Hauptsache drei Punkte

- Augsburg - Die Markt Schwabener Falken haben beim TSV Schwaben Augsburg mit 4:1 (0:0) einen glatten Auswärtssieg gelandet. Doch so überzeugend, wie in den vorangegangenen vier Landesliga-Partien fiel die Vorstellung im Ernst Lehner-Stadion nicht aus. War es die Scheu vor dem Angstgegner oder im Unterbewusstsein eine Spur Überheblichkeit? Jedenfalls bekamen die Besucher in den ersten 30 Minuten ein Spiel ohne Glanz und Feuer vorgesetzt.

Unverständlich die Sorglosigkeit im Falke-Abwehrzentrum, die Ralf Müller zum Torschuss einlud (5.). FC-Torwart Sebastian Kohl verhinderte einen Rückstand. Das erste Ausrufezeichen der Gäste setzte Robert Lexa mit einem 25-Meter-Freistoß an die Querlatte (10.). Abwehrchef Thomas Schwarzbauer orientierte sich von Beginn an nach vorne. Drei Versuche bekam der Libero, um seine Truppe in Führung zu schießen. Zählbares kam nicht zustande. Völlig freistehend (31.) jagte Schwarzbauer den Ball aus fünf Metern in die zweite Etage (31.).

Die konfuse Schwaben-Abwehr ließ weitere Gelegenheiten von Andi Schmalz (35.) und Emanuel Jozic (37.) zu. Es war aber deutlich nicht zu übersehen: Falke braucht einen Torjäger, einen Knipser. Verlass war im Gegenziug auf Kohl, als er einen Distanzschuss von Stefan Szacz meisterte (38.).

Die Stimme des Augsburger Stadionsprechers überschlug sich kurz nach der Pause förmlich: "Ja, es geht doch", als Amir Mozaffari mit dem 1:0 (46.) die schläfrige Falken-Abwehr überraschte. Der Dämpfer für die Schwaben kam 60 Sekunden später. Weidenthalers scharfe Hereingabe lenkte Benedikt Richter zum 1:1 ins eigene Netz.

Glück, dass Torwart Kohl einen Kopfball von Akdemirci meisterte. Das einzig Richtige machte dann - von Tarik Oezer freigespielt - Kapitän Stefan Bürgermeier: Aus 23 Metern setzte er das Leder an TSV-Keeper Andreas Schuster vorbei zur 2:1-Führung ins Netz (52.). Danach parierte Kohl einen Distanzschuss von Akdemic, bevor Schwarzbauer auf 3:1 erhöhte (67.). Er setzte erfolgreich einem Volleyschuss von Onur Misirioglu nach.

Sattler brachte am Ende mit David Puma und Deniz Yilmaz noch zwei Stürmer. Letzterer verpatzte bei Kontern zuerst zwei Chancen, bevor er nach schöner Vorarbeit von Manu Lutz den Ball dann doch noch aus fünf Metern zum 4:1-Endstand (88.) über die Linie bugsierte.

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