Nachdenklich: SCBV-Cheftrainer Stefan Bürgermeier erlebte einen Bezirksliga-Start zum Grausen.
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Nachdenklich: SCBV-Cheftrainer Stefan Bürgermeier erlebte einen Bezirksliga-Start zum Grausen.

Umkehrschwung durch Kampf und Lauf

SC Baldham Vaterstetten: Nach Klatsche in Dorfen nimmt der Trainer sein Team in die Pflicht

  • VonJulian Betzl
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SC Baldham-Vaterstetten-Coach Bürgermeier ist mit der Leistung seiner Mannschaft nach der 1:7-Niederlage gegen den TSV Dorfen ganz und gar nicht zufrieden.

Vaterstetten – Ein klares Nein. Damit setzte Stefan Bürgermeier zu seiner ersten Punktspiel-Analyse als Cheftrainer des Fußball-Bezirksligisten SC Baldham-Vaterstetten an. Schlimmer hätte sich der 40-Jährige den Auftakt dieser Spielzeit auch mit viel Fantasie nicht vorstellen können. „Ob ich mit 3:1 oder 10:1 verliere, ist mir wirklich egal. Entscheidend ist dabei die Leistung der Mannschaft.“

Nach 15 guten Anfangsminuten bricht der SC Baldham-Vaterstetten völlig ein

Zur Performance-Beurteilung seiner Mannschaft beim Gastauftritt in Dorfen unterschied Bürgermeier zwischen 15 glänzenden Anfangsminuten, „wo wir auf den Punkt da waren“, und eben jener quälend langen Restspielzeit von 75 Minuten, „wo wir dem Gegner absolut unterlegen waren“. Weshalb sein Team nach der frühen Führung durch Simon Lämmermeiers Elfmetertor (2.) erst dem 2:0 so nahe und dann von einem Punkterfolg plötzlich meilenweit entfernt war, müsse man in der Vorbereitung auf die anstehenden Heimpremiere gegen die Reserve des TSV Buchbach (Samstag, 12.30 Uhr) besprechen und aufarbeiten.

Unmittelbar nachdem die 1:7-Klatsche in Dorfen amtlich war, habe nämlich niemand in der Baldhamer Kabine viele Worte verloren. Auf eine pointierte Ansprache in dieser Trainingswoche dürfen sich die SCBV-Kicker aber gefasst machen.

„Unser Kader ist Bezirksliga-tauglich, aber wir müssen jetzt im Kopf umdenken.“

Coach Bürgermeier

„Unser Kader ist Bezirksliga-tauglich, aber wir müssen jetzt im Kopf umdenken“, fordert Coach Bürgermeier und erläutert eine der Ursachen dafür, weshalb seine Elf diesen „Bruch im Spiel“ nach dem Gegentor zum 2:1 für Dorfen nicht mehr kitten konnte. „Wir müssen in dieser Liga dahin kommen, einfachen Fußball mit einfachen Mitteln zu spielen, so wie es Dorfen und viele andere erfolgreiche Mannschaften in den letzten Jahren gemacht haben.“

Bürgermeier ist nicht die Höhe der Niederlage wichtig - sondern wie die Mannschaft auf dem Platz aufgetreten ist

Was Bürgermeier schon länger beobachtet habe und bei der jüngsten Lehrstunde nun offensichtlich geworden zu sein scheint: „Wir müssen von unserer spielerischen Klasse wegkommen und erstmal die Grundtugenden in diesen Ligen an den Tag legen: Kämpfen und Laufen.“ Nicht schön, aber ergebnisorientiert. Für Schönspielerei fehlen aktuell Momentum und individuelle Klasse.

In puncto Auftreten sei dieser erste Spieltag für den SCBV „bitter“ und das 1:7 auf dem Papier seine bislang höchste Niederlage als Cheftrainer gewesen, sagt Stefan Bürgermeier. „Es war aber definitiv nicht meine schlimmste Niederlage und ich bin auch kein Trainer, der nach dem ersten Spieltag die Flinte ins Korn wirft!“ Wie gesagt, er verliere gerne auch mal hoch und mit 1:7. „Entscheidend ist für mich, wie man aus so einem Loch rauskommt und dass danach ein Umkehrschwung stattfindet.“ (JULIAN BETZL)

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