Lenker, Torjäger und Spielertrainer: Stefan De Prato dirigiert nun in Poing. Heute geht’s gegen den Ex-Verein.
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Lenker, Torjäger und Spielertrainer: Stefan De Prato dirigiert nun in Poing. Heute geht’s gegen den Ex-Verein.

„Ich will systematisch etwas aufbauen“

Stefan de Prato trifft auf Ex-Klub TSV Moosach: „Meine glorreichste Zeit“

  • VonRedaktion Ebersberg
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Stefan de Prato trifft als Trainer des TSV Poing am Wochenende auf seinen Ex-Verein, den TSV Moosach. Der 30-Jährige blickt in die Vergangenheit und die Zukunft.

Poing – Sechs Jahre lang wirbelte Stefan de Prato im Trikot des TSV Moosach die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander und war bis 2016 maßgeblich an der Erfolgsgeschichte der Schwarz-Gelben beteiligt. Heute (20 Uhr) trifft de Prato in der A-Klasse als Spielertrainer des TSV Poing auf seinen ehemaligen Verein. „Die Zeit in Moosach war meine glorreichste, ich habe schöne Erinnerungen“, freut sich de Prato auf das Wiedersehen.„Von alter Liebe zu sprechen, wäre aber übertrieben.“

In Poing möchte de Prato nun ein neues Kapitel schreiben, nicht nur als Torjäger, sondern in erster Linie als Coach. Und der 30-Jährige hat klare Vorstellungen: „Ich will systematisch etwas aufbauen und attraktiven Fußball mit Schwung spielen lassen.“ Außerdem möchte er seiner Truppe das Sieger-Gen einimpfen, den „Glauben an die eigenen individuellen Stärken“ vermitteln. In den ersten drei Partien gelang das in eindrucksvoller Art und Weise. Drei deutliche Siege wurden eingefahren. Dabei erzielte Poing 15 Tore. Für ein Drittel der Treffer war de Prato höchst persönlich zuständig.

In Moosach schwärmt man bis heute von den Offensivqualitäten des Torjägers mit Regionalliga-Erfahrung: „Er hat einfach einen guten Riecher. Stefan ist natürlich viel zu gut für die A-Klasse“, weiß Abteilungsleiter Jürgen Werner. In Aktion sei de Prato kaum zu stoppen, stattdessen „müssen wir die Anspiele auf ihn unterbinden“. Auch Werner freut sich auf das Wiedersehen und über die neue Herausforderung seines einstigen Weggefährten: „Es ist toll, dass er jetzt einen Trainerjob hat. Ich wünsche ihm alles Gute.“ Das gilt wahrscheinlich nicht unbedingt für das direkte Aufeinandertreffen. Die Moosacher gehen ohnehin als Außenseiter in die Partie, sehen aber trotzdem ihre Möglichkeit: „Wir wollen kompakt stehen, Nadelstiche setzen und unsere Chancen nutzen.“

Poings Lucky Auer erwartet ein „kampfbetontes Spiel“. Der Abteilungsleiter ist sich darüber im Klaren, dass seine Mannschaft aufgrund der Verpflichtung de Pratos die Rolle des großen Ligafavoriten inne hat. „Jeder will uns schlagen. Aber das ist kein Problem für uns. Wir sind gut gerüstet“, gibt sich Auer selbstbewusst. Von den Trainerqualitäten seines Transfercoups ist Auer rundum überzeugt: „Stefan macht klare Ansagen. Er weiß, was er will und wer nicht mitzieht, hat ein Problem.“

Bislang ziehen beim TSV Poing alle mit. Es sind gute Voraussetzungen für Stefan de Prato und eine neue Erfolgsgeschichte an anderer Wirkungsstätte. Dafür braucht es nun einen Erfolg gegen seinen Ex-Verein. VON FLORIAN HENNIG

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