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SC Baldham: Flipper-Tor zum Sieg in Otterfing - erst Rudelbildung, dann Kabinen-Bierchen

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Von: Julian Betzl

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Seine Marschrichtung hat dem SC Baldham-Vaterstetten den ersten Dreier eingebracht: Coach Gediminas Sugzda.
Seine Marschrichtung hat dem SC Baldham-Vaterstetten den ersten Dreier eingebracht: Coach Gediminas Sugzda. © sro

Spannung bis zum Schluss. Sugzda-Elf feiert im Kellerduell gegen Otterfing einen wichtigen, wenn auch glücklichen Last-Minute Sieg und springt auf Tabellenplatz 13.

Vaterstetten – Ein paar Schubser und Rempler hier, ein paar Provokationen und Wortgefechte da. Es waren schon mehrere Schlichtungsversuche vonnöten, um nach dem Schlusspfiff wieder Ruhe und Ordnung auf dem Otterfinger Fußballplatz am Nordring herzustellen. Soeben hatte die Heimelf in der Nachspielzeit ein unglückliches Flipper-Tor und eine bittere, weil nicht leistungsgerechte 1:2-Niederlage im Kellerduell der Bezirksliga Ost einstecken und daraufhin die Rote Laterne vom SC Baldham-Vaterstetten übernehmen müssen.

Enttäuschung und Frust auf der einen, unermessliche Erleichterung und eine ungewohnt große Dopaminausschüttung auf der anderen Seite: Da prallten nach den ersten 90 Liga-Minuten des Jahres etliche Extreme aufeinander. Das galt ebenso für die Spielanalyse des siegreichen Trainers. „Insgesamt haben wir wirklich kein gutes Spiel gemacht und Otterfing hätte mit ein bisschen mehr Glück das Spiel für sich entscheiden können“, meinte Gedi Sugzda aber auch: „Es geht für uns nur ums Ergebnis. Das Ergebnis ist positiv, also ist alles gut!“ In puncto Spielaufbau und Defensivverhalten, da ist sich der SCBV-Coach sicher, werde man sich in den kommenden Wochen erheblich steigern müssen, um dieses so wichtige Lebenszeichen langfristig konservieren zu können.

Vorerst klettern die Baldhamer dank ihres vierten Saisonsieges von Rang 15 hoch auf 13 und sind punktgleich mit Relegationsplatz zwölf.

Die Champagnerkorken blieben laut Sugzda aber noch in den Flaschen. „Das war nur ein kleiner Etappensieg. Und die Tabelle spielt für mich noch überhaupt keine Rolle, weil es nichts bringt, nur ein, zwei Mannschaften zu überholen.“

Weil seinen Schützlingen die erfreuliche Entwicklung des Tableaus freilich nicht verborgen blieb, nachdem die Rangeleien mit den Otterfingern geschlichtet waren, feierten die Baldhamer Sugzdas siegreiches Comeback mit einem Kompromiss. „Es ist noch nicht die Zeit, um großartig zu feiern, aber ein Kabinen-Bierchen haben sich die Jungs verdient. Für das Selbstvertrauen der Spieler war dieser Sieg enorm wichtig und ich hoffe, dass jetzt einige Knoten in den Köpfen gelöst wurden.“ (Julian Betzl)

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