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„Die personelle Talsohle ist erreicht“: FC Parsdorf empfängt nach Pokal-Absage KSC-Reserve

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Von: Julian Betzl

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Der taktische Trikotzupfer gehört gerade für ersatzgeschwächte Teams wie den FC Parsdorf und Armin Pfänder (rot gegen Poings Maximilian Urban) unbedingt ins Spieltagsrepertoire.
Der taktische Trikotzupfer gehört gerade für ersatzgeschwächte Teams wie den FC Parsdorf und Armin Pfänder (rot gegen Poings Maximilian Urban) unbedingt ins Spieltagsrepertoire. Foto: stefan rossmann © stefan rossmann

Für Fußballmannschaften mit Personalschwierigkeiten, wie sie derzeit die Parsdorfer Kreisklasse-Herren plagen, wird die Neufassung der BFV-Spielordnung zunehmend zum Brandbeschleuniger.

Parsdorf – Da man auf Kreisebene inzwischen nurmehr einen anstatt wie bisher drei Startelf-Spieler ohne Einschränkung aus der Erst-, in die Zweitvertretung „runterschieben“ kann, taktieren viele Trainer nicht mehr exklusiv an der Taktiktafel.

„Elf Spieler bekommen wir locker zusammen, das Auffüllen des Kaders mit Spielern der Reserve ist kein Problem. Und es freut mich ja sogar für die Jungs, dass sie Spielpraxis in der Ersten sammeln können, nur sperren wir sie dadurch reihenweise für die Zweite“, schildert FCP-Abteilungsleiter Peter Rauch den Teufelskreis rund um den Spielberichtsbogen. In der Vorwoche hätte Parsdorfs Spielertrainer David Darmoro in der Qualifikations-Runde des Landkreispokals zwar keine Sperrfristen beachten müssen; doch einen weiteren Ausfall wollte er mit Blick auf den Ligabetrieb (ergo die Kaderrochaden) auch nicht riskieren. Mit ihrem Nichtantritt spendierten die Parsdorfer dem FC Ebersberg das Achtelfinal-Ticket.

„Personell haben wir aktuell die Talsohle erreicht“, erklärt Peter Rauch hoffnungsvoll, dass sich erste Rekonvaleszenten nach und nach im Trainingsbetrieb zurückmelden würden. Das heutige Heimspiel gegen den Kirchheimer SC II (20 Uhr) habe man dennoch versucht, zu verlegen, sich aber auf keinen Ersatztermin einigen können. „Deshalb sind wir sehr froh, dass uns Harry Hrase und Manuel Sauer, die beide eigentlich schon ihr Karriereende verkündet haben, aus der Patsche helfen.“

Vor den Gästen sei man gewarnt. „Forstinning II hat der KSC zuletzt einen Punkt abgeluchst und beim 2:4 letzte Saison hatten wir ihrem beeindruckenden Pressing nichts entgegenzusetzen.“ Mit einem von Beginn an entschlossenen Mannschaftsgesicht, wie man es zuletzt beim 3:1-Erfolg gegen Poing gezeigt habe, rechnet sich Peter Rauch selbst in höchster Parsdorfer Personalnot Zählbares aus – das man beim gemeinsamen Wiesn-Ausflug am Wochenende ausgiebig feiern würde. (Julian Betzl)

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