+
Cheftrainer Claus Schromm, Robert Lechleiter und NLZ-Leiter Florian Rensch (v.l.).

Aufstiegstrainer verlässt den TSV Aßling

Ex-Profi Lechleiter wird U19-Trainer bei Unterhaching

  • schließen

Aufstiegstrainer Robert Lechleiter verlässt den TSV Aßling und wird neuer U19-Coach bei der SpVgg Unterhaching. Die Büchsenberger werden in der Kreisklasse 2 von Hermann Lachenschmidt trainiert werden.

Robert Lechleiter hatte sich für eine ruhige Minute auf die Auswechselbank zurückgezogen. Erstmal alle Eindrücke sacken lassen, die Gefühlswelt ein wenig sortieren. Soeben war dem Trainer des TSV Aßling mit seinem Team auf der Sportanlage des ASV Rott gegen den TSV Eiselfing nach zwölf Jahren die Rückkehr in die Kreisklasse gelungen. 

Was aber nur seine Mannschaft und die TSV-Verantwortlichen zu diesem Zeitpunkt wussten: Der Aufstieg war auch gleichzeitig der Abschied für den 37-jährigen Erfolgscoach. „Das ist eine supergeile Truppe“, sagte Lechleiter, als er die jubelnde und springende rot-weiße Feiermeute von seinem Rückzugsort aus musterte. Seit der Aßlinger vor zweieinhalb Jahren das Traineramt der Herrenmannschaft in seinem Wohnort übernommen hat, ist ein starkes Band zwischen ihm und seinen Schützlingen gewachsen. Das war den frischgebackenen Aufsteigern in der großen Stunde des Erfolges anzumerken. „Es war uns auf jeden Fall ein großes Anliegen, Robert mit dem Aufstieg zu verabschieden“, sagte beispielsweise Aufstiegsheld und Siegtorschütze Markus Spötzl. „In den letzten Minuten sind viele von uns, trotz Krämpfen, nur noch für Robert gelaufen.“ Sauer oder enttäuscht sei in der Kabine bei seiner Abschiedsankündigung wenige Tage zuvor keiner gewesen, sagte Lechleiter: „Im Gegenteil. Die Jungs haben ewig applaudiert und mir alles Gute gewünscht.“ 

Obwohl man erst im Winter die gemeinsame Zusammenarbeit schriftlich um ein Jahr verlängert hatte, können anscheinend nicht einmal die Aßlinger Verantwortlichen so richtig verärgert darüber sein, dass Lechleiter kurz vor Saisonende um die Vertragsauflösung gebeten hatte. "Natürlich sind wir Robert seinem Wunsch nachgekommen. Wir wollten ihm keine Steine in den Weg legen, zumal wir ihm sehr dankbar für seine bisher geleistete Arbeit bei uns sind und dem damit verbundenen Aufstieg. Dass er früher oder später einen höherklassigen Verein trainiert, war uns allen klar. Nur der Zeitpunkt war nicht optimal“ ließ Aßlings Vorstand Christian Stable via Pressemitteilung wissen. 

Sein Aufstiegstrainer hat eben eines dieser Angebote bekommen, das man nicht ablehnen kann: Als hauptamtlicher Cheftrainer für die U19 der SpVgg Unterhaching kehrt Robert Lechleiter zu dem Klub zurück, bei dem er Legendenstatus genießt und über den er am Aufstiegsabend in Rott sagte: „Haching hat mir damals die Möglichkeit gegeben, im Profifußball Fuß zu fassen. Das musste ich einfach machen.“ 

Im Nachwuchsleistungszentrum der Vorstädter übernimmt der Ex-Profi mit der U19 ein Team, das gerade aus der Juniorenbundesliga abgestiegen ist. Die Nachfolgersuche bei den Aßlinger Aufsteigern war hingegen bereits nach vier Tagen beendet. Der Glonner Hermann Lachenschmidt wird die Büchsenberger in der bereits eingeteilten Kreisklasse 2 (siehe Kasten) anleiten und war bereits an der Seitenlinie des ASV Glonn (Kreisliga-Aufstieg) sowie des ATSV Kirrchseeon erfolgreich. "Ich denke, wir haben in Hermann genau den richtigen Mann gefunden“, so Stable zur Blitz-Einigung. „Er hat uns von Anfang an mit seiner Erfahrung, seinen sportlichen Erfolgen, aber vor allem auch mit seiner ruhigen und sympathischen Art überzeugt." Kommt die auch bei den Spielern so gut an, dürften künftige Extra-Meter eben für Hermann anstatt Robert abgespult werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unter Flutlicht in die Rückrunde
Flutlicht an, heute Abend beginnt für den TSV Ebersberg die Rückrunde in der Bezirksliga Ost. Heiko Baumgärtner und seine Eber erwarten um 19.30 Uhr die SG Schönau.
Unter Flutlicht in die Rückrunde
Zorneding wechselt den Coach
Der TSV Zorneding reagiert nicht nur auf die sportliche Talfahrt. Um die Harmonie zwischen Coach und Spielern war es seit geraumer Zeit nicht zum Besten bestellt und …
Zorneding wechselt den Coach
Endstation in Runde vier
Nach dem überraschenden Sieg gegen den höherklassigen SC Grüne Heide Ismaning wollten die Zornedinger gegen Kirchheim in Runde fünf einziehen.
Endstation in Runde vier
Glonn gegen Steinhöring „heiß aufs Halbfinale“ - Kirchseeon kampflos weiter
Im Viertelfinale des Landkreispokals erwartet der Glonner A-Klassist am Donnerstagabend die erste Mannschaft aus Steinhöring.
Glonn gegen Steinhöring „heiß aufs Halbfinale“ - Kirchseeon kampflos weiter

Kommentare