Falsche Richtung: Grafing (hier Robert Palmhöfer, r.) verpasst immer mehr den Anschluss ans Mittelfeld. sro

Grafings Sturzflug hält an

Grafing - Grafing – Endlich haben Grafings Fußballer ihre Flaute vor dem gegnerischen Tor behoben – und dürfen sich dennoch nicht über ein Erfolgserlebnis freuen.

Beim FC Perach handelte sich die Mannschaft von Trainer Daniel Hoffmann eine bittere 2:5 (1:2)-Pleite ein und steckt dadurch weiter tief im Abstiegskampf der Bezirksliga Ost.

Allerdings spiegelt das Ergebnis den Spielverlauf nur in Teilen wieder, schließlich bewegten sich die Bärenstädter gegen den FCP über 90 Minuten hinweg auf Augenhöhe, haderten letztlich aber mit einigen widrigen Umständen. Drei Standardsituationen führten zu den ersten drei Treffern der Peracher, wobei das Tor zum 2:1 aus einer eindeutigen Abseitsposition des Torschützen Walter Braune heraus fiel. Den dritten Treffer hat Grafings Torhüter Christoph Wirnhier mitzuverantworten, da er den Ball nach einem Freistoß nicht festhalten konnte: Bernd Antholzer konnte problemlos abstauben.

Zudem verletzte sich kurz vor Seitenwechsel Grafings Christian Eichhorn und zwang Hoffmann dazu, die komplette Innenverteidigung umzustellen. „Danach ist bei uns in der Abwehr etwas die Ordnung verloren gegangen“, erläuterte Jürgen Daser, Technischer Leiter des TSV. „Dann wird uns ein Tor wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt, und Perachs Attila Nagy macht das 4:1, obwohl er vorher schon zweimal mit Gelb-Rot vom Platz hätte fliegen müssen“, haderte Daser. Die Fehler, so der Technische Leiter, habe aber das eigene Team gemacht. „Wir machen drei Fehler in der Abwehr und kassieren drei Tore und vorne nutzen wir unsere Chancen nicht konsequent genug.“ Trostpflaster war der Ausgleich zum 1:1 durch Peter Ühlein, einer der schönsten Treffer der bisherigen Spielzeit: Aus 30 Metern hob Ühlein den Ball per Bogenlampe über den verdutzten Peracher Torhüter.

Letztlich setzte sich in einer intensiven Partie die konzentrierter agierende Mannschaft durch. Perach steckte den Anschlusstreffer zum 2:4 durch Mijo Mihaljevic problemlos weg und vermochte durch einen Konter in der 82. Minute durch Florian Forsthofer sogar noch einmal nachzulegen. „Trotzdem sind wir nicht in Panik. Die Mannschaft hat gut gespielt, und es wäre mehr drin gewesen“, sagte Daser. hbe

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