Prozesse mitzugestalten. Denn bei all unseren Überlegungen haben wir stets die Situation der Drittligisten miteinbezogen. Das wurde umgekehrt jetzt in Würzburg, Unterhaching und beim TSV 1860 verpasst.“ 

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