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Der Aschheimer Benedikt Wellnhofer geschlagen am Boden, FCA-Keeper Pascal Jakob streckt sich vergeblich. Baldhams Torschütze Roman Krumpholz (r.) kann zum Jubeln ansetzen.

„Kein gutes Spiel von beiden Seiten, trotzdem haben wir verdient gewonnen“

Fabian Kreißl mit starkem Fairplay bei Sieg des SC Baldam Vaterstetten

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Für die Zuschauer im Aschheimer Sportpark war die Partie zwischen dem FCA und dem SC Baldham-Vaterstetten schwere Kost.

Vaterstetten –  Dem Aufsteiger um Trainer Thomas Seethaler mangelte es an einem vertikalen Offensivkonzept. Dem Gast dafür bereits im Spielaufbau an Kreativität, sodass SCBV-Trainer Gzim Shala resümierte: „Kein gutes Spiel von beiden Seiten, trotzdem haben wir verdient gewonnen, weil Aschheim keine einzige echte Torchance hatte.“

Den 2:0-Auswärtserfolg beim FCA eingerechnet, hat Baldham nach fünf sieglosen Partien nun zehn Zähler aus vier Spielen geholt. Zumindest diese Statistik ging beim SCBV-Anhang runter wie Öl. Dagegen hakte es in den ersten 20 Spielminuten noch an allen Ecken und Enden. „Beim Aufwärmen war fast jeder Torschuss drin. Das kann schon ein schlechtes Zeichen gewesen sein“, war Shala nach dem Anpfiff weniger zum Lachen zumute.

„Durch die Rückkehrer waren wieder einige Umstellungen in der Startelf. Wir sind noch nicht aufeinander eingestellt“, begründete Baldhams Kapitän Fabian Kreissl die Vielzahl nervöser Abspielfehler sowie langer Verzweiflungsschläge. „Im Zentrum waren wir 90 Minuten lang eigentlich nur in Zweikämpfe und Kopfballduelle verwickelt.“

Dafür zappelte der erste vernünftig vorgetragene Gästeangriff, initiiert von Daors Gerguri und Stefan Lechner, nach starker Ballverarbeitung von Roman Krumpholz sogleich im Netz. „Danach haben wir eher unsere Linie gefunden“, musste Shala nach dem Seitenwechsel jedoch auch einen mutigeren FCA beobachten.

Für große Erleichterung sorgte letztlich Shalas glückliches Händchen bei der Einwechslung von Eray Özcan. Mit seiner ersten Ballberührung spielte er einen Traumpass auf Krumpholz, dessen Abschluss noch zum 0:2-Endstand abgefälscht wurde.

Anschließend zogen sich die Gäste zurück, spielten vier Konter schwach aus und sorgten in Person von Kreissl dennoch für eine „Geste des Jahres“, wie Shala beeindruckt urteilte. Schiedsrichter Johannes Scheidhammer hatte einem FCA-Spieler nach Foul an Kreissl bereits die Rote Karte gezeigt. „Dann bin ich zum Schiri hin und habe gesagt, er soll doch nochmal nach Köln horchen und den Spieler auf dem Feld lassen“, erklärte Kreissl. Aus Rot wurde Gelb. „Klar fällt es bei einer 2:0-Führung in den letzten 15 Minuten leichter, so etwas zuzugeben“, so der SCBV-Kapitän. „Ich will aber mit fairen Mitteln gewinnen.“ Dennoch meinte auch Scheidhammer anerkennend, „dass so etwas nur sehr selten vorkommt“.  bj

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