Alle auf einen: Die Forstinninger begruben den Siegtorschützen Kevin Becker ausgelassen unter sich.
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Alle auf einen: Die Forstinninger begruben den Siegtorschützen Kevin Becker ausgelassen unter sich.

Ebersberg-Keeper Pohn patzt

TSV Ebersberg kassiert „Dreckstor“ in letzter Minute

  • vonChristian Scharl
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Der TSV Ebersberg kassiert gegen den VfB Forstinning eine bittere Niederlage in der letzten Sekunde. Somit stecken die Eber weiterhin tief im Abstiegskampf fest.

Forstinning – Mit einer gehörigen Portion Dusel und einem sehr späten Tor entschied der VfB Forstinning das Landkreisderby gegen den TSV Ebersberg mit 1:0 (0:0) für sich. Während der Nordverein auch dank der Konkurrenzergebnisse im Aufstiegsrennen weiterhin kräftig mitmischt, erscheint die Lage für die Kreisstädter zunehmend prekärer.

TSV Ebersberg mit acht Zähler Rückstand auf Relegationsrang

Bei noch sechs anstehenden Punktpartien weist der TSV Ebersberg bereits acht Zähler Rückstand auf den Relegationsrang auf. Am kommenden Spieltag muss die Mannschaft von Tom Wolff beim direkten Abstiegskonkurrenten TSV 1895 Teisendorf zwingend punkten, um zumindest die Hoffnung auf den Ligaerhalt noch zu erhalten.

Alles andere als einen Leckerbissen bekamen die 150 Zuseher im Forstinninger Sportpark geboten. „Wir haben insgesamt nicht gut gespielt, das können wir besser“, monierte dann auch VfB-Trainer Ivica Coric die mäßige Vorstellung seines Teams nach einem durchaus brauchbaren Re-Start in Freilassing zuvor. „Wir hätten uns über ein 0:0 nicht beschweren dürfen.“ Erst in der Schlussminute gelang Kevin Becker im Nachsetzen nach einem von Ebersbergs Schlussmann Michael Pohn unglücklich abgewehrten Ball der entscheidende Treffer.

Wolff: „Unser Keeper ist sonst eine Bank, normal macht er diesen Fehler nicht“

„Unser Keeper ist sonst eine Bank, normal macht er diesen Fehler nicht“, bedauerte Wolff den Lapsus und den Verlust des eigentlich verdienten Punktes. In der Schlussphase besaß der Gast gegen unstrukturiert anrennende Forstinninger sogar mehrfach die Möglichkeit für seinen ersten Treffer nach dem Re-Start.

Entsprechend konstatierte Coric am Ende eine gewisse Resignation und Unordnung bei seiner Mannschaft, die den TSV zu Chancen einlud. Doch VfB-Schlussmann Dominik Schlerf zeigte sich bei den Möglichkeiten von Severin Niedermaier und Maximilian Lüngen auf dem Posten, ein weiterer Freistoß von Lüngen zischte zudem knapp am VfB-Gehäuse vorbei. Wolff klagte dann auch entsprechend: „Normal müssen wir das 1:0 machen, wenn wir cleverer sind.“

Der VfB-Express kam zu Beginn des Spiels kaum ins Rollen gegen diszipliniert verteidigende Ebersberger. Erst nach einer halben Stunde erspielte sich Forstinning erste Strafraumszenen durch Neuzugang Ciprian Cornea und Kapitän Korbinian Hollerieth – aber echte Torgefahr wirkt anders. Auch im zweiten Durchgang münzten die Platzherren ihr Plus an Spielanteilen nicht entscheidend um, das ansonsten eigentlich zuverlässig funktionierende Offensivspiel stockte erheblich. VfB-Auswechselakteur Alex Huber orakelte an der Seitenlinie deshalb schon während der zweiten Halbzeit von einem „Dreckstor in der letzten Minute für uns“. Er sollte recht behalten.

Eglseder kassiert Ampelkarte in der Nachspielzeit

„Wir stehen halt hinten drin. Wir haben kein Glück und dann auch noch Pech“, wandelte Wolff das Wegmann-Zitat zu Ungunsten seines Ebersberger Teams ab. In der Nachspielzeit kassierte zudem noch Eber Simon Eglseder eine Gelb-Rote Karte nach einem Schubser gegen einen VfB-Akteur.  

(Christian Scharl)

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