Bärenstädter schießen scharf

Aufsteiger TSV Grafing im Torrausch: Mit 6:0 (1:0) schossen die Bärenstädter nach einer Klassevorstellung den SC München ab. Prominentester Zaungast: Bayern-Keeper Michael Rensing, dessen Bruder Thomas in der SCM-Abwehr seinen Job verrichtete.

von hanns mutzbauer

Grafing - Auch ohne ihren gesperrten Kapitän Stefan Rüger legten die Grafinger los wie die Feuerwehr. Dementsprechend lichterloh brannte es vor dem Gehäuse der Münchner. Erster Aufreger in der 9. Minute: Nach Foul an Grafings Spielertrainer Hans Weiß deutete der gut leitende Unparteiische Sascha Ellmann auf den Elfmeterpunkt. Kus schnappte sich das Leder und übernahm die Verantwortung, doch die Ausführung ließ zu wünschen übrig. SC-Keeper Pfister hatte keine Probleme abzuwehren. Trotzdem ging Grafing schon früh in Führung. Der junge Dichtl - von Kus freigespielt - traf aus kurzer Distanz.

Dieser Treffer gab zusätzlichen Auftrieb. Grafing erspielte sich ein optisches Übergewicht im Mittelfeld. Weiß, Palmhöfer und Maiwald waren viel unterwegs. Die Münchner konnten von Glück sagen, dass sie bis zur Pause nicht weitere Gegentreffer kassierten.

Auch nach dem Wechsel ließen die Schwarz-Gelben nicht locker. Bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff die Vorentscheidung: Nach Freistoß von Maiwald bugsierte der aufgerückte Zimmermann das Leder zum 2:0 ins Netz.

Danach Auflösungserscheinungen bei den Gästen, die sich selbst schwächten. Forstner sah die Ampelkarte. Später flog Torhüter Pfister nach einer Handabwehr außerhalb des Strafraums mit "Dunkelrot". Grafing ließ sich nicht zweimal bitten. Nach Vorarbeit von Dichtl erhöhte Thomas Maiwald auf 3:0. Münchens Feldspieler Heizmann, der sich nach dem Platzverweis seines Keepers den Pulli überstreifte, musste nach einem Doppelschlag von Palmhöfer (67./69) und nach einem Sololauf von Kus (88.) noch dreimal hinter sich greifen. Gegen die dezimierten Gäste hatte Grafings sattelfeste Abwehr um Libero Andi Rüger, Kinzner und Zimmermann keine Probleme, ihren Kasten sauber zu halten. Torhüter Haas wurde im gesamten Match nur selten ernsthaft geprüft.

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