Helmut Lämmermeier und Benedikt Fürst finden klare Worte in Richtung Politik.
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Helmut Lämmermeier und Benedikt Fürst finden klare Worte in Richtung Politik.

Ebersberger Stimmen zu BFV-Klage und Re-Start

Re-Start: „Keine Aussichten, kein Kommentar“ - Politik „schweigt Thema tot“

  • vonJulian Betzl
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Verantwortliche des TSV Oberpframmern und des SC Baldham-Vaterstetten aüßern ihre Meinung zur BFV-Klage und zum Verhalten der Politik.

Oberpframmern/Baldham-Vaterstetten - FürBenedikt Fürst war die Meinungsumfrage des BFV schnell erledigt. „Ich habe innerhalb von einer Minute abgestimmt.“ Der Abteilungsleiter des Fußball-Kreisligisten TSV Oberpframmern hat kein Problem damit, sein Stimmverhalten offenzulegen, zumal der Verband bei der inzwischen zweiten Online-Befragung der Basis ohnehin maximale Transparenz herstellen will. „Abgesehen von der ersten Frage, habe ichimmer mit Ja gestimmt.“ 

Fürst: „Gibt keinen Grund, Freundschaftsspiele zuzulassen, aber keine Punktspiele“

Durch die zahlreichen Gespräche in der Abteilungsleitung und mit den Trainern habe sich ein glasklarer Pframmerner Standpunkt geformt: „Wir wollen alle weiterspielen! Es gibt keinen Grund, Freundschaftsspiele zuzulassen, aber keine Punktspiele. Es ist genau dieselbe Anzahl von Spielen und wieso geht‘s in 15 anderen Bundesländern?“ Dass diese Umstände zuletzt in der Politik scheinbar unbeachtet geblieben sind, kann Fürst nicht verstehen. „Keine Aussichten, kein Kommentar. Wieso soll man sich das gefallen lassen? Ich glaube aber, dass bei der Abstimmung nur eineknappe Mehrheit für eine Klage ist, obwohl in Wirklichkeit die meisten dafür sind. Bei Frage zwei wird es eine klare Mehrheit für die Aufnahme des Wettkampfspielbetriebs geben.

Lämmermeier: „Von der Regierung enttäuscht über den Umgang mit Amateurfußballern“

Die Gründe dafür, warum sich die Amateurkicker nicht langfristig mit Trainingsspielen abspeisen lassen können, hat Helmut Lämmermeier, Abteilungsleiter von Bezirksligist SC Baldham-Vaterstetten, schnell parat: „In der F-Jugend spielt das noch nicht so eine große Rolle. Aber ab dem Großfeld geht mit der Zeit die Ernsthaftigkeit verloren und wie ich beobachte, wird das Niveau auch schlechter. Wettbewerb ist extrem wichtig, weil der ganze Sport darauf ausgerichtet ist und die Leute ansonsten Lust und Motivation verlieren.“ Lämmermeier erwartet ein „eindeutiges Abstimmungsergebnis, um den Empfehlungen des BFV zu folgen“, was rasch zu politischem Handeln führen werde. „Ich bin von der Regierung enttäuscht über den Umgang mit Amateurfußballern. Mich ärgert, dass man das Thema totschweigt und den Amateur-, immer mit dem Profifußball vergleicht. Ich erwarte, dass die Staatsregierung das Thema auf die Agenda nimmt und einlenkt.“ (bj)

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