BFV-Präsident Koch und der Vorstand werden am Mittwochabend zusammenkommen und beraten.
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BFV-Präsident Koch und der Vorstand werden am Mittwochabend zusammenkommen und beraten.

Mehrheit für eine Fortsetzung der Saison 2019/20

68 Prozent der bayerischen Vereine befürworten Verbandsvorschlag

  • vonOlaf Heid
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Die bayerischen Fußballvereine haben bei der Online-Umfrage des BFV für eine Fortsetzung der Saison gestimmt.

Die bayerischen Fußballvereine haben ihrem Verband (BFV) in einer Online-Abfrage den Rücken gestärkt. Eine klare Zwei-Drittel-Zustimmung erhielt der Vorstands-Vorschlag des BFV, die aktuell wegen der Covid-19-Pandemie unterbrochene Spielzeit 2019/20 bis zum 31. August 2020 auszusetzen und danach ab 1. September 2020 – wenn durch staatliche Vorgaben möglich – auf sportlichem Wege zu Ende zu bringen.

Demnach stimmten 68,13 Prozent der 3197 Klubs, die an der Abstimmung teilgenommen hatten, für „Ja“. 2178 Vereine haben für den BFV-Weg votiert, 1019 (31,87 Prozent) sprachen sich dagegen aus. Jeder am Spielbetrieb in Bayern teilnehmende Klub hatte dabei eine Stimme (gesamt 4348). Die Beteiligung lag laut Verband bei 73,53 Prozent. Aller Voraussicht nach wird der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes um Präsident Rainer Koch aus Poing am morgigen Mittwochabend zusammenkommen und auch vor dem Hintergrund des Ergebnisses beraten.

Vorstand trifft Entscheidung 

„Unser großes Dankeschön geht an alle Vereine in ganz Bayern, die in solch überragender Mehrheit mit ihrer Stimmabgabe dazu beigetragen haben, dass dieses Meinungsbild auf einem ganz festen und breiten Fundament steht“, meinte Koch in einer Pressemitteilung. „Völlig losgelöst von dem, wie jeder Verein abgestimmt hat, lebt Demokratie vom Mitmachen – und unsere Vereine haben das auch in dieser für uns alle äußerst schwierigen Lage eindrucksvoll getan. Dafür Danke!“

„Die Entscheidung trifft jetzt natürlich der Vorstand als statuarisch rechtsverbindlich beschließendes Organ. Das steht ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass wir uns nochmals sehr intensiv beraten werden“, so Koch. „Die Zeit ist nicht einfach, weil wir wissen, dass sämtliche Lösungen im Umgang mit dieser Saison Nebenwirkungen mit sich bringen. Natürlich auch unser Weg. Wir sind aber nach wie vor davon überzeugt, dass das vorgeschlagene Modell unter Abwägung aller Fragen die bestmögliche Lösung darstellt.“

Ergebnis bei Bayern- und Landesligisten am knappsten

In Oberbayern hatten sich 651 der insgesamt 859 Vereine beteiligt (75,79 Prozent), davon hatten 491 mit „Ja“ gestimmt (75,42). Jeweils 120 Ja-Stimmen gab es dabei aus den Fußball-Kreisen Inn/Salzach (75,95) und München (75,00), dagegen hatten sich 38 (ISA: 24,05) bzw. 40 (25,00) ausgesprochen. Am knappsten fiel das Ergebnis aber unter den Verbandsligisten (Männer und Frauen) aus Bayern- und Landesliga aus. Hier hatten sich fast alle, nämlich 152 der 157 Vereine (96,82 Prozent) beteiligt und davon 90 (59,21) dafür sowie 62 (40,79) dagegen ausgesprochen.

In einer Webkonferenz hatte der BFV binnen nicht einmal 45 Stunden in acht Videokonferenzen mit 4428 Teilnehmern den bayerischen Vereinen sein Modell vorgestellt. Dieser Vorschlag werde dem Wunsch der Klubs nach Planungssicherheit gerecht, gewährleiste gleichzeitig aber auch größtmögliche Flexibilität, biete rechtliche Sicherheit in Bezug auf Haftungsfragen und trage einem fairen Wettbewerb Rechnung. Der Vorschlag sieht – wie berichtet – vor, den Spielbetrieb bei Frauen und Männern (von der Bayernliga abwärts), Juniorinnen und Junioren im Freistaat generell bis zum 31. August 2020 weiter auszusetzen, die Saison 2019/20 danach fortzuführen und in jedem Fall regulär zu beenden. Was die Fortsetzung im Nachwuchsbereich angeht, müsse man differenzierter vorgehen, erklärte BFV-Chef Koch. 

Text: ez/ola

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