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Einen Schreckmoment als Torwart erlebte Falke-Coach Alexander Schmidbauer im jüngsten Heimspiel.

Früher FCB mit Hummels, jetzt FC Falke 

„Höllischsten Schmerzen“: Schmidbauer erlebt mit Horrorfoul Déjà-vu

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An den 13. August 2016 erinnert sich Alexander Schmidbauer noch ganz genau. An diesem Tag musste er die schlimmste Verletzung seines jungen Sportlerlebens verkraften.

Markt Schwaben – „Das waren die höllischsten Schmerzen, die ich je hatte. Ich dachte ich habe eine Delle im Schädel“, erinnert sich der 29-Jährige an den Moment nach dem Zusammenstoß mit seinem Gegenspieler. Er sah nicht, dass ein Spieler des FC Parsdorf auch zum Kopfball in die Luft stieg. Ein Knall. Zwei Spieler am Boden. Einer schreit kurz auf. Später Diagnose: zahlreiche Brüche im Gesicht und am Schädel.

Kurz aufgeschrien hat Schmidbauer am vergangenen Samstag auch. Er stand im Tor seines FC Falke, als ein Ebersberger Angreifer mit gestrecktem Bein auf Kopfhöhe auf ihn zugeflogen kam. Diesmal sah er das Unheil kommen, köpfte den Ball trotzdem weg und drehte seinen Körper blitzschnell ein.

Der Stollenabdruck an seiner Schulter erinnert ihn auch Tage später noch an das Foul. Die anwesenden Zuschauer – insbesondere diese, die Schmidbauers Verletzungsgeschichte kannten – hielten den Atem an. Seine besorgte Mama wollte sich persönlich um den FCE-Stürmer „kümmern“, die Ersatzspieler hielten sie am Spielfeldrand zurück. Der Schiedsrichter zeigte indes dem Gästestürmer die Rote Karte.

Schmidbauers Mutter Johanna kann es nur schwer ertragen, dass sich ihr Sohn nach der schweren Schädelverletzung immer noch aufs Spielfeld stellt. Sie weiß aber auch, dass ihr Sohn alles für den Sport gibt.

Als Siebenjähriger wollte ihn der FC Bayern. Er spielte mit Mats Hummels und war bis zur C-Jugend Kapitän seines Teams. Bis sein Knie der Belastung nicht mehr standhielt. Es erholte sich nach Kreuzbandriss, Meniskus- und Knorpelschaden ein wenig. Sein Talent zeigte er fortan unter anderem in der Landesliga beim FC Falke. Auch dort gab es harte Zweikämpfe. „Doch egal ob Champions League Finale oder Kreisklassen-Spiel: so darf man nicht in einen Zweikampf gehen“, sagte er nach dem 1:1-Remis mit dem FC Ebersberg.

Der 29-Jährige wird sich auch weiterhin für den FC Falke aufstellen lassen. „Ich habe beim Spielen keine Angst. Ich verlasse mich auf meine Instinkte“, so Schmidbauer, der sich der Gefahr trotzdem bewusst ist: „Der Kopf ist schon etwas anderes als das Knie. Da hat man nur einen. Und wenn der kaputt ist, ist man im Arsch.“ Mittelfristig will er sich auf das Coaching am Spielfeldrand konzentrieren. Im Moment „kann ich meiner Mannschaft aber mit meiner fußballerischen Qualität helfen“.

Die große Anteilnahme, die er vor zwei Jahren nicht nur aus Reihen der Landkreissportler erhielt, rührten den damals 27-Jährigen: „Ich will eigentlich nicht im Mittelpunkt stehen. Aber ein fettes Merci an alle, die mir damals Glückwünsche geschickt haben.“ Viel lieber lässt sich Schmidbauer für sportlichen Erfolg gratulieren – aber der rückt in solchen Situationen weit in den Hintergrund.

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