Während sich beim ATSV Kirchseeon (l. Daniel Alberter) der Herbstblues breit macht, haben die Anzinger Kreisliga-Kicker (r. Marius Keller) einen Lauf.
+
Während sich beim ATSV Kirchseeon (l. Daniel Alberter) der Herbstblues breit macht, haben die Anzinger Kreisliga-Kicker (r. Marius Keller) einen Lauf.

Seit fünf Spielen ohne Niederlage

„Lätschert“ schlägt „lauffreudig“ - SV Anzings Lauf geht weiter

  • VonJulian Betzl
    schließen

Der SV Anzing wahrt seine weiße Heimweste und sammelt durch das 2:0 gegen den ATSV Kirchseeon seine Kreisliga-Punkte elf bis 13 aus den letzten fünf Partien ein.

Anzing – Trinkfestigkeit ist derzeit nach Heimspielen in der Anzinger Kabine gefragt. Vor allem, wenn sich für die Defensivspieler zu den gängigen Frei-Maßen auch noch die Abwehrschnäpse für den sauber gehaltenen SVA-Kasten anschließen. Nur gut, dass Mittelfeldregisseur Benno Stadler die versprochenen Kirtanudeln als Grundlage auftischte, die im Gegensatz zur zweiten Anzinger Halbzeit keine „lätscherte Angelegenheit“ waren.

„Da waren wir uns schon zu sicher und haben uns hinten reindrängen lassen“, lobte Stadler indes die nimmermüden Kirchseeoner, die „90 Minuten lang angelaufen sind“. Nur hätte sich ATSV-Coach Christian Barth in den Drangphasen seiner Elf „mehr Kontrolle und Ruhe“ gewünscht. Ähnlich wie sie die Platzherren in Durchgang eins an den Tag legten und durch den freigespielten Andreas Schmid in Front gingen (17.). Den Doppelpack ließ Schmid Augenblicke später liegen, bejubelte dafür den traumhaften Schlenzer in den Torwinkel von Adrian Blumberg – 2:0 (26.). „Kirchseeon hatte bis zur Pause nur eine echte Torchance (Max Hotz, d. Red.) und wir haben es versäumt, mindestens das dritte Tor nachzulegen“, monierte Stadler.

Umso lautstärker trieb Barth die Gäste-Elf nach vorne, als er nach der Pause den SVA-Durchhänger bemerkte: „Ein Pfostentreffer nach einem Standard, einmal quer gespielt, statt abzuschließen – wenn wir mit etwas mehr Glück ein Tor erzielen, wird‘s noch mal interessant. Außer der Chancenverwertung kann ich meinem lauffreudigen Team aber nichts vorwerfen.“

Anzing spielte zunehmend nach der Uhr. Aus Stadlers Sicht ein Qualitätskennzeichen: „Ist doch nicht schlecht, wenn man mal nicht so gut spielt und trotzdem gewinnt! 2:0 daheim passt doch.“ Dank der Heimmacht ist der SVA mittendrin im Führungs-Sextett. Prost!

SVA: Yildiz, Muck, Schmid, Stadler, Rickhoff, A+K Blumberg, Lehrmann, Hösl, Niederreiter, Huber; Erden, Behr, Nitschke, Keller, Schmieg, Germeier. – ATSV: Krauss, L+D Alberter, Huber, Bliemel, Köpp, Naumann, Geber, Hotz, Roth, Mayr; Koch, Ohlberger. (JULIAN BETZL)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare