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Dem nächsten Gegner davoneilen wollen Michael Rauschhuber und der TSV Zorneding. 

Oberpframmerns Abteilungsleiter Fürst: „Landkreis-Hilfe gibt‘s nicht“

Kann Zorneding sich am letzten Spieltag in die Relegation retten?

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Der TSV Zorneding kann eine sensationelle Aufholjagd am letzten Spieltag in Oberpframmern krönen. Abschenken werden die Gastgeber das Spiel aber laut Abteilungsleiter Fürst nicht.

Oberpframmern/Zorneding– Vollkommen ausgelaugt, aber überglücklich wurde bei Apfelschorle und Wasser ein überlebenswichtiger Etappensieg gefeiert. „Zwei Radler-Maßen habe ich noch rumfliegen sehen, aber die haben die Jungs gar nicht angerührt“, lachte Zornedings Fußball-Übungsleiter Michael Niederlöhner nach dem furiosen 4:1-Auswärtserfolg gegen Tabellennachbar TSV Trudering. Noch stehen die Truderinger mit drei Zählern Vorsprung auf Relegationsplatz 13, haben jedoch bereits alle Ligaspiele absolviert und müssen daher am Sonntag ab 14.30 Uhr auf der heimischen Couch dem TSV Oberpframmern die Daumen drücken.

Gewinnt der TSVO sein Heimspiel gegen Zorneding, oder holt zumindest ein Remis, bekommt Trudering eine weitere Chance auf den Ligaverbleib. Siegen die Gäste, geht für Zorneding der „Aufstieg auf den Mount Everest“ in der Relegation weiter, wie Niederlöhner das „Unternehmen Klassenerhalt“ gerne betitelt.

Mit sieben Zählern stand man nach 18 Spieltagen Mitte März bereits mit einem Bein in der Kreisklasse. „Da hat niemand mehr mit uns gerechnet. Aber man muss halt auch sagen, dass uns Trudering immer am Leben gelassen hat“, sagt Niederlöhner. Auch wenn er am Entscheidungs-Sonntag auf seinen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten und seinen künftigen Nachfolger an der Seitenlinie, Ralph Pöpperling, urlaubsbedingt verzichten muss, schätzt Zornedings routinierter Trainer das frisch zurückgewonnene Selbstvertrauen seiner Schützlinge als große Trumpfkarte für das (vorerst) letzte Finalspiel ein. „Wir freuen uns, dass wir überhaupt noch dabei sein dürfen, fahren aber ganz bescheiden nach Oberpframmern. Das ist eine wahnsinnig gute Mannschaft, vor der ich höchsten Respekt habe.“

Unkenrufe, wonach sich der TSV Zorneding ja ohnehin in Pframmern auf den Bonus eines Landkreis-Partners verlassen könne, habe er bereits am Donnerstag abgewürgt, so Niederlöhner: „Das können wir ganz schnell vergessen.“ Diesbezüglich kann auch Pframmerns Abteilungsleiter Benedikt Fürst nur lachend abwinken: „So etwas wie Landkreis-Hilfe gibt‘s nicht! Wenn ich am Sonntag zum Fußballspielen aufstehe, will ich gewinnen!“ Zumal man ja selbst mit einem Heimsieg die anschließenden Abschlussfeierlichkeiten einläuten wolle. „Zorneding hatte 27 Spiele lang Zeit, um genügend Punkte zu holen. Da schenken wir nix ab!“ 

 JULIAN BETZL

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