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Abdullah Yavuz konnte reichlich Erfahrung im Amateur Fußball sammeln. Im Interview berichtet er aus verschiedenen Perspektiven. 

Neuzugang des TSV Ebersberg im Interview

Abdullah Yavuz: „Ich habe mich von den De Pratos inspirieren lassen“

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  • Luca Iannotta
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Von Moosach über Genclerbirligi Wasserburg nach Ebersberg. Abdullah Yavuz berichtet von seinen Erfahrungen im Amateurfußball aus Trainer- und Spieler-Sicht.

  • Knapp zwei Jahre war Abdullah Yavuz als Spielertrainer beim SV Genclerbirligi Wasserburg tätig.
  • Er nahm sich die De-Prato-Brüder als Vorbild und wollte Genclerbirligi in Richtung Erfolg führen.
  • In diesem Winter wechselte Yavuz zum Bezirksligisten TSV Ebersberg.

In der Saison 15/16 bist du vom B-Klassisten SV Genclerbirligi Wasserburg zum TSV Moosach in die Bezirksliga gewechselt. Ein großer Sprung, oder?

Ich hatte Glück, dass Francisco Copado zu dieser Zeit Trainer war. Copado hat von Anfang an auf mich gesetzt und mir die Chance gegeben, mich durchzusetzen. Er war früher Offensivspieler und konnte sich deshalb gut in mich hineinversetzen und hat mir geholfen, mich weiterzuentwickeln. 

Wie bist du damals dann in Moosach gelandet? 

Der damalige Kapitän Peter Hoyer und ich kannten uns von der Arbeit. Er meinte, ich soll einfach mal im Training vorbeischauen. Es war auf jeden Fall ein wenig Glück dabei. 

Wie war der Start beim TSV? 

Es war natürlich verrückt für mich, da ich zwischen Stefan De Prato und David Dramac gespielt habe. Beide hatten schon Erfahrungen im höherklassigen Fußball gesammelt und ich kam nur aus der B-Klasse. Nach dem Sprung zum TSV Moosach habe ich den Fußball erst richtig kennengelernt. Ich erinnere mich an mein erstes Spiel mit Moosach: Ich habe zwar die meisten Kilometer gemacht, aber davon mindestens die Hälfte, ohne meinen Kopf zu benutzen. Ich konnte mir einiges abschauen. Wenn du mit Markus oder Florian De Prato spielst, kannst du sehr viel lernen. 

In deinem zweiten Jahr beim TSV Moosach ist der Aufstieg in die Landesliga gelungen. Wie hast Du die Saison in Erinnerung?

In der Vorbereitung sah es für mich sehr gut aus. Ich kam zu relativ vielen Einsätzen. Dann kamen jedoch einige Neuzugänge und ich habe mich zunehmend schwergetan. Ich bin aber immer am Ball geblieben. Leider nahm es dann in Moosach ein schlechtes Ende, aber das ist ein anderes Thema.

Wechsel in die C-Klasse

2018/19 bist du dann zurück zu Genclerbirligi. Dieses Mal aber in die C-Klasse. Warum bist du in die unterste bayerische Liga gewechselt?

Das Thema Moosach war nach dem Abstieg erledigt. Es kam schon das eine oder andere Angebot, unter anderem auch vom TSV Ebersberg. Aber ich wollte unbedingt das in Moosach erlangte Wissen selbst anwenden. Ich wusste, dass beim SV Genclerbirligi Wasserburg Potenzial vorhanden ist. Meine Mission war es, wie in Moosach eine gewisse Vereinsstruktur aufzubauen. Ich habe mich um neue Spieler und Sponsoren gekümmert. Der Verein war ziemlich am Ende. Ich wollte es den De-Prato-Brüdern gleich tun. In meinem ersten Amtsjahr haben wir die erste Meisterschaft nach 25 Jahren Vereinsgeschichte geholt.

Wie kam es dann jetzt im Winter zur Trennung? 

Als dann der Erfolg einsetzte, wollten die Vereinsorgane plötzlich mitmischen. Vor einem Jahr wollte der Verein die Mannschaft noch vom Spielbetrieb abmelden. Der Vorstand wollte mir einen Co-Trainer aus den eigenen Reihen stellen, damit die eigenen Interessen vertreten werden. Dadurch wurde mir klar, dass es Zeit war zu gehen. Nichtsdestotrotz war es eine schöne und prägende Zeit.

Abdulla Yavuz: Nochmal höherklassig

In der kommenden Rückrunde wirst du für denTSV Ebersberg in der Bezirksliga auflaufen. Was hast du dir vorgenommen? 

Mein Ziel war es, vor meinem 30. Geburtstag nochmal höherklassig zu kicken. Ich hoffe in Ebersberg auf ein ähnliche gutes Gefühl wie in Moosach. Nach diesem Rückschlag bei Gencerbirligi möchte ich einfach erfolgreich Fußball spielen und werde wieder auf mich schauen. 

Wie kam es denn zu diesem Transfer?

Den TSV Ebersberg hatte ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm. Torwart Michael Pohn, mit dem ich in Moosach schon zusammengespielt habe, meinte, ich sollte doch einfach mal in Ebersberg vorbeischauen. Gesagt getan und ich bin zum letzten Training vor der Winterpause erschienen. CoachHeiko Baumgärtner war direkt von mir überzeugt. Also habe ich in Ebersberg unterschrieben. Baumgärtner ist leider nicht mehr dabei, aber ich bin trotzdem zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen.

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