Legte sich ins Zeug: Markt Schwabens Matthias Bareuther (l.) rackerte wie seine Falke-Kollegen und traf gegen Pipinsried gleich doppelt. Foto: stefan rossmann

Fünferpack als Seelenbalsam

Markt Schwaben - Ohne Glanz, aber mit erstaunlicher Effizienz: So erledigten die Schwabener Falken mit einem 5:0-Sieg souverän ihre Pflichtaufgabe gegen den FC Pipinsried.

Markt Schwaben – Wer auf Grund der Tabellenkonstellation einen Kampf auf Biegen und Brechen erwartet hatte, wurde in der ersten halben Stunde enttäuscht. Die Falken verhedderten sich stets beim Spielaufbau. So dauerte es bis zur 15. Minute, ehe sich die erste Torchance ergab: Stefan Denk trickste Keeper Sascha Bobak aus, traf aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz. Auf der Gegenseite hechtete Christian Rapp ins bedrohte Eck, als Michael Holzhammer Maß nahm.

Anschließend wenig Aufregendes, das Geschehen war mehr unter die Kategorie „Angsthasenfußball“ einzustufen. Bis dann ein Treffer von Wolfgang Weidenthaler die totale Wende innerhalb von acht Minuten einleitete. Sein scharf getretener Freistoß flutschte an zwei Abwehrspielern und Bobak vorbei zum 1:0 (37.) ins Netz.

Der Jubel über den Glückstreffer war kaum verklungen, da folgte der nächste Torschrei. Thomas Bonnet fand mit seiner klugen 40-Meter Flanke Timo Koch. Elegant schoss der Schütze das Leder volley unter die Querstange zur 2:0-Führung. Danach bahnte sich für den Gast bereits die Niederlage an. Jungstürmer Stefan Denk passte diagonal zum mitgelaufenen Matthias Bareuther, der zum 3:0 (41.) vollendete. Als dann Bareuther nach einer Weidenthaler-Ecke zum 4:0 einköpfte, fühlten sich die Männer um Trainer Toni Bobenstetter und die Falke-Fans wie auf dem Oktoberfest: „O’zapft is, heute lassen es mal die Falken krachen“, lachte Spieler-Opa Valentin Bonnet.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff erstickten die Kicker um den überragend aufspielenden Kapitän Robert Lexa mit dem 5:0 alle Hoffnungen der Gäste auf eine Aufholjagd. Abgebrüht düpierte Denk zwei Abwehrkräfte und fand aus spitzem Winkel die Lücke zu seinem vierten Saisontreffer.

Typisch dann die Szenen, die zum unglücklichen Auftreten des FCP passten. Völlig freistehend köpfte Holzhammer am Ziel vorbei. Goalgetter Dominik Schön und Sebastian Pummer machten es mit weiteren Großchancen der Gäste nicht besser. Mittlerweile verabschiedete sich Stefan Vötter mit Gelb-Rot. Dies nützte Bobenstetter zum Wechsel des angeschlagenen Keepers Rapp, Benedikt Krumpholz kam zum ersten Landesliga-Einsatz, auch Peter Werndl aus Siggenhofen durfte noch stürmen und bekam nach Abpfiff noch Beifall für einen spektakulären Lattenkracher. am

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