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Timur Tepedelen wird fortan eine neue Aufgabe im Verein zugewiesen

Frische Bewegung beim TSV Ebersberg auf den Trainerbänken

Trainer-Rochade zum Wohle der Jugend

Der sportliche Aufgalopp ins neue Jahr lässt zwar noch gut eineinhalb Wochen auf sich warten, dennoch wurden die Kreisklassen-Kicker des TSV Ebersberg vergangenen Freitagabend zusammengetrommelt. Eine kleine Kettenreaktion auf den vereinsinternen Trainerstühlen, ausgelöst von Philipp Züfle, war der Anlass für das außerplanmäßige Teammeeting.

Philipp Züfle, der erst zu Saisonbeginn die Nachfolge des langjährigen A-Juniorentrainers der JFG Ebrachtal Robert Vogel angetreten hatte, verabschiedete sich in der Winterpause. Den geeigneten Nachfolger des Nachfolgers hatte der JFG-Vorsitzende Helmut Jander namentlich schnell parat: „Dass Timi Tepedelen neben seiner Funktion als Technischer Leiter auch unsere A-Jugend trainiert, passt thematisch einfach zusammen. Diesen Gedanken der Fokussierung haben wir schon länger gehabt.“

Problematisch an dieser Überlegung war bislang nur gewesen, dass Tepedelen bereits die Ebersberger Herren-Reserve coachte und in dieser Doppelfunktion zeitlich gut ausgelastet war. Dennoch suchte Jander das Gespräch mit Zeljko Prelcec und stieß beim sportlichen Leiter der TSV-Herren auf ein offenes Ohr. „Ich verstehe die Idee, dass es auch für Timi schwierig ist, in dieser Form zweigleisig zu fahren und die Zeit für ihn auch privat eine große Belastung war“, sagt Prelcec. „Deswegen haben wir zugestimmt, ihn da jetzt etwas rauszunehmen und ihn andererseits noch stärker für die Ausbildung und Jugendarbeit zu positionieren. Zumal er diese Mannschaft schon in der C-Jugend trainiert hat und sehr gut mit jungen Spielern arbeiten kann.“

Somit war der Weg frei für Janders Wunschkandidaten. „Da müssen sich mein Kollege Bertram Sprenger und ich auch nochmal ausdrücklich bei den Verantwortlichen für diese gute Zusammenarbeit bedanken“, so Jander. „Überhaupt hat sich das Miteinander mit unseren Stammvereinen in den vergangenen eineinhalb Jahren massiv verbessert, und überall ist eine Tür für uns offen.“

Janders Freud war gleichzeitig Prelcecs kurzfristige Not. „Es ist schwer, so schnell einen externen Trainer zu finden, bei dem ich weiß, dass es funktioniert.“ Also klingelte Prelcec bei einem internen Faktotum an, bekam eine rasche Zusage und konnte am Freitagabend das letzte Glied der Kettenreaktion präsentieren: Hendrik Skowronek.

„Hendrik hat bei uns schon alle Instanzen als lizensierter Trainer, von der Ersten bis zur Dritten, durchlaufen und wollte sofort helfen – egal in welcher Situation.“

Rang zwölf und drei Zähler vor Abstiegsplatz 14, lautet die aktuelle Situationsbeschreibung für Skowronek in der Kreisklasse 6. „Das Team und insbesondere die Führungsspieler haben am Freitag aber klar gemacht, dass sie alles für den Klassenerhalt geben werden“, glaubt Prelcec an eine weitgehend reibungslose Stabübergabe und kann in Person von Mittelfeldakteur Fabian Hartl (TSV Steinhöring II) das Personal von Skowronek immerhin ein wenig aufstocken.

Auf Timi Tepedelen wartet in der A-Junioren Bezirksoberliga derweil ein noch etwas verschärfterer Abstiegskampf. Bei nur zwei Punkten und 11:44 Toren ist der Vorletzte acht Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Aus jüngerer Erfahrung weiß Helmut Jander aber: „Wenn es auch noch so aussichtslos scheint, die Liga geht bis zum letzten Spieltag – und dann noch ein paar Wochen drüber hinaus. Das Wichtigste ist, dass die Jungs eine gute Ausbildung für den Herrenbereich bekommen. Ob in der Kreisliga oder BOL ist zweitrangig.“ Ein regelmäßiger, anspruchsvoller Trainingsbetrieb sowie eine gute Verzahnung mit den Stammvereinen TSV Steinhöring und TSV Ebersberg seien künftig das Ziel für Jander und werden bei der JFG Ebrachtal künftig fast zur Familienangelegenheit.

Schließlich trainiert Tepedelen Senior Ertugul, genannt „Peter“, die U17. Jander: „Wer also ab 16 Jahren nicht weiß, was er in seiner Freizeit tun soll, kann vier Jahre lang bei den Tepedelens ins Training kommen.“  

Text: Julian Betzl

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