Falken gegen Rosenheimer Tempofußball ohne Rezept

- VON ALOIS MOSER Rosenheim/Markt Schwaben - Den Schwabener Falken wurden gestern Abend im Rosenheimer Jahnstadion Grenzen aufgezeigt: Sie verloren das Nachholspiel gegen 1860 Rosenheim deutlich mit 3:0.

Es gibt Serien, die einfach nicht enden wollen. Zum sechsten Mal in Folge mussten die Falken dem Angstgegner die Punkte überlassen.

Nicht zu Unrecht stufte die Ligakonkurrenz die Rosenheimer Sechziger als Meisterschaftsaspiranten ein. Sie zelebrierten in den ersten dreißig Minuten dynamischen Tempofußball, die Falkenabwehr geriet schwer unter Druck. Besonders, wenn Thomas Masberg ans Leder kam, brannte es im Abwehrzentrum. Masberg war es auch, der eine sehenswerte Kombination über links zum 1:0 verwertete. Die Falken kamen nicht zum Spielaufbau, waren zumeist beschäftigt, die brandgefährliche Rosenheimer Offensive endlich in den Griff zu bekommen.

Glück dann für die Hausherren: Beim 2:0 (27.) prallte der Ball aus der Falkenabwehr ab, Adamovsky brauchte das Leder nur mehr aus sechs Metern einzuschieben.

In den letzten zehn Minuten vor dem Wechsel wachte die Sattler-Elf endlich auf. Andi Schmalz entwich der Abwehr, sein schöner Flachschuss wurde von einem Abwehrbein zur Ecke abgefälscht (35.). Im Minutentakt folgten weitere Großchancen durch Thomas Schwarzbauer, dessen Kopfball aus kurzer Distanz Peter Martin reaktionsschnell aus dem Eck fischte. Der Rosenheimer Fangkünstler glänzte mit einer weiteren Parade (37.), als er mit einer Hand einen Schmalzschuss zum Anschlusstreffer der Falken vereitelte. Mit viel Engagement bemühten sich die Gäste um Ergebnisverbesserung.

Zum Zeitpunkt, als die Falken dem Anschlusstreffer nahe waren, kam der nächste Tiefschlag. Beim Freistoß von Florian Hofmann befand sich die Defensivabteilung samt Torhüter Kohl im Tiefschlaf, Adamovsky bedankte sich mit dem 3:0.

Unschöne Szene in der 70. Minute, als Tuncali Tarik Oezer hinter dem Rücken des Reverees einen Faustschlag versetzte und dafür zu Recht Rot sah. Die Falken drängten, der Ball lief flüssig durch die Reihen, allerdings bis zur 16-Meter-Grenze. Das Pech spielte mit, Schwarzbauers Drehschuss verfehlte knapp den Anschlusstreffer. Auch die nächste Szene ging von Schwarzbauer aus, bei seinem Geschoss (75.) stand zunächst Puma im Wege, den Nachschuss jagte Misirlioglu aus kurzer Distanz volley in die zweite Etage. Trotz Überzahlspiels reichte die Spielkunst nicht aus, einen Treffer zu landen.

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