Körperlichen Einsatz bevorzugt der TSV Grafing (rechts Kilian Hilger im Duell mit dem Kirchseeoner Danny Hahne) im Abstiegskampf. foto: stefan rossmann

Kreisliga 3 in der Übersicht

Abstiegskandidat Grafing muss zum Tabellenzweiten, Kirchseeon empfängt Waldtrudering

  • Wolfgang Herfort
    vonWolfgang Herfort
    schließen

Keine leichte Aufgabe wartet am Sonntag auf den TSV Grafing. Sie müssen zum Auswärtsspiel nach Oberpframmern. 

TSV Oberpframmern –

TSV Grafing So. 14:30

Bereits vor 14 Tagen standen sich die beiden Teams gegenüber. 4:2 siegten die Pframmerner Fußballer im Ligapokal. „Wenn wir diesmal die Fehler abstellen, können wir Zählbares mitnehmen“, ist sich Jürgen Daser, Technischer Leiter des TSV Grafing, sicher. Trotz der beiden im vergangenen Spiel verletzten Moritz Saißreiner und Alexander Ziemba, die bis zur Winterpause kaum mehr zum Einsatz kommen werden, wie Daser befürchtet. Ein besonderes Spiel sei das Derby für ihn nicht. „Beide Seiten wissen, was der andere drauf hat.“ Dasers lockere Empfehlung ans Team: „Genießt es spielen zu dürfen. Wer weiß, wie lange das möglich ist.“

Gegen eine ergebnismäßige Wiederholung des jüngsten Aufeinandertreffens hätte Manu Lutz nichts einzuwenden, „auch wenn ich kein Freund von zwei Gegentoren bin“. Erfreut zeigte sich der TSVO-Spielertrainer ob einer ungewohnten Personallage. „Es sind wirklich alle da. Ich musste sogar einem absagen.“ Dass da der Schlüssel sein könnte, Tabellenplatz zwei zu verteidigen, sieht Lutz nicht. „Unsere Ergebnisse lesen sich gut, aber wir haben kein einziges Punktspiel mit mehr als einem Tor Vorsprung gewonnen.“ Lutz erwartet, dass es gegen Grafing knapp werden dürfte: „Wir haben sie zuletzt ja nicht abgeschossen. Die kommen stark über die Physis. Da müssen wir dagegen halten. Grafing braucht die Punkte gegen den Abstieg. Wir können befreit aufspielen.“  

ATSV Kirchseeon –
TSV Waldtrudering So. 16:00

Personell kann ATSV-Coach Christian Barth beim ersten Heimspiel in der Punktrunde nach dem Re-Start aus dem Vollen schöpfen. Zumal fast eine komplette Elf aus der Jugend in den Herrenbereich aufgerückt ist. „Auch wenn der Sprung von der Jugend zu den Herren groß ist, sorgen sie doch für Konkurrenz im Kader“, so Barth. Eine für den Trainer ideale Situation: „Wir profitieren jetzt davon, dass die Jahre vorher gut gearbeitet worden ist.“ Und die Jungen zeigen unter der Woche respektablen Ehrgeiz, wie der ATSV-Coach erfreut feststellt. Er kann nach Trainingsleistung aufstellen. Ein gewisser Druck für die Etablierten, nicht nachzulassen. Denn mit einem Schmunzeln sagt Barth: „Ein guter Fußballer ist ein guter Fußballer. Die Leistung zählt.“ Nach der knappen 0:1-Niederlage in Grafing will man sich beim ersten Punktspielauftritt auf heimischem Rasen wieder in gewohnter Stärke präsentieren. Barth ist zuversichtlich: „Vor unseren Fans zu spielen, ist etwas ganz anderes. Die Unterstützung macht sich auf dem Platz bemerkbar.“ (hw)

Auch interessant

Kommentare