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In Lauerstellung: Grafings Fabian Keller (l.) gegen den Egmatinger Tim Sinnemann.

Bärenstädter an der Spitze

0:6 - Egmatings rabenschwarzer Abend gegen Grafing

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Den TSV Egmating ereilte gegen den TSV Grafing „ein typisches Fußballer-Leiden“, wie es Coach Christian Kleiber nannte.

Egmating– Knapp 20 Minuten hatte seine Heimelf die Bärenstädter vielversprechend bearbeitet und zwei hochkarätige Torchancen herauskombiniert. Mit einem Kopfballtreffer von Grafings Felix Richter (16.) wurde es plötzlich dunkel im Spiel der „Wölfe“ und Egmatings „rabenschwarzer Abend“ nahm laut Kleiber seinen Lauf, der in einer „0:6-Klatsche“ gipfelte.

Der Auslöser lässt sich dabei im taktischen Bereich verordnen: Das intensive Grafinger Offensiv-Pressing mit je vier Angreifern war deshalb so erfolgreich, weil die Egmatinger Abwehrreihe und Torwart Quirin Friedel in Ballbesitz von ihren Vorderleuten schlichtweg im Stich gelassen wurden. Daraus resultierten Ballverluste, Annahmefehler, diverse Einladungen für die Gäste, zwei weitere Tore durch den gnadenlosen Felix Richter (30./42.) sowie eine fast greifbare Verunsicherung. „Jeder hatte Angst, den Ball zu nehmen“, musste Kleiber beim 0:4 (45.+2) durch Fabian Keller auch noch eine „enorme Grafinger Stärke bei Standards“ anerkennen. Kurzum: „Die Sache war zur Pause gegessen, wir hatten durch die Bank nur Totalausfälle, mit zwei Ausnahmen.“

Eine davon hob Kleiber besonders lobend hervor. „Was Matthias Pohl als Außenverteidiger momentan spielt, ist der Wahnsinn. Der sorgt auch vorne immer für Ballett und Alarm.“

Weniger Alarm vor dem eigenen Kasten ließ seine Elf dann immerhin im zweiten Spielabschnitt zu, was wiederum Grafings Trainer Andreas Schmidt Argumente für ein konzentriertes Weiterarbeiten lieferte. „Manchmal spielen wir noch zu langsam“, so Schmidt. „Aber mit den ersten zwei Auftritten bin ich sehr zufrieden, zumal unsere Chancenauswertung diesmal hervorragend war.“

Christian Loher (59.) und Tim Geißler (90.) machten das halbe Grafinger Dutzend schließlich voll und grüßen nun von der Tabellenspitze. „Das längerfristige Ziel sollte natürlich die Kreisliga sein und die Erwartungshaltung ist gewiss da“, sagt Schmidt. „Aber wir können das richtig abschätzen und wissen, dass das ein langer Weg ist und viel Glück dazu gehört. Da bleiben alle auf dem Boden, dafür sorge ich.“ 

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