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Das darf doch nicht wahr sein: Der TSV Moosach und sein lange verletzter Kapitän Peter Hoyer stiegen aus der Landesliga ab. Es kam aber noch schlimmer.

Moosachs „schwarzer Mai“

Moosach Urgestein Tobias Seiler über den rasanten Aufstieg und tiefen Fall des TSV

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Trainer-Duo schmeißt hin, Mannschaft reagiert mit Solidarstreik, Vorstand zieht sich erzwungenermaßen zurück, Mannschaft und Trainer geben Comeback, rutschen in die Relegation und inmitten einer großen Schlammschlacht letztlich auch sportlich ab.

Moosach – Rückblickend wird das Saisonfinale der ersten – und wohl auf lange Sicht auch einzigen Landesliga-Spielzeit – als eine Art „schwarzer Mai“ in der Vereinschronik des TSV Moosach verewigt werden.

Nur zwölf Monate zuvor hatte die TSV-Welt noch hellrosa gestrahlt. Der frischgebackene Bezirksliga-Meister hatte mit dem Aufstieg in Liga sechs seinen nächsten sportlichen Gipfel erklommen und binnen fünf Jahren den Durchmarsch von der Kreisklasse in die Landesliga perfekt gemacht. Bei dieser Geschwindigkeit wurde manchem Moosacher allerdings damals schon mulmig. „In den letzten Jahren ist es vielleicht zu extrem bergauf gegangen“, überlegt Tobias Seiler. Er hat in den letzten 15 Jahren als Spieler und Reservecoach zusammengerechnet acht Aufstiege und exponentiell steigende Erwartungshaltungen miterlebt. „Wenn da dann immer mehr Auswärtige und eigene Interessen dazukommen, ist ein Ende des Erfolges irgendwann absehbar. Dass es aber gleich so krass wird, hätte ich auch nicht gedacht.“

Selbst die neugewählte Vorstandschaft um Liborius Hagenhoff konnte Anfang Juni den tiefen Riss zwischen Verein und Spielern nicht mehr kitten. Nach einer Abwanderungswelle von 18 Akteuren folgte auf den sportlichen Abstieg in die Bezirksliga am 11. Juni die komplette Abmeldung der ersten Mannschaft und ein Neuanfang in der A-Klasse. Eine Liga, die man sich ebenfalls sportlich erarbeitet hatte.

Doch der Aufstieg von Seilers Reserve ging bei all dem Drama und Chaos rund um die Erste beinahe unter. Ab jetzt steht Seiler mit seiner Truppe im Rampenlicht. Sein verlängerter Arm auf dem Platz ist das letzte Überbleibsel des Landesligakaders: Mit Ex-Kapitän Peter Hoyer stand Seiler noch gemeinsam auf dem Platz. In der B-Klasse. bj

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