Kus-Knaller rettet Grafing einen Punkt

Fast wäre die Serie des TSV Grafing in Rosenheim gerissen. Dreimal in Folge hatten die Bezirksliga-Kicker zuletzt gepunktet, bei der Zweiten des TSV 1860 Rosenheim lagen sie bis kurz vor Schluss mit 0:1 hinten.

Doch dann der Auftritt von Gökhan Kus in Minute 88. Der Stürmer versenkte die Kugel mit einem 18 Meter-Knaller im Kasten der Gastgeber: 1:1 - das Remis und damit die Serie der Schwarz-Gelben doch noch gerettet.

"Ein gerechtes Ergebnis, das dem Spielverlauf entspricht. Rosenheim war in Hälfte eins das bessere Team, wir hatten in Hälfte zwei mehr vom Spiel", so Grafings Pressewart Hartmut Mende. Was zum großen Teil mit den äußeren Bedingungen zu tun hatte: Zuerst die Gastgeber wegen des böigen Sturms sprichwörtlich mit Rückenwind, später Grafing mit jenem Vorteil. Und da war ja noch der Kunstrasen, auf dem gekickt wurde. Mende: "In Kombination mit dem Wind wurden die Bälle sehr schnell und unberechenbar."

Viel Mittelfeldgeplänkel in Halbzeit eins. Rosenheim optisch überlegen. Bei der Weiß-Truppe fehlte noch das Spielverständnis, zu viele Fehlpässe. Außerdem: Nach 15 Minuten verdrehte sich Abwehrspieler Michael Kinzner das Knie. Für ihn kam Benedikt Wieser, der eine gute Vorstellung bot. Nach knapp einer halben Stunde wurde es erstmals brenzlig für Grafing: Ein Freistoß (25.) und ein Kopfball aufs lange Toreck (26.) flogen knapp vorbei.

Dann plötzlich zeigte Referee Sebastian Eibl, der das Spiel insgesamt gut im Griff hatte, auf den Elfmeterpunkt (31.). Aleks Dimitijevic soll bei einem Schuss der Gastgeber aktiv mit der Hand zum Ball gegangen sein - umstritten. Den Schuss von Julian Schulz parierte TSV-Keeper Georg Haas noch. Doch Schulz angelte sich auch den Nachschuss: 1:0.

Nach der Pause kam Grafing besser in Fahrt. Kus verpasste um Zentimeter per Fußspitze einen Querpass (49.). Robert Palmhöfer verstolperte nach Vorarbeit von Kus aus kurzer Distanz (65.). Auf der anderen Seite verpasste Rosenheim bei seiner einzigen Großchance in Hälfte zwei das 2:0. Knapp strich ein Nachschuss am verwaisten Gästetor vorbei (75.). Dann war wieder Grafing dran: Kus probierte es per Weitschuss - drüber (83.). Der zweite Versuch aber saß (88.). In der Nachspielzeit hatte Thomas Maiwald sogar den Sieg auf dem Fuß. Doch sein Heber wurde "vom Winde verweht". Trotzdem gab's am Ende zufriedene Gesichter bei den Gästen.

Von Tobias Aigner

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion