Im SVO-Trikot: Benno Stadler, dessen Karriere im „Grenzgänger“ zu lesen ist, spielte zweieinhalb Jahre beim Inn/Salzach-Verein.
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Im SVO-Trikot: Benno Stadler, dessen Karriere im „Grenzgänger“ zu lesen ist, spielte zweieinhalb Jahre beim Inn/Salzach-Verein.

Der ehemalige Kicker des SV Ostermünchen erinnert sich

Sportanlage Berg in Ostermünchen für Benno Stadler „der geilste Ground“

  • vonJulian Betzl
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Benno Stadler, Mittelfeldspieler des SV Anzing, spricht über seine Mitspieler und die Spielstätte während seines zweijährigen Intermezzos beim SVO.

Optisch ist die Sportanlage Berg in Ostermünchen mit ihrer meist ausverkauften alten Holztribüne und dem Vereinsheim mit großer Glasfront für den Anzinger Benno Stadler noch heute „der geilste Ground“zwischen Traunstein und München. „Über den Platz müssen wir dabei aber nicht reden, der ist eher mir entgegengekommen.“ Als weniger technischer, dafür umso leidenschaftlicherer undzweikampfstärkerer Ballverteiler konnte Stadler Ostermünchens Trainer Harald „Burle“ Melnik beim ausgemachten Probetraining überzeugen.

Dabei habe er mit dem Bezirksliga-Tempound der Intensität auf dem Platz anfangs noch zu kämpfen gehabt, gesteht Stadler. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich wiederkommen soll, aber der Burle hat gemeint, sie brauchen mich unbedingt.“ Imponiert habe dem Übungsleiter, dass der Anzinger eine Hereingabe auf Höhe der Grasnarbemit einem Flugkopfball beantwortete. Anschließend galt es für den ortsfremden Anzinger die Probezeit von „Lieblingsfeind“ Hannes Schaal zu überstehen. Ein schweres Vorhängeschlossdurch Stadlers Schnürsenkellöcher erschwerte den Auftakt ins Trainingslager gewaltig. Stadler revanchierte sich bei der Abschlussparty mit einer Blutgrätsche auf der Tanzfläche. „Erst nach meinem 3:2-Siegtor in der 90. Minute im zweiten Spiel gegen Aschheim hat mich der Hannes abgebusselt. Ab dem Zeitpunkt war ich akzeptiert und wir sind gute Freunde geworden.“

Die SVO-Kameraden besucht Stadler weiterhin so oft es geht. Da er in Straußdorf wohne, in Emmering etliche Spieler kenne und seine Frau Sophie bei den Aßlinger Damengespielt hat, ist das bilaterale Grenzgebiet im Landkreissüden Stadlers „zweites Gäu“ geworden.

(Julian Betzl)

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