Zwei kuriose Tore im 65-Stadion

- TSV Dachau erreicht gegen Spitzenreiter FC Unterföhring ein 1:1

TSV 1865 Dachau - FC Unterföhring 1:1 (1:0):

1865 Dachau: Klement, Muslijevic, Neff, Hörmann, Fischer, Ahammer, Zachan, Szintai (26. Holzmann), Bläser, Purkardt, Shannik

Unterföhring: Kleemann, Minichiello, Meier, Jaworeck (38. Lippert), Naglitsch, Kralus (85. Taukovic), Brenner, Lexa, Heine, Strauss, Oberndörfer

Schiesdrichter: Matthias Griebler (SpVgg Steinkirchen)

Zuschauer: 100

Gelb-Rote Karte: Christian Brenner (87.)

Tore: 1:0 (40.) - Florian Holzmann schlägt den Ball von der linken Außenbahn diagonal auf die halbrechte Seite, wo Marco Bläser das Spielgerät stoppt und mit seinem schwächeren rechten Fuß in Richtung Tor befördert. FC-Keeper Hans Kleemann schätzt den nicht sonderlich hart getretenen Ball falsch ein, zwischen den Händen und Füßen des Torwarts hindurch rutscht die Kugel ins Tor; 1:1 (46.) - Nach einem Eckball will Monir Shannik vor seinem Torhüter Franz Klement klären. Der Versuch missglückt, Shannik wuchtet die Kugel aus fünf Metern ins Netz des eigenen Tores.

Zwei kuriose Treffer, eine aufopferungsvoll kämpfende Dachauer Mannschaft und ein zum Remis-Spezialisten mutierter Spitzenreiter bereiteten den Zuschauern im Jahnstadion am Samstag einen unterhaltsamen Nachmittag. "Dass wir mit unserem Mini-Kader sogar gegen Unterföhring punkten können, ist schon erstaunlich", meinte 65-Coach Herbert Richter, der sich zu Spielbeginn mutterseelenallein auf die Ersatzbank setzen musste. Erst nach und nach gesellten sich einige Spieler der "Zweiten", die sich nach ihrem Kreisligamatch gegen Ismaning noch schnell geduscht hatten, zum Trainer, und einer der Ersatzleute, Florian Holzmann, sollte dann sogar eine ganz entscheidende Rolle spielen.

Als sich Joschi Szintai nach einer knappen halben Stunde verletzte, musste Holzmann ran. "Obwohl er nur selten trainiert, hat er am Samstag eine tolle Doppelschicht gefahren", lobt Richter. "Er hat unser Tor super vorbereitet und fleißig gearbeitet."

Die Personalprobleme der Dachauer nehmen langsam bedrohliche Ausmaße an. Kurzfristig musste auch noch Yalcin Tutar ersetzt werden, bei ihm ist im Training eine alte Bandscheibenverletzung wieder aufgebrochen. "Doch so lange wir mit unserem letzten Aufgebot so konstant punkten, können wir diese Hiobsbotschaften gut verkraften", schmunzelt Richter, "und wenn Kleemann sich kurz vor Schluss nicht so lang gemacht hätte, wären wir vielleicht sogar als Sieger vom Platz gegangen." In der 75. Minute flankte Andi Neff auf Marco Bläser, doch bevor der Dachauer Mittelstürmer seinen zweiten Treffer erzelen konnte, lenkte der FCU-Keeper den Ball mit den Fingerspitzen in eine andere Richtung. Unterföhring hatte mehr Spielanteile als die Dachauer, doch mit zunehmender Spieldauer gewann die 65-Hintermannschaft immer mehr an Sicherheit. Am Ende war es ein verdientes Unentschieden, übrigens schon das vierte Remis des Tabellenführers in Folge.ge

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