Luft wird immer dünner für die Falken

Markt Schwaben - Die Schwabener Falken gehen schweren Zeiten entgegen. Die Negativserie mit neun Spielen ohne Sieg, fand mit der 1:3-Niederlage gegen den TSV Rain ihre Fortsetzung. Nun heißt es in der Winterpause kräftig nachzurüsten, sonst droht der Abstieg.

von alois moser

Für Falke-Coach Franz Sattler gehört es längst zum Alltag, seine Elf Woche für Woche neu zu formieren. Die Verletztenmisere fand gegen Rain ihre Fortsetzung: Auch Abwehrchef Thomas Schwarzbauer musste mit einem Muskelfaserriss passen. Dessen Part übernahm Kapitän Stefan Bürgermeier, der trotz gebrochener Mittelhand über lange Zeit seine Abwehr erfolgreich organisierte.

Solide Arbeit leisteten die beiden Manndecker Murat Cill und Vincenzo Potenza, die kaum Torschüsse ihrer Widersacher zuließen, während sich Tarik Oezer an die Fersen von Top-Torjäger Denis Dinulovic heftete.

Rain erspielte sich in den ersten 45 Minuten leichte Vorteile, die Lechstädter blieben aber lange Zeit ihrem Ruf, ein Aufstiegskandidat zu sein, einiges schuldig. Bei Schüssen von Armin Brotz (4.) und Dinulovic (33.) blieb Falke-Keeper Igor Pintar jeweils Sieger.

Bei den Gastgebern lief in der Offensive wenig zusammen, lediglich bei einem Kopfball von Slaven Jokic (5.) lag die Führung in der Luft. "Die sind heute zu packen, die Abwehr steht gut, nur vorne fehlt Jokic die Unterstützung aus dem Mittelfeld", bemerkte Falke-Fan Bernhard Exter (Poing) zur Halbzeitpause.

Die Falken bemühten sich eifrig um Präsenz, Achilles Zampos (51.) und Peter Kugler (65.) verfehlten knapp die Führung. Zwischendurch klärte Pintar eine kritische Situation im Nachfassen. Der Druck der Gäste wurde von Minute zu Minute stärker. Aus einer Standardsituation gerieten die Gastgeber dann in Rückstand. Fabian Kling schaltete bei einem Eckstoß schneller als Pintar, sein Kopfballtreffer brachte die Wende zu Gunsten des Favoriten (68.).

Rains flüssiges Kombinationsspiel bereitete der Falke-Abwehr erhebliche Probleme. Sehenswert das 0:2, als Rain einen blitzsauberen Konter startete, der Ball über drei Stationen bei Dinulovic landete, der den Falken mit seinem 13. Saisontreffer den K.o. verpasste (78.). Das 0:3 (87.) durch Rains Joker Thomas Nöbel war die logische Folge einer resignierenden Falken-Elf, die beim letzten Heimspiel des Jahres nahtlos an den schwachen Leistungen der vorangegangenen Partien anknüpfte.

Einziger Lichtblick für die wenigen treuen Falke-Anhänger am tristen November-Nachmittag war der Ehrentreffer von Andi Schmalz, der nach Doppelpass mit Zampos in der Schlussminute zum 1:3 einschoss.

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