Mal Regen und mal Sonnenschein

- FC Falke erlebt bei verdientem Heimsieg Höhen und Tiefen

VON THOMAS KIRMAIER Markt Schwaben - Irgendwie war sie an diesem Nachmittag wie das Wetter, die Landesliga-Partie zwischen dem FC Falke Markt Schwaben und der DJK Lechhausen. Es regnete, die Wolken zogen wieder ab. Der Himmel strahlte hellblau, dann wurde es wieder duster. Es tröpfelte, und am Ende schien wieder die Sonne über dem Sportpark im Landkreisnorden. Falke siegte verdient mit 5:2 (3:2) dank der reiferen Spielanlage und dank freundlicher Gäste aus Lechhausen.

"Ich habe selten ein Spiel erlebt, in dem Höhen und Tiefen so nahe beieinander liegen", schnaufte Falke-Coach Franz Schick nach dem Schlusspfiff des guten, aber überheblichen Schiedsrichters Sven Engl durch.

Die Anfangsphase gehörte, was Chancen betrifft, den Gästen. Mehr Ballkontakte hatten aber die Platzherren. Der erste Schock: Jürgen Echter scheiterte nach einer Ecke an der Latte (11.). Falke wurde stärker, kombinierte gut. Vor allem Joachim Schiwietz und Martin Wanke bewegten sich viel, rotierten. Das schuf für Emanuel Lutz auf der linken Außenbahn Platz. Den nutzte er. Nach knapp 20 Minuten schwanzte Lutz seinen Bewacher aus, flankte scharf nach innen und fand die Birne des nach oben steigenden Rudi Böck - Kopfball, Kreuzeck, 1:0.

Wenige Minuten später wurde Schiwietz von seinem "Kettenhund" Stefan Böck im DJK-Strafraum von den Beinen geholt - Elfmeter. Martin Wanke verwandelte sicher, die Partie schien bereits entschieden, die Sonne blitzte. Doch wieder einmal stellte sich heraus, das eine Zwei-Tore-Führung die gefährlichste ist. Falke lehnte sich zurück - zu weit. Zweimal lud man Lechhausens Besten, Jürgen Echter, zum Toreschießen ein. Zweimal nahm er an, zweimal klingelte es. Die Führung zerbröselte wie eine alte Semmel.

Bei Schiwietz konnten sich die Gastgeber bedanken, dass es doch mit einem Mini-Polster in die Kabine ging. Im Nachsetzen besorgte der FC-Kapitän das 3:2, nachdem sein ständiger Begleiter Böck vom Platz geflogen war.

Nach der Pause drängte Markt Schwaben auf die Entscheidung. Lechhausen blieb aber immer gefährlich. Es begann zu tröpfeln, die Führung wieder in Gefahr? Nein, denn das Genick brach den Schwaben ein Schwabe: Imre Tempflis Freistoß köpfte der eingewechselte Albert Dujaka ins eigene Netz. Tempfli, Schmalz und Torsten Spiegelberger hatten Chancen, das Resultat auf 8:2 zu erhöhen. Die endgültige Erlösung folgte aber erst zehn Minuten vor dem Ende. Spiegelberger verwandelte einen Foulelfmeter aus der Kategorie: Von zehn Schiris gibt ihn einer. Den Gastgebern war`s egal, drei Punkte waren sicher, und Falke-Präse Bernd Lang atmete auch durch: "Jetzt kaf i ma a Hoibe".

Fazit: Markt Schwaben siegte verdient. Im Aufbau waren die Falken diesmal ebenso besser wie im Kombinationsspiel. Einzig an der Chancenverwertung mangelte es in der Schlussphase ganz gewaltig. Aber wen stört`s? Trainer Schick jedenfalls nicht. Er meinte abschließend zu Recht: "Wir sind auf einem guten Weg". Stimmt. Draußen lachte auch schon wieder die Sonne, die Wolken zogen Richtung Schwaben ab.

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